Nun sind die ersten Nachweise erbracht: Das Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz hat bislang bei sechs eingesandten Tierkörpern des Landratsamts Sömmerda das Influenza-A-Virus vom Subtyp H5 nachgewiesen. Die Bestätigung durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) steht noch aus. Das teilte das Landratsamt Sömmerda in einer aktuellen Pressemitteilung mit.

Täglich
Der Newsletter für Sömmerda
Alle wichtigen Informationen aus der Region Sömmerda, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Demnach wurden seit dem 16. Oktober vermehrt tote Wildvögel entdeckt – unter anderem Kraniche, Schwäne, Enten und Möwen. Besonders betroffen sind laut Behörde Gebiete mit stehenden Gewässern, etwa in Alperstedt, Frohndorf, Walschleben und rund um das Hochwasserrückhaltebecken Straußfurt. An den genannten Standorten seien Tierkörper verendeter Wildvögel aufgefunden, geborgen und beprobt worden.
Auch interessant
Schutzmaßnahmen für Geflügelhalter
Nach aktuellem Stand müsse laut Landratsamt davon ausgegangen werden, dass das hochpathogene aviäre Influenzavirus (HPAI) in der Wildvogelpopulation in Thüringen kursiere oder durch den Vogelzug eingeschleppt werde. Der Gesetzgeber sehe im Falle eines Seuchenverdachts oder -ausbruchs sofortige Bekämpfungsmaßnahmen vor. Um eine Ausbreitung zu verhindern, hat der Landkreis eine Allgemeinverfügung erlassen, die am 23. Oktober in Kraft tritt.
Lesen Sie auch
Darin wird im gesamten Kreisgebiet eine Aufstallungspflicht für gehaltenes Geflügel angeordnet. Außerdem sind Veranstaltungen mit Geflügel sowie anderen in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln bis auf Weiteres untersagt. Die vollständige Verfügung ist online unter www.lra-soemmerda.de im Bereich „Bekanntmachungen“ abrufbar oder kann im Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt in der Wielandstraße 4, 99610 Sömmerda, eingesehen werden.
red








