Zusammenfassung
- 15.000 Menschen werden erwartet: Das Biergarten-Festival 2026 beginnt am Donnerstag auf dem Gaiberg bei Katharinenberg, an der Grenze von Unstrut-Hainich-Kreis, Wartburgkreis, Eichsfeld und Werra-Meißner-Kreis.
- Christian Mehler aus Diedorf im Südeichsfeld ist der Kopf hinter dem Mega-Event.
- Sein Weg zum Erfolg ist einer voller Herausforderungen, die er dank Familie, Freunden und großem Engagement meistert.
Rückblick auf das Biergarten-Festival 2025: Die Sonne strahlt über dem Festivalgelände an den Kreisgrenzen. Hunderte Menschen, junge und alte, singen und tanzen. „Die Hände zum Himmel“, singt Christian Mehler ins Mikro, und alle reißen die Arme nach oben. Das kann er: Menschen begeistern. Auf die Musiker im Rücken kann er sich dabei verlassen. Seine Freunde von den „Polkabeatz“ wissen, wie Party geht.

Da winkt ihm aus dem Publikum das Mädchen zu. Der 40-Jährige holt seine kleine Tochter Pauline auf die Bühne. Die nächsten Takte singt er mit der Dreijährigen auf dem Arm. Alle können und sollen sehen: Das Biergarten-Festival ist vor allem eines: (s)ein Familiending.
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Auch an den anderen Festivaltagen sieht man den Kopf der Großveranstaltung, den Organisator, den Musiker, den Herzensmenschen. Und auch in diesem Jahr, zum fünften Biergarten-Festival, wird man die Familie immer wieder zusammen über das Festivalgelände gehen sehen: Christian mit seiner Frau Teresa (39) im Arm. Die Töchter Luise (10), Marlene (7) und die kleine Pauline immer an der Seite.

Von der Schülerband zum Publikumsliebling der Region
Was treibt Mehler an? Er will Menschen aus ganz Deutschland (gerne auch aus dem Rest der Welt) in seiner Heimat, dem Eichsfeld, zusammenbringen. „Glücksmomente schaffen“, wie er sagt. Die eigenen Wurzeln, seine Familie und seine Freunde vergisst er dabei nicht.

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Geboren und aufgewachsen ist Mehler in Diedorf im Südeichsfeld. Schon als Kind hat er ein Faible für Musik und Organisationstalent. Mit 14 gründet er seine erste Band „Estanas“, zusammen mit Schulfreunden und Kumpels aus dem Kindergarten. Daraus entstehen später die „Polkabeatz“, die bis heute mit Blasmusik auf den Bühnen der Region für Stimmung sorgen.

Als Teenager organisiert er seine erste eigene Veranstaltung – ein Fußballturnier, geplant auf einem 386er-PC, gekauft vom Geld aus den Geschenkumschlägen zur Kommunion. Kurz darauf holt er zum „Thüringer Schülerband-Treffen“ 16 Bands und hunderte Besucher nach Diedorf.
Studium, Karriere und der große Schritt zurück in die Heimat
Nach dem Abitur am Gymnasium in Lengenfeld unterm Stein verschafft ihm sein Elan weitere Möglichkeiten: Ein Betriebswirtschaftsstudium in Erfurt, Praxissemester bei Landeswelle Thüringen, später ein weiterer Studienabschluss als Diplom-Event-Manager. Mehler sammelt Erfahrungen beim Radio-Verbund Regiocast (Leipzig) – eine Hausnummer in der Veranstaltungsbranche in Mitteldeutschland.
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Dort sorgt er gemeinsam mit seinem Team, zu dem damals auch der Mühlhäuser Moderator Maik „Scholle“ Scholkowsky gehört, für reihenweise Event-Ideen, wie die Loveparade in Diedorf oder ein Tretbootrennen auf der Elbe. „Wir haben viele verrückte Geschichten gemacht“, sagt Mehler, „eine tolle Zeit.“

Irgendwann sei aber der Punkt einer Entscheidung für ihn und Freundin Teresa gekommen. „Eine Familie gründen, das wollten wir zu Hause im Südeichsfeld.“ Die junge Frau aus Bebendorf studiert damals Lehramt in Kassel. Beide treffen sich an den Wochenenden in der Heimat.

Der Entschluss fällt leichter, weil ihre Vision von einem Leben in der Region konkrete Formen annimmt: Familie, Hausbau, die Gründung der eigenen Firma „Konzepthafen“ im Jahr 2018 – ein Meilenstein. Christian und Teresa kennen sich nun seit 20 Jahren, sind mittlerweile verheiratet. Sie arbeitet als Lehrerin für Deutsch und Sport am Gymnasium in Leinefelde.
Familie und Freunde finanzieren den Festival-Start
Der Weg der Selbstständigkeit ist nicht leicht: Kurz nach dem Neustart kommt Corona. Auf und ab. Die Firma erfindet sich immer wieder neu: Marketing, Eventagentur, Gastronomie. Und dann die Vision vom größten Blasmusik-Festival Mitteldeutschlands.
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Im Jahr 2020 ist dessen Geburtsstunde, damals noch an der Heimatalm am Werratalsee. Was zunächst als kostspieliges Experiment beginnt, entwickelt sich zu einem jährlichen Highlight im Unstrut-Hainich-Kreis. „Es war ein Wagnis, besonders in den ersten Jahren“, gibt Mehler zu. Kredite von Banken gibt es keine, also legen Familie, Freunde und Unterstützer zusammen, um die Idee zu realisieren.
Mehler hat den richtigen Riecher. Eine derartige Veranstaltung, ein Mix aus Party-Blasmusik und Volksfest, ist einzigartig in der Region. 15.000 Besucher kamen 2025. In diesem Jahr sollen es ähnlich viele werden. Das Festival ist auf gutem Weg in die schwarzen Zahlen.

Familie, Freunde und Heimatliebe stehen im Mittelpunkt
Mehler weiß, dass all seine Projekte nur deshalb gelingen, weil ihn ein starkes Netzwerk aus Freunden und Familie trägt: „Das macht mich stolz.“ Das Biergarten-Festival bedeutet Gemeinschaftssinn. Es sind Geschwister, Eltern, Dutzende Kumpels, die mit anpacken.
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Christian Mehler ist ein Mann, der Herausforderungen liebt und die Achterbahnfahrt nicht scheut, wenn das Ziel klar ist. Doch hinter seinen Projekten steckt mehr als der Wunsch nach Erfolg. „Ich mache das, weil ich Menschen in meiner Heimat glücklich machen will“, sagt er. Vielleicht liegt darin das Erfolgsgeheimnis seiner Events.
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Das Biergarten-Festival 2026 beginnt am Donnerstag, 30. Juli. Vier Tage lang wird auf vier Bühnen auf dem Gaiberg gefeiert. Tickets und Programm unter www.biergarten-festival.de








