Zusammenfassung

  • Auf der Baustelle der B247 im Unstrut-Hainich-Kreis gibt es derzeit nur wenig sichtbare Bauarbeiten, was Gerüchte über einen Baustopp und sogar die Insolvenz der Baufirma ausgelöst hat.
  • Die Projektgesellschaft versichert jedoch, dass der Bau wie geplant fortgesetzt wird und die ruhige Phase vor allem auf das Wetter zurückzuführen ist.
  • Die Freigabe der gesamten Strecke ist weiterhin für Sommer 2026 geplant, ein Teil ist bereits befahrbar.

Im Unstrut-Hainich-Kreis brodelt die Gerüchteküche: Auf der Baustelle der neuen B247 zwischen Bad Langensalza und Mühlhausen herrscht Stillstand. Nur wenige Bauarbeiter an der Strecke, die großen Baufahrzeuge fehlen – prompt kursieren Spekulationen über einen möglichen Baustopp. Sogar von einer Insolvenz des Bauunternehmens ist die Rede.

Open Tour Baustellenbesichtigung B247
Quentin Duchateau, der technische Geschäftsführer der Via Mühlhausen Thüringen.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann

Befeuert werden diese Gerüchte durch die angespannte Wirtschaftslage in der Baubranche und im Mittelstand sowie durch jüngste Schlagzeilen über den französischen Baukonzern Vinci. So hatte eine Tochtergesellschaft, die Vinci Construction Geoinfrastructure Deutschland GmbH, Medienberichten zufolge einen Großauftrag über 244 Millionen Euro verloren. Grund sollen Verzögerungen und Qualitätsprobleme beim Bau der Stromtrasse Südostlink von Auftraggeber Tennet gewesen sein.

Bilder und Video: Freigabe der B247 im Unstrut-Hainich-Kreis steht bevor

B247 neu -
Bis Jahresende 2025 soll ein großer Abschnitt der neuen B247 im Unstrut-Hainich-Kreis für den Verkehr freigegeben werden. Die Asphaltarbeiten laufen, wie hier zwischen Bad Langensalza und Schönstedt.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
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Die Strecke wird mit zwei Fahrspuren in jede Richtung ausgebaut.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
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Die Anschlusstelle Bad Langensalza (Gewerbegebiet Nord) ist derzeit noch nicht befahrbar.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
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Zwischen Schönstedt und Bad Langensalza wird auf Hochtouren gearbeitet, um den Termin zu halten.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
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Von der Anschlusstelle Großengottern Nord geht es ab Ende 2025 bis Bad Langensalza und dann weiter auf der Ortsumfahrung Richtung Erfurt.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
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Zwischen der Ortsumfahrung Bad Langensalza und Großengottern Nord (Kreisverkehr, Rewe) soll ab 2026 der Verkehr rollen.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
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Anschlussstelle Großengottern Nord.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
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Anschlussstelle Großengottern Nord.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
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Anschlussstelle Großengottern Nord.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
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Großengottern: Brücke über den Suthbach und die Bahnstrecke.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
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Die alte Landesstraße zwischen Großengottern (Bahnübergang) und Mülverstedt ist künftig nicht mehr für den allgemeinen Straßenverkehr nutzbar. Sie führt künftig lediglich als Wirtschaftsweg über die neue Bundesstraße.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
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Anschlussstelle Bad Langensalza.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
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Anschlussstelle Bad Langensalza.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
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Großengottern Nord© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
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Großengottern Nord© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
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Die Anschlussstelle Schönstedt ist jetzt schon befahrbar.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
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Bad Langensalza Nord: Die Abfahrt ist derzeit nicht nutzbar.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
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Die Asphalt- und Markierungsarbeiten laufen.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
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Bei Schönstedt.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
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Anschlussstelle Schönstedt.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
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Die beiden Häuser bei Großengottern stehen nah an der neuen B247.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
B247 neu / Baustelle
Die Straße von Mühlhausen (hinten links) Richtung Windeberg ist seit Kurzem wieder freigegeben.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
B247 neu / Baustelle
Die Straße von Mühlhausen Richtung Windeberg ist seit Kurzem wieder freigegeben.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
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Die Straße von Mühlhausen (hinten) Richtung Windeberg ist seit Kurzem wieder freigegeben.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
B247 neu / Baustelle
Die Straße von Mühlhausen Richtung Windeberg ist seit Kurzem wieder freigegeben.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann
B247 neu / Baustelle
Hier wurde eine Brücke gebaut, die über die künftige neue B247 führt.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann

So kochen seit Tagen Gerüchte hoch, dass auch der Weiterbau der B247 im Unstrut-Hainich-Kreis ins Stocken geraten oder sogar gestoppt worden sein könnte.

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Eine Anfrage unserer Redaktion bei der Via Mühlhausen Thüringen, die als Projektgesellschaft für den Neu- und Ausbau der B247 verantwortlich ist, soll Klarheit schaffen. Pressesprecherin Claudia Steen äußert sich zwar nicht zu den Vorgängen bei Vinci Deutschland, stellt aber klar, dass es für den Weiterbau der neuen Bundesstraße im Unstrut-Hainich-Kreis keinen Baustopp gibt.

Asphaltarbeiten pausieren wetterbedingt – Fortsetzung bei Wärme

„An den Aussagen der vergangenen Woche hat sich nichts geändert. Die Vorbereitungen für den Baustart nach der Winterpause laufen. Die Via Mühlhausen Thüringen und die Bau-Arge bauen weiter, sobald es das Wetter zulässt.“ In den kommenden Tagen sollen die sichtbaren Bautätigkeiten auf der Strecke wieder zunehmen.

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Der aktuell ruhige Eindruck auf der Baustelle ist demnach der Witterung, aber auch dem Baufortschritt geschuldet. Für die nächsten Bauabschnitte werden dauerhaft höhere Temperaturen benötigt, damit die Asphaltarbeiten wieder aufgenommen werden können. Asphaltwerke müssen ihre Produktion wieder voll hochfahren.

B247 Luftbild Drohne
Die Anschlussstelle Dachrieden/Ammern ist einer der Schwerpunkte beim Bau der B247 bis zur geplanten Fertigstellung im Sommer.© Funke Medien Thüringen | Alexander Volkmann

Dass derzeit kaum große Maschinen zu sehen sind, liegt daran, dass die großen Erdarbeiten weitgehend abgeschlossen sind. Ein Teil der schweren Baumaschinen wurde nach Informationen unserer Redaktion weiterverkauft. Andere Großgeräte wurden an andere Standorte transportiert, unter anderem zum Hauptsitz des Vinci-Konzerns nach Frankreich.

Konzern übertrifft Erwartungen und erreicht neues Allzeithoch

Am Fertigstellungstermin der neuen Bundesstraße hat sich nichts geändert. Die Verkehrsfreigabe der Gesamtstrecke ist für Sommer 2026 geplant. Der Abschnitt zwischen Großengottern und Bad Langensalza ist bereits freigegeben.

Der finanzielle Hintergrund: Der Vinci-Konzern ist ein weltweit führendes französisches Unternehmen in den Bereichen Konzessionen, Bau und Energietechnik. Mit über 280.000 Mitarbeitern in rund 120 Ländern realisiert der Konzern Infrastrukturprojekte, betreibt Autobahnen und Flughäfen und bietet Lösungen für Energie- und Digitaltransformation.

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Der Konzern präsentiert sich Anfang 2026 in einer sehr soliden finanziellen Verfassung und hat mit seinen Ergebnissen für das vergangene Geschäftsjahr die Markterwartungen übertroffen. Die Aktie erreichte im Februar 2026 ein Allzeithoch.