Die Reha-Klinik „An der Salza“ in Bad Langensalza hilft derzeit einem Promi wieder auf die Beine zu kommen. Helfried Müller, Co-Trainer des Thüringer Handball-Clubs (THC), hatte eine Hüft-Operation. Nun trainiert der 59-Jährige hart, um wieder fit zu werden. Denn er will so schnell wie möglich wieder mit den Bundesliga-Frauen in der Halle stehen.

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„Ich muss immer meinen inneren Schweinehund überwinden, denn beim Sporttreiben bin ich kein fleißiger Mensch“, gesteht Müller, der sich selbst als „nicht dünn“ bezeichnet. Doch die Sehnsucht nach dem TCH treibt ihn jetzt an. Er bildet inzwischen seit 16 Jahren mit seinem Bruder Herbert Müller ein erfolgreiches Trainergespann bei den Handball-Frauen.

Helfried Müller
Helfried Müller gibt in der Reha alles. Seine behandelnde Ärztin, Dr. Constanze Liebe, muss ihn manchmal einbremsen. Der 59-Jährige hat sich fest vorgenommen, am Ball zu bleiben und auch später regelmäßig zu trainieren.© Funke Medien Thüringen | Sabine Spitzer

Hufeland-Krankenhaus ermöglichte ihm Spiel-Besuch in Bad Langensalza

„Jetzt habe ich eine Kampfnarbe“, sagt Müller grinsend. Die Schmerzen in der linken Hüfte hatte er lange ausgehalten. „Es war eine Qual“, blickt er zurück. Wenn er seine THC-Handballerinnen trainierte, schaffte er es nicht einmal mehr, zwei Stunden am Stück zu stehen. Zuletzt konnte er bei Busfahrten zu den Spielen auch nicht mehr sitzen. „Die OP hat meine Lebensqualität schon jetzt enorm erhöht“, sagt er erleichtert.

Thüringer HC: Co-Trainer Helfried Müller mit Grüßen aus der Reha

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    Am 21. Oktober war Helfried Müller im Hufeland-Klinikum in Bad Langensalza operiert worden. Dort hatte das Krankenhaus ihm eine besondere Überraschung bereitet. Nur vier Tage nach dem Einsetzen des künstlichen Hüftgelenks fuhr der Operateur Volker Dürer mit ihm in die Salza-Halle. Dort durfte er das Spiel seines Handball-Teams gegen Oldenburg von der Tribüne aus verfolgen. „Ich hätte im Krankenhaus keine ruhige Sekunde gehabt“, freut sich Müller noch immer.

    Helfried Müller
    Volker Dürer, Operateur am Hufeland-Klinikum, hatte den Co-Trainer des THC zum Handballspiel seines Teams in die Salza-Halle gefahren, damit er das Spiel von der Tribüne aus verfolgen konnte. Die Hüftoperation hatte das Endoprothetikzentrum-Team um Chefarzt Levon Ghazaryan durchgeführt.© Hans Joachim Steinbach

    Dass er sich in Bad Langensalza operieren lässt und die Reha in der Celenus-Klinik absolviert, war für den 59-Jährigen von Anfang an klar. „Der THC weiß zu schätzen, wie wichtig die Stadt ist, und wir fühlen uns hier sehr wohl“, sagt er. „Außerdem bin ich hier im Krankenhaus und in der Reha-Klinik in den besten Händen, ich wurde gut aufgepäppelt.“ Alle seien nett und professionell: von der Putzfrau bis hin zum Behandlungsteam.

    Patienten erkennen den Promi in der Reha-Einrichtung

    Müller sieht sich selbst nicht als Promi. Dennoch wird er in der Reha natürlich erkannt. „Immer wieder sprechen mich Patienten an und wollen alles über den THC wissen“, berichtet er. Sein Bruder kommt regelmäßig vorbei. Auch etliche der Bundesliga-Handballerinnen waren schon zu Besuch.

    Helfried Müller mit der Direktorin der Reha-Klinik Monique Pirskowitz (links) und Dr. Constanze Liebe. Der Co-Trainer war der Ärztin als Patient ihr zugelost worden.
    Helfried Müller mit der Direktorin der Reha-Klinik Monique Pirskowitz (links) und Dr. Constanze Liebe. Der Co-Trainer war der Ärztin als Patient ihr zugelost worden.© Funke Medien Thüringen | Sabine Spitzer

    Mit Dr. Constanze Liebe, die ihn behandelt und Leitende Oberärztin der Abteilung Orthopädie ist, plaudert Helfried Müller ebenfalls gern über den THC. Die Ärztin hat früher selbst Handball gespielt. Sie war Torhüterin, musste aber nach einem Sportunfall aufhören. „Ich muss Herrn Müller manchmal bremsen“, berichtet sie. Denn der Co-Trainer fordert sich beim Training im Kraftraum oftmals zu sehr.

    „Ich will wieder in der Halle stehen und auch mal einen Ball kicken können“, erklärt Helfried Müller seine enorme Motivation. Für seine Gesundheit hatte er schon vor einigen Jahren das Rauchen aufgegeben.

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    Am Montag ist die dreiwöchige Reha vorbei und er wird entlassen. Danach will er in der Celenus-Klinik das Intensivierte Reha-Nachsorge-Programm (IRENA) absolvieren.