In den vergangenen Jahren machte das Labormobil des Vereins „VSR-Gewässerschutz“ in verschiedenen Städten im Kreis Nordhausen Station. Dort konnten Bürger Brunnenwasseranalysen durchführen lassen. Erstmalig stellt die gemeinnützige Organisation jetzt die Entwicklung der Nitrat-Belastung von 2011 bis 2025 mithilfe der 1000 Untersuchungen aus dem Kreis dar.
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Der Verein fand in dieser Zeit in vielen Gartenbrunnen Nitratwerte über 50 mg/l. Die Nitratrichtlinie verpflichtet allerdings dazu, diese Überschreitungen im Grundwasser zu verhindern. „Während in den Jahren 2011 bis 2015 noch 39,1 Prozent der Brunnen den Grenzwert überschritten, waren es zwischen 2021 und 2025 immer noch 26 Prozent. Besonders problematisch ist, dass der Anteil der Brunnen mit einer Nitrat-Belastung von über 100 mg/l im gesamten Zeitraum nur auf 3,9 Prozent sank“, erläutert Harald Gülzow, der die Untersuchungen von Anfang an begleitete. „Es zeigt sich, dass die Maßnahmen in der Landwirtschaft zur Verringerung der Belastung im Grundwasser Wirkung zeigen. Allerdings ist sie bisher nicht wie gehofft gesunken“, ist sein Fazit.
Landwirte kooperieren beim Schutz des Grundwassers vor Nitrat
Die nitratbelasteten Gartenbrunnen liegen oft außerhalb der Wasserschutzgebiete der öffentlichen Trinkwasserversorgung. In den Bereichen zum Schutz von Grundwasser haben viele Wasserversorger bereits frühzeitig gehandelt, um die Belastung mit Nitraten zu verringern. „Ihnen war klar geworden, dass sie sich nicht auf die Politik verlassen können. Die Regelungen für die Aufbringung von Dünger waren nicht ausreichend, um längerfristig den Grenzwert einzuhalten“, erläutert Harald Gülzow.

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Deshalb entstanden freiwillige Kooperationen mit Landwirten, um die Belastung im Grundwasser zu senken. Durch effizienteres Düngen und gewässerschonendere Anbausysteme, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen, tragen die Kooperationen dazu bei, teure Methoden zur Nitratentfernung zu vermeiden.
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Der VSR-Gewässerschutz weist jedoch darauf hin, dass die Belastung auch außerhalb von Wasserschutzgebieten dringend flächendeckend gesenkt werden muss. Die Gartenbesitzer sollen das eigene Brunnenwasser ohne gesundheitliche Risiken für Tier und Mensch beim Gießen, Befüllen eines Teichs und als Tränkwasser nutzen können. Außerdem sickert das nitratbelastete Grundwasser den Bächen und Flüssen zu. Diese transportieren das Nitrat in die Nordsee. Dort richtet die Nährstofffracht großen Schaden an. Es kommt zu einem starken Algenwachstum, das die Wasserlebewesen gefährdet. „Eine Verringerung der Nitrat-Belastung ist dringend nötig, um die Artenvielfalt zu fördern“, betont Harald Gülzow. red








