„Mittlerweile sind es 18 Attraktionen hier, alle mit Herzblut betrieben“, sagt der Thüringer Schausteller Dietrich Frank. Er betreibt den Hüpfburgen-FunPark „Candy-Land“, welcher auf der Festwiese am Landratsamt Sömmerda, nahe der Franz-Mehring-Straße, bis 10. Mai gastiert.

Kindheit im Zirkus mit Wildkatzen

Frank wurde in Arnstadt geboren und kam früh mit dem Zirkus in Kontakt. „Ich bin mit sechs Tigern aufgewachsen“, erzählt der 44-Jährige. Als Tierlehrer arbeitete er eng mit den Tigern zusammen. „Die essen schon mal 15 Kilogramm Fleisch pro Tag. Im Monat hat das circa 10 000 Euro gekostet..“

Hüpfburgpark Sömmerda 2026
Familie Frank mit Tochter Melissa hat auch nach mehreren Jahren immer noch Spaß am Rutschen. © Funke Medien Thüringen | Albrecht Kaiser

Mit dem Zirkus und 20 anderen Artisten reiste Frank durch Europa – bis er den Zirkus einstellen musste. „Die Festplätze in den Dörfern und Städten fallen immer mehr weg. Außerdem wurden die Unkosten zu hoch“, sagt er über die Gründe.

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„Schon zu Zirkuszeiten hatten wir immer zwei Hüpfburgen dabei“ – so kam Frank die Idee eines Hüpfburgenparks als kostengünstige Alternative. Mit zwei Notstromaggregaten betreibt er diese seit Corona-Zeiten und reist von Stadt zu Stadt. Angestellte hat er keine, aber seine Familie arbeitet tatkräftig mit. Seine Frau Patricia begrüßt die Gäste und kassiert den Eintritt. Zehn Euro für den gesamten Tag – „ein fairer Preis, man kann dann alles nutzen“, findet Frank.

Auf die Frage, welche Hüpfburg seine Tochter Melissa am besten fände, antwortet die Kleine: „Alle Hüpfburgen sind die besten.“ Frank quittiert das mit einem Lachen: „Vielleicht sollte ich sie mit der Presse sprechen lassen.“ Nächstes Jahr wird Melissa eingeschult.

Von Piraten bis Dinosaurier: unterschiedlichste Hüpfburgen

Mit dem Zirkus war Frank schon oft in Sömmerda, mit seinem Hüpfburgpark dreimal, immer am Jahresende. Diesmal änderte er seinen Plan und ist schon im Frühling hier. „Wenn es noch wärmer wird, kann ich die Wasserrutschen aufbauen. Auch mein Bullriding sollte diese Woche wieder repariert werden“, sagt Frank. Einer seiner größten Hüpfburgen ist die Piratenhüpfburg, 35 Meter lang und fünf Meter hoch und breit.

Hüpfburgpark Sömmerda 2026
Themenvielfalt: Von Piraten, über Dinosaurier bis zu amerikanischen Cowboys.© Funke Medien Thüringen | Albrecht Kaiser

Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt: Bratwurst, Pommes, Slush-Eis und Süßigkeiten. Kinder, die einem der Werbe-Flyer vorzeigen, bekommen einen Slush kostenlos. Am Muttertag hat Frank ein besonderes Angebot: Jede Mutter bekommt in Begleitung ihres zahlenden Kindes kostenlosen Eintritt.

„Mit der Familie mal raus an die frische Luft kommen, das Handy weglegen und Spaß haben“, das sei es, was Besucher in Franks Hüpfburgpark erwarte. Getreu seinem Motto: Mehr Zeit für Kinder.