Illegale Müllablagerung im Mühlhäuser Stadtwald – Polizei sucht Zeugen

Mühlhausen. Spaziergänger haben am Samstagvormittag im Mühlhäuser Stadtwald unweit des Spittelbrunnens eine unschöne Entdeckung gemacht: Unbekannte hatten dort Farbeimer und weitere Utensilien aus Handwerksarbeiten entsorgt. Darüber informiert die Polizei.

Täglich

Der Newsletter für Unstrut-Hainich

Alle wichtigen Informationen aus dem Unstrut-Hainich-Kreis, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

„Bei den Hinterlassenschaften handelt es sich eindeutig um Rückstände von Handwerkstätigkeiten. Derartige Ablagerungen sind nicht nur ein Ärgernis, sondern stellen auch eine Straftat dar“, sagte ein Sprecher der Polizei auf Anfrage.

Nach den bisherigen Erkenntnissen begaben sich die Täter zwischen Freitag und Samstag in das Waldgebiet. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen unerlaubten Umgangs mit Abfällen eingeleitet.

Die Beamten bitten um Hinweise: Wer im genannten Zeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich des Stadtwaldes beobachtet hat, soll sich unter der Telefonnummer 03601/451-0 melden. Das Aktenzeichen lautet 232979. red

Landessieg für Großengottern: Schülerinnen geehrt

Eva Nemela (Mitglied im Vorstand der Körber-Stiftung) und der Thüringer Ministerpräsident, Mario Voigt, überreichten persönlich die Urkunden an Alma, Paula und Tutor Matthias Schwarzkopf.
Eva Nemela (Mitglied im Vorstand der Körber-Stiftung) und der Thüringer Ministerpräsident, Mario Voigt, überreichten persönlich die Urkunden an Alma, Paula und Tutor Matthias Schwarzkopf.© Claudia Höhne/Körber-Stiftung

Erfurt/Großengottern. Alma und Paula Schwarzkopf vom Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium Großengottern haben den Landessieg beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2024/25 gewonnen. Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) überreichte jetzt im Erfurter Rathaus die Urkunden an die beiden Schülerinnen und ihren Tutor Matthias Schwarzkopf.

Auch interessant

Die preisgekrönte Arbeit „Ausgegrenzt, aber nicht vergessen“ beleuchtet die Geschichte der Leprakranken im Spittel Großengottern. Interviews und historische Recherchen zeigen, wie die Erkrankten aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen, aber gleichzeitig von der Gemeinschaft umsorgt wurden – etwa durch eine Öffnung in der Kapellenwand, die ihnen die Teilnahme an Gottesdiensten von außen ermöglichte. red

Einweihung der neuen Grillhütte in Diedorf am 13. September

Diedorf. Lange wurde geplant, viel wurde gebaut – und nun ist es endlich so weit: Am Samstag, 13. September, wird die neue Grillhütte in Diedorf offiziell eingeweiht.

Das Projekt hat seinen Ursprung im Sommer 2024, als erste Pläne für die Erneuerung der alten Grillhütte entstanden. Nach der Bürgerbeteiligung im Juni 2024 und dem Abriss der alten Hütte Ende August, bei dem viele Helfer mit angepackt hatten, begann im Oktober der Wiederaufbau. Fundamente, Holzbretter, Außenverkleidung, Vorderseite, Giebel und schließlich die Rückseite – Schritt für Schritt entstand ein neues Stück Dorfgemeinschaft.

Jeder Arbeitseinsatz war geprägt von Engagement, Teamgeist und gegenseitiger Unterstützung. Während einige mit Hammer, Säge und Schrauben arbeiteten, sorgten andere für Organisation und Verpflegung. „Dieser Erfolg ist nur durch die vielen freiwilligen Helfer möglich, die ihre Zeit und Energie für die Dorfgemeinschaft eingesetzt haben“, betont der Heimatverein.

Mit der neuen Grillhütte erhält Diedorf nicht nur ein funktionales Bauwerk, sondern auch ein Symbol für Zusammenhalt und Gemeinschaft – das am 13. September erstmals offiziell genutzt und gefeiert werden kann. red

Stadt verkauft kommunales Gebäude zum Wohnen

Bothenheilingen. Der Stadtrat Nottertal-Heilinger Höhen hat den Verkauf des städtischen Wohnhauses in der Blumenstraße 22 auf den Weg gebracht. Das Gebäude umfasst vier Wohnungen, von denen derzeit nur eine bewohnt ist.

Nach Angaben der Verwaltung sind die übrigen Wohnungen aufgrund von Schimmelbefall und erheblichem Sanierungsstau seit Jahren nicht mehr nutzbar. Eine wirtschaftlich tragfähige Wiederherstellung sei angesichts des bestehenden Angebots an Mietwohnungen im Ort nicht möglich. Bereits mehrfach hätten Interessenten Kaufabsichten geäußert.

