Landgemeinde Nottertal-Heilinger Höhen bereitet nächste Sitzung des Kriminalpräventiven Rats vor

Schlotheim. Am Freitag, 24. Oktober, wird im Heimat- und Technikmuseum Obermehler die nächste Sitzung des Kriminalpräventiven Rats der Landgemeinde Nottertal‑Heilinger Höhen stattfinden. Ab 15 Uhr werden unter anderem der Thüringer Innenminister Georg Maier (SPD) sowie der Unstrut-Hainich-Landrat Thomas Ahke (Freie Wähler) und der Landgemeidne-Bürgermeister Alexander Blankenburg (parteilos) und Polizeichef Marcus Bürgel erwartet.

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Der Kriminalpräventive Rat hat sich in der Region als ein Forum für die Sicherheits- und Ordnungsarbeit etabliert. Er wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, Prävention vor Ort durch die Zusammenarbeit von Verwaltung, Polizei, Vereinen und anderen Akteuren zu stärken. Zuletzt stand das Thema Sicherheit in Bussen im Fokus.

Mittelalterliche Gassen, Hexenverfolgung und Pest – ein Gänsehaut-Erlebnis

Mühlhausen. Für Freitag, 24. Oktober, um 21 Uhr lädt die Tourist-Information zur Führung „Schauriges Mühlhausen“ ein. Besucherinnen und Besucher tauchen ein in die düsteren Kapitel der mittelalterlichen Reichsstadt.

Unterwegs auf den historischen und verwinkelten Straßen geht es um Gerichtsbarkeit, alte Gefängnisse, Richtstätten, Hexenverfolgung sowie das Leben in Zeiten von Antoniusfeuer und Pest. „Unsere Gäste erleben Geschichte hautnah – nicht in Form trockener Fakten, sondern mit Gänsehaut-Garantie“, sagt Cindy Michael von der Tourist-Information Mühlhausen.

Der Treffpunkt der etwa 90-minütigen Tour ist die Tourist-Information in der Ratsstraße 20. Eine Anmeldung ist im Vorfeld erforderlich. Da einige Inhalte nichts für Kinder sind, ist die Führung nicht für Kinder geeignet.

Die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro. Weitere Informationen und Anmeldungen unter der Telefonnummer 03601 / 404770 oder direkt vor Ort in der Tourist-Information. red

Vortrag: Als Mühlhausens Kindergärten evangelisch wurden

Mühlhausen. Die kurze Zeit der amerikanischen Besetzung Mühlhausens am Ende des Zweiten Weltkrieges scheint kaum bleibende Spuren hinterlassen zu haben. Doch dem ist nicht so. Die Kindergärten in der Stadt befanden sich seit Mitte der 1930er Jahre vollständig in Trägerschaft der NS Volkswohlfahrt, und das war nun nicht mehr akzeptabel.

Ausgehend davon, dass der Kindergarten in der Jakobistraße sich bis 1936 in Trägerschaft der evangelischen Kirche befunden hatte, trug die amerikanische Militäradministration im Mai 1945 der evangelischen Kirche die Übernahme dieses und der anderen Kindergärten in der Stadt an. Die Kirche stellte sich dieser Aufgabe, und so wurden die Mühlhäuser Kindergärten evangelisch.

Diesem Thema widmet sich der Vortrag „Die kurze Zeit der amerikanischen Besetzung Mühlhausens am Ende des Zweiten Weltkrieges scheint kaum bleibende Spuren hinterlassen zu haben. Doch dem ist nicht so. Die Kindergärten in der Stadt befanden sich seit Mitte der 1930er Jahre vollständig in Trägerschaft der NS Volkswohlfahrt, und das war nun nicht mehr akzeptabel. Ausgehend davon, dass der Kindergarten in der Jakobistraße sich bis 1936 in Trägerschaft der evangelischen Kirche befunden hatte, trug die amerikanische Militäradministration im Mai 1945 der evangelischen Kirche die Übernahme dieses und der anderen Kindergärten in der Stadt an. Die Kirche stellte sich dieser Aufgabe, und so wurden die Mühlhäuser Kindergärten evangelisch.

Diesem Thema widmet sich der Vortrag „Als Mühlhausens Kindergärten evangelisch wurden. Zur Neugestaltung der Kinderbetreuung nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges“ von Ingrid Piontek am Mittwoch, dem 22. Oktober, 19 Uhr in der Stadtbibliothek Jakobikirche. Alle Interessenten sind hierzu herzlich eingeladen – wie immer ist der Eintritt frei.

