Erziehung ist Herzensarbeit, aber sie ist auch eine der größten Herausforderungen des Alltags. Zum bundesweiten Tag der gewaltfreien Erziehung am Donnerstag, 30. April, startet der Landkreis Sömmerda die Kampagne „Liebe statt Lautstärke. Kleine Gesten – Gute Grenzen. Was Kinder stark macht.“ Das Ziel sei ein wohlwollender Blick auf Kinder und Eltern, informiert Kreissprecherin Ulrike Dittmann.

Es geht nicht um Perfektion, sondern um Präsenz

Die Kampagne breche mit dem Druck, immer „perfekt“ funktionieren zu müssen, heißt es in einer Mitteilung. Kinder bräuchten keine fehlerfreien Eltern. Sie bräuchten Erwachsene, die da sind – auch wenn es mal anstrengend wird, so die Überzeugung des Jugendamts. Mit dieser wertschätzenden Haltung wolle der Landkreis Eltern den Rücken stärken und sie darin unterstützen, auch in stressigen Momenten die Verbindung zu ihren Kindern zu halten.

Die „Anker“ für die Hosentasche: Botschaften im Chipkartenformat

Damit die Kampagne nicht nur Theorie bleibt, seien spezielle Kärtchen im praktischen Chipkartenformat entwickelt worden. Diese dienten als kleine „Notfall-Anker“ im Alltag von Eltern und Fachkräften. Die Botschaften greifen laut Mitteilung typische Situationen auf und böten konkrete Motivation.

Die Kampagne stelle Materialien wie Plakate und die Motivations-Kärtchen allen Einrichtungen im Landkreis zur Verfügung, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Ob in der Kita, der Schule oder in Beratungsstellen – die Botschaften sollen dort ankommen, wo der Alltag stattfindet.

Gewaltfreie Erziehung beginne bei den kleinen Gesten. Kleine Gesten plus klare Grenzen ergäben eine große Wirkung. Die Kampagne lade dazu ein, den Erziehungsalltag mit mehr Selbstmitgefühl und positiver Bestärkung zu gestalten, um Kinder nachhaltig stark für die Zukunft zu machen.

Kontakt für Rückfragen und Materialbestellung: Landratsamt Sömmerda, Anja Reinländer (Jugendamt), Telefon: 03634 354 629, jugendamt@lra-soemmerda.de.