Ursprünglich sollte die Schwimmhalle Sömmerda bereits zu den Feierlichkeiten anlässlich der 1100-Jahrfeier der Stadt im Mai 1976 eröffnet werden. Dieser Termin konnte jedoch nicht eingehalten werden. Die Übergabe an die Öffentlichkeit fand gut drei Monate später, am 1. September, statt. Fünfzig Jahre später nutzten Stadt und Stadtwerke Sömmerda GmbH den Anlass, mit einer Ausstellung auf die vergangenen Jahrzehnte zurückzuschauen, teilt Annett Hädrich von der Stadtverwaltung Sömmerda mit.

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Die Ausstellung wurde im Beisein von Bürgermeister Ralf Hauboldt (Linke), dem Ersten Beigeordneten Bastian Wulf (CDU) sowie weiteren Gästen im Stadtarchiv eröffnet. Unter dem Titel „50 Jahre Schwimmhalle. Wo Sömmerda schwimmen lernte“ zeichnet sie die Geschichte des für die Stadt bedeutenden Gebäudes nach. Gezeigt werden 28 historische Fotografien, Baupläne und Dokumente zum Bau der Halle.

Feierabendbrigaden halfen beim Bau der Halle
Hans-Diether Dörfler, Leiter von Museum und Stadtarchiv, informierte bei der Ausstellungseröffnung über die Entwicklung der Schwimmhalle. Der Bau kostete rund 2,6 Millionen Mark der DDR. Einen wichtigen Beitrag leisteten freiwillige Feierabendbrigaden, in denen Beschäftigte aus Betrieben der Stadt und des damaligen Kreises ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellten.
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Er dankte insbesondere den Stadtwerken, die seit 1993 Träger der Schwimmhalle sind und die Jubiläumsausstellung initiiert haben. Unterstützung kam zudem vom Sömmerdaer Heimat- und Geschichtsverein. Dieser stellte ein besonderes Objekt bereit, bei dem es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den Entwurf für das Kunstwerk an der Außenseite der Schwimmhalle handle.
Sanierung der Schwimmhalle ist nötig
Bürgermeister Hauboldt betonte, dass die Schwimmhalle heute aus Sömmerda kaum noch wegzudenken sei. Für viele Einwohnerinnen und Einwohner gehöre ihre Existenz längst zum selbstverständlichen Alltag. Gleichzeitig machte Stadtwerke-Geschäftsführer Sven von der Weth deutlich, dass das Gebäude nach fünf Jahrzehnten stark sanierungsbedürftig ist. Zwar wurden in der Vergangenheit unter anderem die Becken, Bodenbeläge und die Decke erneuert, dennoch bestehe weiterhin erheblicher Handlungsbedarf.

Aufsichtsrat und Stadtrat würden sich grundsätzlich zu einer Sanierung im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ bekennen. Offen seien jedoch Fragen zur konkreten Ausführung und Finanzierung. Deshalb unterstützten die Stadtwerke ausdrücklich die Initiative „Bäder in Not! – Forderungen an die Landesregierung zur Erhaltung der Thüringer Hallenbäder“, sagte Sven von der Weth. Mehr als 30 Träger kommunaler Hallenbäder haben sich zusammengeschlossen und setzen sich für eine bedarfsgerechte Finanzierung der Thüringer Bäder ein, um sie langfristig zu erhalten.
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Jährlich würden im Durchschnitt 50.000 Besucherinnen und Besucher ins Bad kommen: Vom Schulschwimmen über Vereinstage mit Wasser-, See- und Kanusport bis zu gesundheitlichen Angeboten, die Beckenzeiten seien gut ausgelastet. Dazu kommen Kursangebote der Stadtwerke zum Schwimmenlernen, Babyschwimmen und Zeiten für Feuerwehr, Polizei und Betriebssportgruppen.
Die Ausstellung ist bis Ende Oktober im Stadtarchiv zu sehen: jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, zusätzlich dienstags von 14 bis 18 Uhr und donnerstags von 13 bis 16 Uhr.
red








