Olaf Bauer ist Mitglied im Förderverein Alter Buttstädter Friedhof. Er schreibt über gern gesehene Gäste:

In der Nähe der Dresdner Elbterrassen befindet sich der Eliasfriedhof, der älteste Friedhof Dresdens. Der dortige Förderverein „Eliasfriedhof Dresden“ bemüht sich seit vielen Jahren um den Erhalt und die historische Aufarbeitung dieser wenig bekannten barocken Camposantoanlage.

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Am Sonntag, dem 26. April, besuchten etwa 15 Mitglieder des Dresdner Fördervereins unseren Camposanto, um bei einer Führung den alten Buttstädter Friedhof kennenzulernen.

Freundlicher Plausch unter Fachkollegen

Einer solchen Besuchergruppe von quasi „Fachkollegen“, welche die Anstrengungen einer zweieinhalbstündigen Anreise auf sich nahm, konnte unser Verein natürlich nicht nur eine Standardführung bieten. Zumal sie im Vorfeld auch den Wunsch äußerten, mit Vereinsmitgliedern ins Gespräch zu kommen, um Erfahrungen auszutauschen.

Camposanto
Die Dresdner erfahren von den Mühen und Erfolgen der Steinsanierung.© Olaf Bauer / Förderverein Alter Buttstädter Friedhof | Olaf Bauer

So trafen sich bei strahlendem Sonnenschein gegen 13.30 Uhr die angereisten Gäste mit einigen Vereinsmitgliedern zu einem geselligen Nachmittag auf dem Buttstädter Friedhof, welcher mit einer informativen und humorvollen Führung durch den Vereinsvorsitzenden Erich Reiche und den Restaurator Thomas Osius begann. Dabei ging es nicht nur um die Grabsteine, sondern auch um die Geschichte des Friedhofes, welche eng mit dem Entstehen und Vergehen Buttstädts als mittelalterlicher Marktplatz verbunden ist.

Camposanto
Kaffeepause und Zeit zum Gedankenaustausch.© Olaf Bauer / Förderverein Alter Buttstädter Friedhof | Olaf Bauer

Großes Interesse und viele Fragen der Gäste führten dazu, dass die Führung länger dauerte als normalerweise.

Ungenannt und doch gefunden

Im Anschluss wurden bei sächsischem Kuchen und Buttstädter Kaffee an einer auf dem Friedhof hergerichteten Kaffeetafel die Gespräche vertieft und beispielsweise über die aktuelle Nutzung des Camposanto als Veranstaltungsort für Konzerte und Theateraufführungen erzählt.

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Auf die Frage, wie die Dresdener denn auf unseren Friedhof aufmerksam geworden seien, erzählte eine Frau, dass es der Film „Bach - ein Weihnachtswunder “ war, für den einige Szenen auf dem Camposanto gedreht worden sind. Leider wurde vergessen, im Abspann des Filmes auch den Camposanto als Drehort zu aufzuführen (Was von unserem Verein bereits nach der Erstausstrahlung beim MDR bemängelt wurde.).

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Bei weiteren Recherchen im Netz fand sie schließlich die Seite „Camposanto Buttstädt“ und stellte daraufhin den Kontakt her.

Auch die regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen wie das „Festival Camposanto“ oder das „Friedhofsgeflüster“ fanden bei den Gästen großes Interesse. Für letzteres wurden auch gleich die Kontaktdaten der Künstlerin erfragt, um diese Veranstaltung auch in Dresden anbieten zu können.

Gegen 17 Uhr endete der erlebnisreiche Nachmittag. Der Dresdener Vorsitzende bedankte sich bei allen Vereinsmitgliedern. Er übergab eine Flasche Wein von den Meißener Elbhängen für die Führung, eine großzügige Spende für die Erhaltung der Grabmale und sprach eine Gegeneinladung nach Dresden aus. Diese wurde natürlich mit Begeisterung dankend angenommen und führte sofort zu der Überlegung, dass ein Tagesausflug nach Dresden ja viel zu kurz ist.

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