Seltene Trockenrasen, Ziegenbeweidung, Weinbau und Spuren der Ottonen stehen im Mittelpunkt einer Exkursion auf den Klausberg bei Vogelsberg. Dabei wird am kommenden Sonntag sichtbar, wie eng Naturschutz, Kulturlandschaft und regionale Geschichte miteinander verbunden sind.

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Bereits jetzt ist die Resonanz groß: Rund 40 Teilnehmende aus der Region haben sich angekündigt, um die Bewirtschafter des FFH-Gebiets „Brembacher Weinberge – Klausberg – Scherkonde“ kennenzulernen, teilt Linda Holst, Mitarbeiterin der Natura 2000-Station Mittelthüringen/Hohe Schrecke, mit.
Die Exkursion führt über die artenreichen Muschelkalkhänge des Klausbergs mit Blick auf Streuobstflächen, den kleinen Vogelsberger Weinberg sowie Ziegenherden, die heute wesentlich zur Pflege der wertvollen Steppen- und Kalktrockenrasen beitragen. Unterwegs werden Produkte von Ziege und Rebstock verkostet; den Abschluss bildet ein gemeinsamer Ausklang an der Aumühle mit Bratwurst am Rost.
Neben aktuellen Fragen des Naturschutzes spielt auch die Nutzungsgeschichte des Gebietes eine zentrale Rolle: Natur- und Landschaftsführerin Ramona Schinköthe gibt Einblicke in die historische Bedeutung des Klausbergs sowie in das Wirken der Ottonen in der Region.
An der Exkursion beteiligt sind unter anderem der Landschaftspflegeverband Mittelthüringen, der Thüringer Ziegenzüchterverband, die Ziegenhalter Stephan Rothe und Heiko Creutzburg sowie der Bewirtschafter des Vogelsberger Weinbergs Ernst Schmidt.
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Die Exkursion findet am 31. Mai, um 10 Uhr statt. Treffpunkt ist der Karl-Marx-Platz in Vogelsberg. Nach etwa 15 Minuten Fußweg wird der Kamm des Klausbergs erreicht, von dem sich eindrucksvolle Ausblicke über die historische Kulturlandschaft bieten. red







