Am 23. Februar ist die vorgezogene Bundestagswahl. Unsere Redaktion stellt die Direktkandidatin und Direktkandidaten für den Wahlkreis 190 in der Reihenfolge vor, in der sie auf den Stimmzetteln stehen. Der Wahlkreis umfasst neben dem Landkreis Sömmerda auch Jena und Teile des Weimarer Lands.

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Was können Sie im Bundestag für Ihren Wahlkreis erreichen?

Mein Ziel ist es, die Unternehmen, also die Arbeitgeber, vor Ort zu unterstützen. Ich denke da vor allem an eine verbesserte Anbindung an die Verkehrsinfrastruktur, flächendeckend verfügbares, schnelles Internet, Berichts- und Dokumentationspflichten müssen drastisch verringert, Bürokratie abgebaut werden.

Ein weiteres wichtiges Thema ist auch hier bei uns im Wahlkreis die Asylpolitik. Die daraus resultierenden Belastungen für unsere Kommunen müssen massiv reduziert werden. Ich möchte mehr Mitsprache für die Bürger erreichen. Dafür muss es möglich sein, dass wieder mehr Entscheidungen direkt vor Ort getroffen werden.

Was ist das größte Problem in Ihrem Wahlkreis, und wie wollen Sie es lösen?

Hohe Baukosten und gesetzliche Vorgaben erschweren es auch in Jena, wie in den meisten Städten Deutschlands, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Die Abschaffung der Grunderwerbssteuer für Selbstnutzer und die Vereinfachung des Baurechts können hier Abhilfe schaffen.

Im Landkreis Sömmerda ist der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs dringend notwendig, um die ländlichen Regionen besser an städtische Ballungszentren anzubinden und die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu sichern. Hier werde ich mich für entsprechende Fördermittel und klare Prioritäten im Bundeshaushalt einsetzen.

Im Weimarer Land liegt mein Augenmerk auf dem Erhalt der Arbeitsplätze der hier stark vertretenen Automobil- und Zulieferbranche. Das links-grüne Ideologieprojekt „Energiewende“ stellt eine massive Bedrohung dieser Branche und der damit verbundenen Arbeitsplätze dar, weshalb ich mich für ein Ende dieser Politik einsetzen werde. Zudem ist ein wunder Punkt das Kreiskrankenhaus in Apolda, das kurz vor der Insolvenz steht.

Sind Sie schon mal von einem ausländischen Arzt behandelt worden, und waren Sie an seiner Herkunft interessiert?

Ja, ich wurde in der Vergangenheit von Ärzten behandelt, die aus dem Ausland stammen. Mich interessiert jedoch nicht die Herkunft eines Mediziners, sondern seine Qualifikation und die Qualität der Behandlung. Die medizinische Versorgung muss sicherstellen, dass alle Patienten gleich gut behandelt werden, unabhängig von der Herkunft medizinischen Personals. Hier muss gewährleistet sein, dass ich keinen „Dr. Google“ (wie es bei dem Täter von Magdeburg der Fall war) vor mir habe.

Welchen Handwerker haben Sie zuletzt benötigt, und wie schnell ist er gekommen?

Ich habe kürzlich einen SHK-Fachmann benötigt, bei mir im Haus gab es Probleme mit der Heizungsanlage. Leider war der Handwerker erst nach fünf Wochen verfügbar, was bei uns auf dem Land ja nicht ungewöhnlich ist. Hier müssen wir mehr Anreize schaffen, damit Handwerker auch in strukturschwachen Gebieten ihre Dienste anbieten können. Eine stärkere Ausbildungsoffensive im Handwerksbereich und Unterstützung für Betriebe im ländlichen Raum können hier Abhilfe schaffen. Die Zentralisierung der Ausbildungsberufe in den Berufsschulen muss zudem gestoppt werden.

Haben Sie einen Lieblingsort in der Region?

In Jena fasziniert mich seit meiner Jugend das Planetarium und ich hoffe, dass die Renovierung im nächsten Jahr ohne Probleme durchgeführt werden kann. Im Landkreis Sömmerda ist das Kloster St. Wigberti in Werningshausen ein Ort der Entspannung und inneren Einkehr. Für mich ist das eine der schönsten Ecken hier und die Predigten des Paters waren mir schon oft Inspiration. Im Weimarer Land nutze ich sehr gern die Therme in Bad Sulza, um mit meiner Familie vom Alltag abschalten zu können.

Wie oft nutzen Sie Bus und Bahn, und welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Ich nutze Bus und Bahn im Nahverkehr selten, da ich in einer ländlicheren Region lebe und dort die Verkehrsanbindungen nicht optimal sind. Wenn ich zum Arbeiten nach Berlin fahre, schätze ich die direkte und schnelle ICE-Verbindung zwischen Landes- und Bundeshauptstadt. Um nach Erfurt zu gelangen oder bei zeitkritischen Terminen greife ich allerdings gern auf meinen Pkw zurück.

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