Mit der Masche des falschen Polizeibeamten haben Unbekannte am Mittwochvormittag mehrfach versucht, Senioren in Sömmerda zu betrügen. Nach Angaben der Polizei meldeten sich die Täter telefonisch bei mehreren älteren Menschen und gaben sich als Polizeibeamte aus. Ziel sei es gewesen, Informationen über Vermögenswerte zu erhalten.

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Gegen 10 Uhr erhielt ein 73-Jähriger einen Anruf von einem angeblichen Polizisten. Dieser behauptete, eine rumänische Diebesbande sei festgenommen worden. Dabei seien persönliche Daten des Seniors gefunden worden. Anschließend habe der Anrufer nach Kontobewegungen, Vermögen und Sparbüchern gefragt. Der 73-Jährige wurde jedoch misstrauisch und beendete das Gespräch.

Kurz darauf erhielt auch ein 66-Jähriger einen ähnlichen Anruf. Der Täter stellte sich laut Polizei als „Polizeibeamter Mark Schütte“ vor und berichtete von einem angeblichen Raubüberfall in der Nachbarschaft. Dabei sei eine Liste mit dem Namen des Mannes und einem Bargeldbetrag von 35.000 Euro entdeckt worden. Auch der 66-Jährige legte auf.

Eine 92-Jährige wurde ebenfalls von einem angeblichen Polizeibeamten kontaktiert. Dieser habe erzählt, die Frau stehe auf einer Liste einer festgenommenen Bande und ein Täter sei noch flüchtig. Der Anrufer fragte laut Polizei nach dem Kontostand der Seniorin. Zu Geldforderungen sei es jedoch nicht gekommen.

Die Polizei warnt davor, am Telefon Auskünfte über Vermögen oder Kontostände zu geben. Echte Polizeibeamte würden niemals nach Bargeld, Sparbüchern oder Wertgegenständen fragen. Wer einen solchen Anruf erhält, soll keine persönlichen Daten preisgeben und das Gespräch sofort beenden und Angehörige oder die Polizei über den Notruf 110 informieren. Da Betrüger mit dieser Masche vor allem ältere Menschen ins Visier nehmen, sollten Angehörige ihre Eltern und Großeltern für solche Anrufe sensibilisieren.

red