Besuch bei der klangvollen Königin

Junge Gymnasiasten aus Großengottern entdecken das Weberstedter Wahrzeichen. Darüber schreibt Matthias Schwarzkopf aus Großengottern:

Die St.-Ulrici-Kirche zu Weberstedt avanciert in der vergangenen Woche zum ungeahnten sowie unterhaltsamen Lernort für die Klassen 6a und 6b des Gymnasiums Großengottern. Gemeinsam mit Musiklehrer Matthias Schwarzkopf besuchen die Schüler jetzt die im 15. Jahrhundert errichtete Kirche in Weberstedt im Rahmen des Musikunterrichts der Orientierungsstufe. Durch unterschiedliche Umbauten, die die Kirche im Wandel der Zeit erfahren hat – wie beispielsweise in den Jahren 1842 und 1911 – veränderte sich auch das Bild der Kirche.

Die Mädchen und Jungen ließen sich von Jeremi Schmalz die Orgel erklären.
Die Mädchen und Jungen ließen sich von Jeremi Schmalz die Orgel erklären.© Gymnasium Großengottern | Matthias Schwarzkopf

So wurde 1911 die romantische Orgel von der niedersächsischen Firma Furtwängler und Hammer erbaut. Jeremi Schmalz, der den Schülern an diesem Morgen eine neue Klangwelt eröffnet, war selbst einst Schüler am Gymnasium Großengottern und erzählt, dass diese Orgel, die einzige original erhaltene der Firma Furtwängler in ganz Thüringen ist.

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Gemäß dem Thüringer Lehrplan für Musik bekamen die Schüler und Schülerinnen Einblicke in die Spielweise der Orgel. Sie wurden aktiv in den Spielgebrauch einbezogen und konnten sogar eigene kleinere Motive an der Orgelklaviatur erproben. Dass die Orgel nicht nur mit beiden Händen, sondern auch mit beiden Füßen gespielt wird, bildet an diesem Morgen für so manchen Schüler eine Alteritätserfahrung. Wie die Töne bei der Orgel entstehen, konnte während des Unterrichtsgangs am außerschulischen Lernort durch unseren außerschulischen Experten Jeremi Schmalz anschaulich dargestellt werden.

Ebenso wurden musikalische Fachbegriffe wie Manual, Pedal und Tonhöhe erklärt. Die Weberstedter Orgel verfügt über 1120 Orgelpfeifen, wobei die Größte 16 Fuß misst. 4,80 Meter, wie Lando Pecher (6a) ausrechnet.  „Sehr schön war´s!“ hält Nils Krieg (6a) am Ende der Musikstunde fest. Ein herzlicher Dank an unseren außerschulischen Kooperationspartner. Durch diese spannende und authentische Naherfahrung mit der Königin der Instrumente konnten nicht nur musikalische Kenntnisse vertieft werden, sondern so mancher Schüler entdeckte die Weberstedter Kirche erstmalig bewusst.

Gymnasium aus Lengenfeld begrüßt neue Schüler

Musikalisch wurde die Begrüßung der Fünftklässler am Gymnasium in Lengenfeld.
Musikalisch wurde die Begrüßung der Fünftklässler am Gymnasium in Lengenfeld.© Gymnasium Lengenfeld/Stein | Melanie Steinbach

Feierliche Begrüßung der neuen Fünftklässler. Melanie Steinbach aus Lengenfeld hat darüber geschrieben:

Herzlich willkommen am Käthe-Kollwitz-Gymnasium. Unter diesem Motto stand das Geschehen in Lengenfeld unterm Stein am Abend des 27.08.2024, als Schüler, Eltern, Geschwister, Lehrer und Gäste bei herrlichem Sommerwetter auf dem Schulhof zusammenkamen.

Durch das Engagement von Eltern und Lehrern duftete es bereits nach Rostwurst und kühle Getränke standen bereit. Als die ersten Töne des Bläserorchesters der Klasse 6b erklangen, sammelten sich unsere neuen Fünftklässler und Fünftklässlerinnen geschwind vor der Bühne, wo sie vom Schulleiter, Herrn Hartleb, freundlich begrüßt wurden.

