Zusammenfassung
- Auf der Baustelle der B247 im Unstrut-Hainich-Kreis gibt es derzeit nur wenig sichtbare Bauarbeiten, was Gerüchte über einen Baustopp und sogar die Insolvenz der Baufirma ausgelöst hat.
- Die Projektgesellschaft versichert jedoch, dass der Bau wie geplant fortgesetzt wird und die ruhige Phase vor allem auf das Wetter zurückzuführen ist.
- Die Freigabe der gesamten Strecke ist weiterhin für Sommer 2026 geplant, ein Teil ist bereits befahrbar.
Im Unstrut-Hainich-Kreis brodelt die Gerüchteküche: Auf der Baustelle der neuen B247 zwischen Bad Langensalza und Mühlhausen herrscht Stillstand. Nur wenige Bauarbeiter an der Strecke, die großen Baufahrzeuge fehlen – prompt kursieren Spekulationen über einen möglichen Baustopp. Sogar von einer Insolvenz des Bauunternehmens ist die Rede.

Befeuert werden diese Gerüchte durch die angespannte Wirtschaftslage in der Baubranche und im Mittelstand sowie durch jüngste Schlagzeilen über den französischen Baukonzern Vinci. So hatte eine Tochtergesellschaft, die Vinci Construction Geoinfrastructure Deutschland GmbH, Medienberichten zufolge einen Großauftrag über 244 Millionen Euro verloren. Grund sollen Verzögerungen und Qualitätsprobleme beim Bau der Stromtrasse Südostlink von Auftraggeber Tennet gewesen sein.
Bilder und Video: Freigabe der B247 im Unstrut-Hainich-Kreis steht bevor
So kochen seit Tagen Gerüchte hoch, dass auch der Weiterbau der B247 im Unstrut-Hainich-Kreis ins Stocken geraten oder sogar gestoppt worden sein könnte.

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Eine Anfrage unserer Redaktion bei der Via Mühlhausen Thüringen, die als Projektgesellschaft für den Neu- und Ausbau der B247 verantwortlich ist, soll Klarheit schaffen. Pressesprecherin Claudia Steen äußert sich zwar nicht zu den Vorgängen bei Vinci Deutschland, stellt aber klar, dass es für den Weiterbau der neuen Bundesstraße im Unstrut-Hainich-Kreis keinen Baustopp gibt.
Asphaltarbeiten pausieren wetterbedingt – Fortsetzung bei Wärme
„An den Aussagen der vergangenen Woche hat sich nichts geändert. Die Vorbereitungen für den Baustart nach der Winterpause laufen. Die Via Mühlhausen Thüringen und die Bau-Arge bauen weiter, sobald es das Wetter zulässt.“ In den kommenden Tagen sollen die sichtbaren Bautätigkeiten auf der Strecke wieder zunehmen.
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Der aktuell ruhige Eindruck auf der Baustelle ist demnach der Witterung, aber auch dem Baufortschritt geschuldet. Für die nächsten Bauabschnitte werden dauerhaft höhere Temperaturen benötigt, damit die Asphaltarbeiten wieder aufgenommen werden können. Asphaltwerke müssen ihre Produktion wieder voll hochfahren.

Dass derzeit kaum große Maschinen zu sehen sind, liegt daran, dass die großen Erdarbeiten weitgehend abgeschlossen sind. Ein Teil der schweren Baumaschinen wurde nach Informationen unserer Redaktion weiterverkauft. Andere Großgeräte wurden an andere Standorte transportiert, unter anderem zum Hauptsitz des Vinci-Konzerns nach Frankreich.
Konzern übertrifft Erwartungen und erreicht neues Allzeithoch
Am Fertigstellungstermin der neuen Bundesstraße hat sich nichts geändert. Die Verkehrsfreigabe der Gesamtstrecke ist für Sommer 2026 geplant. Der Abschnitt zwischen Großengottern und Bad Langensalza ist bereits freigegeben.
Der finanzielle Hintergrund: Der Vinci-Konzern ist ein weltweit führendes französisches Unternehmen in den Bereichen Konzessionen, Bau und Energietechnik. Mit über 280.000 Mitarbeitern in rund 120 Ländern realisiert der Konzern Infrastrukturprojekte, betreibt Autobahnen und Flughäfen und bietet Lösungen für Energie- und Digitaltransformation.
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Der Konzern präsentiert sich Anfang 2026 in einer sehr soliden finanziellen Verfassung und hat mit seinen Ergebnissen für das vergangene Geschäftsjahr die Markterwartungen übertroffen. Die Aktie erreichte im Februar 2026 ein Allzeithoch.




































