Sömmerda erinnert an jüdische Zwangsarbeiterinnen

Mit einer Gedenkveranstaltung erinnert die Stadt Sömmerda am Samstag, 19. September, an die Ankunft des ersten Häftlingstransports mit jüdischen Frauen vor 82 Jahren. Die Veranstaltung beginnt um 16.30 Uhr im Saal des Dreyse-Hauses. Der Einlass ist ab 16 Uhr möglich, der Eintritt ist frei, teilt die Stadtverwaltung Sömmerda mit.

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Am 19. September 1944 trafen 1216 ungarische Jüdinnen im Außenlager Sömmerda des Konzentrationslagers Buchenwald ein. Bis Januar 1945 folgten vier weitere Transporte. Insgesamt mussten rund 1300 jüdische Frauen im Sömmerdaer Werk der Rheinmetall-Borsig AG Zwangsarbeit bei der Herstellung von Zündern und Munition leisten.

Im Anschluss an das Gedenken stellt der Historiker Alexander Walther sein Buch „Die Shoah und die DDR. Akteure und Aushandlungen im Antifaschismus“ vor. Darin untersucht er, wie in der DDR an die Verfolgung und Ermordung jüdischer Menschen während des Nationalsozialismus erinnert wurde. Nach der Buchvorstellung besteht Gelegenheit zur Diskussion.
Die Veranstaltung wird von der Thüringer Landeszentrale für politische Bildung unterstützt. Interessierte sind herzlich eingeladen. red

Kreistag des Landkreises Sömmerda tagt

Der Kreistag des Landkreises Sömmerda kommt am Mittwoch, dem 23. September, im Volkshaus in der Weißenseer Straße in Sömmerda zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Herstellung des Benehmens mit dem Schulträger zur Besetzung der Schulleiterstelle an der Staatlichen Grundschule Rastenberg. Zudem beraten die Mitglieder über die Feststellung der Jahresrechnung der Verwaltungsgesellschaft des ÖPNV Sömmerda mbH (VWG) zum 31. Dezember 2025. Außerdem entscheidet der Kreistag über zusätzliche Mittel für betreute Wohnangebote für Mütter oder Väter mit ihren Kindern. Ferner sollen sachkundige Bürgerinnen und Bürger für den Bau- und Vergabeausschuss bestellt werden. Auch eine Änderung der Hauptsatzung des Landkreises Sömmerda steht zur Beratung. Einwohnerinnen und Einwohner erhalten im Rahmen der Einwohnerfragestunde Gelegenheit, ihre Anliegen vorzubringen. Anfragen und Mitteilungen schließen die Tagesordnung ab. red

Nach seinem dreijährigen Entsendungsdienst ist Pfarrer Thomas Marcak im Pfarrbereich Kindelbrück-Weißensee offiziell als Pfarrer eingeführt worden.
Nach seinem dreijährigen Entsendungsdienst ist Pfarrer Thomas Marcak im Pfarrbereich Kindelbrück-Weißensee offiziell als Pfarrer eingeführt worden.© Winfried Stelle | Winfreid Stelle

Thomas Marcak offiziell als Pfarrer eingeführt

Thomas Marcak ist offiziell Pfarrer im Pfarrbereich Kindelbrück-Weißensee. Superintendent Andreas Berger führte ihn am 6. September während eines feierlichen Gottesdienstes in der Nicolaikirche in Weißensee in sein Amt ein. Nach der Einsegnung überreichte er ihm die Berufungsurkunde.

Marcak war zuvor drei Jahre im Entsendungsdienst tätig und hatte sich anschließend erfolgreich auf die Pfarrstelle beworben. Der Gemeindekirchenrat stimmte seiner Bewerbung zu, die Landeskirche bestätigte die Berufung. Künftig ist Marcak für die 15 Gemeinden des Kirchengemeindeverbandes Kindelbrück-Weißensee zuständig.

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Musikalisch gestaltet wurde der Einführungsgottesdienst vom Projektchor mit Sängerinnen aus verschiedenen Gemeinden unter der Leitung von Pfarrer Schilling sowie von Familie Schmidt. Anschließend kamen die Besucherinnen und Besucher bei Kaffee, Kuchen und Gulaschsuppe miteinander ins Gespräch, informiert Ruth Michel vom Gemeindekirchenrat des Kirchengemeindeverbandes Kindelbrück-Weißensee. red