Nun erzählten Nina und Helene aus der 6a, wie es ihnen vor einem Jahr erging und wie aufregend und kurzweilig die erste Zeit am Gymnasium für sie war. Für die vielfältigen Beiträge, welche die Schüler der Klassenstufe 6 in den Wochen vor dem Fest einstudiert hatten, gab es Applaus.

„Die können ja schon voll gut Englisch!“, staunten die Jungen und Mädchen, als ein lustiger Sketch in der Fremdsprache präsentiert wurde und auch die Aufführung eines modernen Märchen-Krimis erntete viele Lacher. Für eine ganz besondere Atmosphäre sorgten die Gesangseinlagen und dann strahlten zum Abschluss alle mit der Sonne um die Wette, als ihnen ihre roten Schul-T-Shirts überreicht wurden. An dieser Stelle geht unser herzlicher Dank an das Busunternehmen Döring aus Geismar, die wiederum das Sponsoring dafür übernommen haben.

Kulturaustausch zwischen Mühlhausen und der italienischen Schweiz

Italienisch-Lehrerin Christina Rieger mit den teilnehmenden Schülern in Weimar.
Italienisch-Lehrerin Christina Rieger mit den teilnehmenden Schülern in Weimar.© Tilesius-Gymnasium | Christina Rieger

Drei Schülerinnen aus der italienischsprachigen Schweiz lebten vier Wochen in Mühlhausen, am Tilesius-Gymnasium. Italienisch-Lehrerin Christina Rieger aus Mühlhausen schreibt darüber:

Vier Wochen lang tauchten drei Schülerinnen aus dem italienischen Teil der Schweiz in das Leben in Mühlhausen und Umgebung ein. Familien mit Schülern am Tilesius-Gymnasium haben die Schweizerinnen bei sich aufgenommen. Die drei Gastschülerinnen wollten insbesondere neue Erfahrungen sammeln und ihre deutschen Sprachkenntnisse verbessern. Neben einem Deutschkurs und einem gemeinsamen Ausflug nach Weimar stand auch der kulturelle Austausch im Mittelpunkt. Die Schülerinnen aus der Südschweiz nahmen am Unterricht der Oberstufe teil und erlebten aus nächster Nähe den Alltag ihrer Gastfamilien.

Der bilaterale Austausch, der durch ein Stipendium des Kantons Tessin ermöglicht wird, ist ein fester Bestandteil des Programms am Tilesius-Gymnasium. Italienisch-Schüler aus Mühlhausen können sich ebenfalls für einen mehrwöchigen Aufenthalt im Tessin bewerben.

Mühlhäuser Kirmes ohne Barrieren

Kimres
In der Rosenstraße in Mühlhausen wurde barrierefrei Kirmes gefeiert.© VdK | Christian Fliegner

Christian Fliegner aus Mühlhausen vom VdK-Kreisvorstand Unstrut-Hainich berichtet über eine Kirmes für alle:

Immer in der letzten Augustwoche findet sie statt: die größte Stadtkirmes Deutschlands, unsere Mühlhäuser Kirmes. In diesem Jahr nun schon zum 147. Mal. Zur guten Tradition ist es geworden am Mittwoch in der Kirmeswoche die Kirmes für Menschen mit und ohne Handicap zu feiern. Dieses Jahr schon zum 15. Mal.

Der Vorstand des VdK-Kreisverbandes Unstrut-Hainich und sein Ortsverband Mühlhausen organisierten gemeinsam mit der Kirmesgemeinde „Untere Rosenstraße“ einen barrierefreien Nachmittag, der auf die Bedürfnisse von Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen ausgerichtet ist. Gerne wird unser Kirmesnachmittag von Einrichtungen der Behinderten-und Altenpflege der Stadt und darüber hinaus angenommen. In diesem Jahr konnten wir eine besonders rege Teilnahme registrieren.

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