Menschlichkeit und Völkerverständigung sind die Leitmotive im Leben von Erika Schirmer. Als Pädagogin, Autorin und Künstlerin hat sich die gebürtige Schlesierin stets mit großer Verve für diese Werte eingesetzt. Immer mit dem Glauben, das Gute in den Menschen zu stärken. Dafür hat sie am Mittwoch den Thüringer Verdienstorden bekommen. Eigens für diese Verleihung kam Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) in das Ilfelder Seniorenheim „Sonnenhof“, wo Erika Schirmer seit einigen Jahren lebt.

1948 wurde Thüringen ihre neue Heimat: Im Salzaer Kindergarten am Lessingweg bekam Erika Schirmer eine Anstellung. Als Kindergärtnerin und Pädagogin verstand sie Bildung immer auch als Vermittlung humanitärer Werte und als Grundlage für ein friedliches Miteinander.
Große Bekanntheit erlangte Erika Schirmer als Schöpferin des Liedes „Kleine weiße Friedenstaube“, das weit über die Grenzen Thüringens hinaus bekannt wurde. Dieses zentrale Werk steht beispielhaft für ihr langjähriges Engagement für mehr Frieden zwischen den Menschen.

Besonders verdient gemacht hat sich Erika Schirmer zudem um die deutsch-polnische Verständigung. Mit viel Herzblut setzte sie sich über Jahrzehnte hinweg auch für die Integration polnischer Mitbürger sowie generell für eine gute Nachbarschaft mit Polen ein. Ihr Wirken war dabei stets von dem Wunsch getragen, Menschen zusammenzuführen und Brücken zwischen verschiedenen Kulturen zu bauen. Dieser Tatkraft entsprechend, folgte im Jahr 1996 eine Auszeichnung für Vorbildliche Integration von Aussiedlern in der Bundesrepublik durch die damalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU).
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Doch Erika Schirmer machte sich nicht nur für ein friedliches Miteinander stark. Über die Jahre ist zudem ein umfangreiches künstlerisches Werk aus zahlreichen Gedichten, Kurzgeschichten, Liedern und Scherenschnitten entstanden. Mit ihren wertvollen Kunst- und Kulturbeiträgen machte Erika Schirmer die kulturellen Besonderheiten Thüringens und ihrer neuen Heimatregion einem breiten Publikum zugänglich und leistete so einen wertvollen Beitrag zur Bewahrung und Vermittlung regionaler Identität. red





