Steffen Henze aus Sömmerda gibt Einblicke in die Rettungsschwimmerausbildung. Er schreibt:

Die Freibadsaison hat bereits begonnen und somit sind auch unsere Bäder gut gefüllt. Um ein hohes Maß an Sicherheit für die kleinen und großen Badegäste bieten zu können, leisten in jedem Bad auch Rettungsschwimmer ihren Dienst. Eine erste Sofortmaßnahme bei Notfällen oder die Sicherung des Badebetriebes ist ohne diese Menschen kaum möglich. Die Ausbildung zum Rettungsschwimmer ist bundesweit einheitlich geregelt und umfasst sowohl theoretisches Wissen als auch einen hohen praktischen Anteil sowie Kenntnisse in der Ersten Hilfe.

Kommunen müssen Personalmangel begegnen

Der Personalmangel macht sich jedoch auch in diesem Bereich bemerkbar. Viele Gemeinden, welche als freiwillige Aufgabe Bäder unterhalten, stehen vor der Herausforderung, den sicheren Badebetrieb dauerhaft gewährleisten zu können. Daher haben sich mehrere Gemeinden und deren Bäder zu einem sogenannten „Bäderverbund“ zusammengeschlossen, um sich in allen Belangen gegenseitig zu unterstützen.

Rettungsschwimmer
Rettung im Wasser.© Steffen Henze | Steffen Henze

Aus diesem Anlass startete erneut eine durch die DLRG-Ortsgruppe Kyffhäuser unterstützte Rettungsschwimmerausbildung in den Bädern der Stadt Sömmerda. Christoph Schüler und sein Team vermittelten den Teilnehmern viel praktisches Wissen rund um die Sicherheit, Verantwortung und den Einsatz am Beckenrand bzw. Strand.

Viele Gründe, ein Ziel

Diesen schönen „Strapazen“ bei 8 Grad Außentemperatur stellten sich die zehn Teilnehmer aus unterschiedlichsten Gründen. So sagte Cornelius zur Frage seiner Motivation: „Ich möchte einfach nur mein schönes Waldschwimmbad in Rastenberg unterstützen“. Das Rastenberger Waldschwimmbad wurde zuletzt umfassend saniert und ist sicher mehrere Besuche wert. Katharina engagiert sich freiwillig, um den Kindern der Grundschule Rastenberg eine Bademöglichkeit bei sommerlichen Temperaturen während der Hortbetreuung zu bieten. Antony aus Sömmerda benötigt die Zertifizierung für sein Sportlehrerstudium und kann sich aber nach dem Lehrgang vorstellen, Dienste an heißen Tagen zu übernehmen. Frank, der nette, ruhige „Lehrgangsopa“, übernimmt mit 64 Jahren Verantwortung in Buttstädt.

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Alle verbindet der Wunsch, Verantwortung zu übernehmen und die Sicherheit in den Freibädern zu stärken.

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Am Prüfungstag waren die Teilnehmer gefordert. Sowohl eine schriftliche Prüfung als auch praktische Leistungen mussten erfolgreich absolviert werden. Neben Streckentauchen, Zeitschwimmen und verschiedenen Rettungsübungen gehörte auch die kombinierte Übung mit dem Transport einer verunfallten Person und deren Erstversorgung zu den Aufgaben.

Gold für den „Goldfisch“

Am Ende des Tages konnten neun Teilnehmer ihr Rettungsschwimmerabzeichen in Silber und Steffen aus Schloßvippach, der von den Teilnehmern den Spitznamen „Goldfisch“ erhalten hat, sogar das Abzeichen in Gold ablegen.

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Vielleicht sieht man den einen oder anderen nun künftig häufiger am Beckenrand stehen – aufmerksam, hilfsbereit und jederzeit bereit zu helfen. Denn jede Sekunde zählt, wenn es um Menschenleben geht.

Ein besonderer Dank gilt der DLRG-Ortgruppe Kyffhäuser, insbesondere Christoph Schüler und seinem Team. Mit ihrer fachlichen Unterstützung, ihrer Zeit und ihrem ehrenamtlichen Engagement machten sie diese wichtige Ausbildung überhaupt erst möglich.

Gerade in Zeiten knapper personeller Ressourcen zeigt sich, wie unverzichtbar ehrenamtliche Helfer der DLRG, der Wasserwacht, des ASB und der vielen anderen Organisationen für unsere Gesellschaft sind.

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