Er galt als der König der Steinkreuze. Frank Störzner kannte alle 650 Steinkreuze in Thüringen und war auch oft im Unstrut-Hainich-Kreis unterwegs, um sie zu erforschen. Nun ist der Historiker, der in Kleinmölsen im Landkreis Sömmerda lebte, im Alter von 67 Jahren verstorben. Mit ihm verliert die Forschung im gesamten Freistaat Thüringen eine bedeutende Persönlichkeit.

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Alles begann 1972, als Frank Störzner noch Schüler war. Während einer Wanderung mit seinen Eltern zur Mühlburg fand der gebürtige Erfurter ein umgebrochenes Steinkreuz. Das ließ ihm keine Ruhe. Er rief im Museum für Ur- und Frühgeschichte in Weimar an und wollte wissen, was es damit auf sich hat. Doch einen Überblick über diese Denkmale gab es damals in Thüringen nicht.
Seine Leidenschaft wurde mit dem Denkmalschutzpreis gewürdigt
Dieses Erlebnis war der Funke, der schnell zu einem Feuer entfacht war. 40 Jahre lang suchte Störzner nach Steinkreuzen, Gedenksteinen und Bildstöcken und kämpfte für ihren Erhalt. Auch im Unstrut-Hainich-Kreis ging er in den Stadt- und Kreisarchiven ein und aus, um in den Quellen zu recherchieren. Für das Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie war er als ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger tätig – neben seiner Arbeit im Druckhaus dieser Zeitung.
1996 erhielt er für sein Engagement den Thüringer Denkmalschutzpreis. 1997 wurde er als „Verdienter Thüringer” ausgezeichnet. Sein 1984 erschienenes Buch „Steinkreuze in Thüringen“, als er Mitte 20 war, gilt bis heute als Standardwerk.
Auch der hiesigen Region hinterlässt der heute 67-Jährige ein literarisches Erbe. Er schrieb zusammen mit Harald Rockstuhl aus Bad Langensalza das „Hainich Geschichtsbuch“. Zudem verfassten beide die „Geschichte der Jagdhütte am Pfaffenrain und des Craulaer Kreuzes im Hainich“, die derzeit vergriffen ist.
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Störzner starb bereits am 27. Dezember. Ein Trauergottesdienst mit anschließender Urnenbeisetzung findet am 31. Januar in Kleinmölsen statt.