Der Stadtrat beschloss nun, das Grundstück mit rund 579 Quadratmetern öffentlich auszuschreiben. Über den endgültigen Verkauf soll nach Auswertung der Angebote vom Stadtrat entschieden werden. cb

Trauerhalle in Schlotheim kann saniert werden

Schlotheim. Die Trauerhalle in Schlotheim soll umfassend saniert werden. Der Stadtrat Nottertal-Heilinger Höhen stimmte dafür, die erforderlichen Planungsleistungen auszuschreiben.

Hintergrund sind erhebliche Schäden am Gebäude, insbesondere im Anbau zwischen Alt- und Neubau. Diese beeinträchtigen die Nutzung zunehmend. Zwar sei die Halle nach Einschätzung der Verwaltung kurzfristig noch verwendbar, für eine dauerhafte Nutzung müsse jedoch grundlegend saniert werden.

Auf dem Friedhof in Schlotheim soll die Trauerhalle saniert werden.
Auf dem Friedhof in Schlotheim soll die Trauerhalle saniert werden.© Archiv | Daniel Volkmann

Der Bauausschuss hatte die Beschlussvorlage zuvor empfohlen. Mit dem Stadtratsbeschluss ist nun der erste Schritt für die Sanierung getan.

Nach Aussage von Landgemeinde Bürgermeister Alexander Blankenburg (parteilos) gebe es größere Schäden an den Schwellen, Stielen und Fundamenten. Das Dachtragwerk und die Sprengwerke seien dagegen augenscheinlich noch in Ordnung.

Die Sanierung und der Teil-Neubau der Trauerhalle in Schlotheim werden nach Aussage von Blankenburg wahrscheinlich das einzige Hochbauprojekt im Jahr 2026 werden.

Auch eine andere Trauerhalle in der Stadt ist seit Jahren ein Sorgenkind: die in Mehrstedt. Dort aber sind die Sanierungsbemühungen weiter vorangeschritten. Im Juni gab es den Zuwendungsbescheid vom Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und ländlichen Raum über das Förderprogramm Leader.

In der neuen Trauerhalle sollen 24 Sitzplätze entstehen. Angedacht ist ein einfacher Baukörper in Holzrahmen-Bauweise mit Satteldach. Die natürliche Belichtung erfolgt über Fenster an der Ost- und Westseite sowie über die Terrassentür an der Südseite. An der Nordseite wird eine Nebeneingangstür vorgesehen, über die auch die Särge und Urnen in das Gebäude gelangen sollen sowie die bei der Trauerfeier erforderlichen Ausstattungsgegenstände und die Floristik.

Manko: Das Gebäude bleibt im Wesentlichen unbeheizt. Um dennoch auch Trauerfeiern in der kalten Jahreszeit gewährleisten zu können, sind Elektroheizkörper geplant, die im Bedarfsfall eingeschaltet werden können, heißt es vom Landgemeinde-Bürgermeister.

Vor dem Gebäude wird ein überdachter Bereich mit einer Fläche von sieben mal vier Meter eingerichtet, der als Unterstand dienen soll für weitere Gäste. Der Rohbau für das Gebäude soll noch in diesem Jahr stehen.

Blankenburg geht davon aus, dass die neue Trauerhalle für Mehrstedt etwa 130.000 Euro kostet, knapp zwei Drittel des Geldes stammt aus dem Förderprogramm Leader.

Schlotheims Wahrzeichen wächst wieder

Schlotheim. Die historische Turmwindmühle in Schlotheim soll wieder ihre Flügel bekommen. Etwa 100.000 Euro wird das die Stadt Nottertal-Heilinger Höhen kosten. Etwa die Hälfte des Geldes kommt vom Förderprogramm Leader, kündigt zur jüngsten Stadtratssitzung Landgemeinde-Bürgermeister Alexander Blankenburg (parteilos) an. Der wurde von seinem Stadtrat nun ermächtigt, die entsprechenden Aufträge an die Firmen zu vergeben.

Die Windmühle in Schlotheim soll ihre Flügel wiederbekommen.
Die Windmühle in Schlotheim soll ihre Flügel wiederbekommen. © Archiv | Daniel Volkmann

Die letzten Teile der Flügel wurden Anfang der 1990er aus Sicherheitsgründen demontiert, erinnert Blankenburg. Als prägendes Gebäude solle die Mühle wieder erkennbar werden und deshalb Flügel bekommen. Dafür habe der Verein bereits Kontakt mit einer Mühlenbaufirma aufgenommen. Es liegen laut Brandenburg technisch fundierte Pläne vor.

Die Rekonstruktion des letzten Betriebszustandes sei geplant. Wieder nachgebildete Jalousie-Flügel, allerdings ohne Jalousie-Klappen, werden angebracht.

Weitere aktuelle Meldungen aus dem Unstrut-Hainich-Kreis

Wegen der längeren Haltbarkeit und weil Flügel und Windrose nicht bewegt werden, sollen beide in Stahl gefertigt werden. Geplant ist, eine Außenbeschichtung anzubringen, die eine lange Haltbarkeit garantiert. cb