Pittiplatsch im Zauberwald – die Kinderstars auf Tour

Bad Langensalza. Der freche Kobold Pittiplatsch sorgt seit über 60 Jahren für Spaß und Freude bei Groß und Klein. Am 26. Oktober 2025 um 10.30 Uhr gastiert er mit seinem neuen Programm im Kultur- und Kongresszentrum Bad Langensalza. Gemeinsam mit seinen Freunden Schnatterinchen, Moppi, Herr Fuchs und Frau Elster erlebt Pitti eine spannende Reise durch den Zauberwald – voller lustiger Überraschungen, Lieder, Tänze und einer ordentlichen Portion Schabernack.

Die Vorstellung dauert 60 Minuten, geeignet für Kinder ab drei Jahren. Tickets sind erhältlich in der Tourist-Information Bad Langensalza sowie an der Tageskasse. red

Thüringer Landesausstellung „freiheyt 1525“ erreicht 67.000 Besucher

Mühlhausen. Nach 177 Tagen Laufzeit ging am Sonntag die Thüringer Landesausstellung „freiheyt 1525 – 500 Jahre Bauernkrieg“ zu Ende – mit einer beeindruckenden Bilanz: 67.000 Besucherinnen und Besucher, über 600 Führungen und rund 50 Begleitveranstaltungen machten die Schau zu einem der herausragenden Ereignisse des Thüringer Kulturjahres 2025.

Jubiläum 500 Jahre Bauernkrieg
Die Thüringer Landesausstellung „Freiheyt 1525 - 500 Jahre Bauernkrieg“ erreichte in Mühlhausen 67.000 Besucher. © dpa | Martin Schutt

Die Ausstellung wurde von den Mühlhäuser Museen präsentiert. Seit Ende wurden die Ursachen, der Verlauf und die Nachwirkungen des Bauernkriegs anhand von über 400 Exponaten von mehr als 80 Leihgebern anschaulich dargestellt. Das Begleitprogramm reichte von wissenschaftlichen Vorträgen über Filmabende bis zu speziellen Angeboten für Schulen, Gruppen und Familien. Besonders beliebt waren die Führungen, die stets große Nachfrage verzeichneten.

Der Schirmherr, Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU), lobte die Ausstellung: „Diese großartige Thüringer Landesausstellung hat Geschichte greifbar gemacht – nicht als ferne Vergangenheit, sondern als Teil unserer demokratischen DNA. Die überwältigende Resonanz zeigt: Geschichte berührt, wenn sie mit Überzeugung und inspiriert von neuen Ideen erzählt wird.“ Voigt betonte, dass die Schau den Mut, die Zweifel und Hoffnungen der Menschen von damals lebendig werden ließ und erinnerte daran, dass Freiheit kein Selbstverständnis ist, sondern täglich erkämpft werden muss.

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer ergänzte: „Der Bauernkrieg ist ein wichtiger Teil der deutschen Geschichte. Mit dem dezentralen Gedenken in Deutschland wurde er in Beziehung zu unserer Gegenwart gesetzt, und wichtige Debatten wurden angestoßen. Die Landesausstellung hat wesentlich dazu beigetragen, den Bauernkrieg als Teil der gesamtdeutschen Erinnerungskultur lebendig zu halten.“

Susanne Kimmig-Völkner, Direktorin der Mühlhäuser Museen, zieht ebenfalls ein positives Fazit: „Mit dieser Landesausstellung ist es uns gelungen, Geschichte lebendig zu machen. Die Begeisterung des Publikums zeigt, wie sehr die Fragen nach Freiheit, Gerechtigkeit und Mitbestimmung auch 500 Jahre nach dem Bauernkrieg berühren.

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Mit dem Ende der Ausstellung schließen die beteiligten Häuser zunächst für Umbauarbeiten und werden im Frühjahr 2026 wieder geöffnet. Geöffnet bleiben bis dahin die Historische Wehranlage mit der Fotoausstellung „Lebendige Zeit – Annäherung an den Bauernkrieg“ sowie das Kulturhistorische Museum mit den Dauerausstellungen „Mühlhäuser Stadtgeschichten“ und „Unstrut-Hainich tiefgründig“. red