Am Dienstag war ein Carport in Nägelstedt in Flammen aufgegangen. Der Brand hatte teilweise auf ein Wohnhaus übergegriffen und einen Sachschaden von mehr als 200.000 Euro verursacht.

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Wie die Landespolizeiinspektion Nordhausen am Freitag mitteilt, haben Kripo-Beamte und ein Sachverständiger am Donnerstag den Brandort untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass ein technischer Defekt eines elektrischen Gerätes vermutlich zum Brand geführt hat. Eine Straftat wird ausgeschlossen.
Feuer zerstört Wohnhaus und Familienleben
Das Feuer hat nicht nur ein Wohnhaus zerstört, sondern auch das Leben einer Familie auf den Kopf gestellt.
Am Dienstagmittag war das Feuer im Flachbau an der Straße „Am Backsberg“ ausgebrochen. Binnen weniger Minuten stand das Dach in Flammen, die Rauchsäule war weit über das Dorf hinaus sichtbar. Die Bewohner – Tina und Ronny mit ihrer Familie – konnten sich unverletzt retten. Doch ihr Zuhause und sämtliche Vorräte für ihre „Unstrut-Hütte“, eine kleine Gastronomie im Ort, wurden vernichtet.
Spendenaktion bringt bereits über 30.000 Euro
Noch am Abend startete die Schwester der Betroffenen, Maja Seifert, eine Spendenkampagne. „In kürzester Zeit haben sie alles verloren“, schreibt sie in ihrem Aufruf. Die Resonanz ist groß: Über 500 Menschen haben bislang gespendet, über 30.000 Euro sind bereits zusammengekommen. Die Unterstützung soll der Familie helfen, zumindest die finanziellen Sorgen nach dem Verlust ihres Hauses und der Lebensgrundlage etwas zu lindern. „Wir danken euch von Herzen“, heißt es von den Betroffenen.
Feuerwehr Bad Langensalza im Dauereinsatz
Für die Feuerwehr Bad Langensalza endete der Einsatz am Brandort zwar gegen 20 Uhr am Dienstagabend, doch die Arbeit war damit längst nicht vorbei. „Wir hatten noch gut zwei Stunden Nachbereitung auf der Wache“, erklärt Einsatzleiter Steven Dierbach.
Schläuche, Atemschutzgeräte und Kleidung mussten komplett getauscht, gereinigt und neu vorbereitet werden. Bereits gegen Mitternacht rückten die Retter erneut zu einer Notöffnung aus. Am Mittwochmorgen folgte der nächste Kraftakt: Schläuche waschen, Atemschutz reinigen und füllen, Fahrzeuge und Technik prüfen. „Die Arbeit, die jetzt ansteht, ist enorm“, sagt Dierbach.
Belastung vor dem Mittelalterstadtfest
Die Feuerwehr steht zudem vor der nächsten Herausforderung: dem Mittelalterstadtfest in Bad Langensalza. Dort müssen die Kräfte den Aufbau begleiten und über das Wochenende hinweg in Schichten für Sicherheit sorgen. Für die hauptamtlichen wie ehrenamtlichen Helfer bedeutet das zusätzliche Belastung, nur Stunden nach dem kräftezehrenden Brandeinsatz in Nägelstedt.
Dennoch zeigt sich Einsatzleiter Dierbach zufrieden: „Durch das Öffnen des Daches haben wir die Glutnester vollständig löschen können. Eine spätere Nachkontrolle durch die Nägelstedter Wehr blieb ohne besondere Feststellung“ – das Feuer war endgültig aus.
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Wer der betroffenen Familie helfen möchte, kann dies hier tun: https://www.gofundme.com/f/wohnhausbrand-in-nagelstedt
Daniel Volkmann, red




