Jetzt steht es fest: Zur Bundestagswahl am 23. Februar werden im Wahlkreis 189 (Wartburg- und Unstrut-Hainich-Kreis) nun doch nur zehn Direktkandidatinnen und -kandidaten antreten. Wer von ihnen die meisten Erststimmen erhält, zieht in den Bundestag ein. Der Wahlausschuss des Kreises hat über die Zulassung der Bewerber entschieden. Auf dem Stimmzettel werden demnach stehen: Stefan Möller (AfD), Tina Rudolph (SPD), Christian Hirte (CDU), Michael Lemm (Die Linke), Leon Dustin Bender (FDP), Heike Erika Strecker (Grüne), Andreas Böhme (Freie Wähler), Friedrich Hofmann (MLPD), Anke Wirsing (BSW) und Klaus Stöber als Einzelkandidat. Nicht zugelassen wurde Uta Bilke Hahn („Stimme für Volksentscheide“), ihr fehlten genügend Unterschriften.

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Im Gegensatz zu 2021 benannten ÖDP, Basis und „Die Partei“ aus demselben Grund keine Einzelkandidaten und treten sogar landesweit nicht mehr an. Elf Parteien hat der Landeswahlausschuss im Freistaat zugelassen: AfD, SPD, CDU, Linke, FDP, Grüne, Freie Wähler, Volt, MLPD, Bündnis Deutschland und BSW.
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Die Kandidaten im Wahlkreis 189 sind zumeist nicht unbekannt: Rudolph und Hirte sitzen bereits im Bundestag, Bender, Böhme und Hofmann kandidierten schon bei anderen Wahlen, Wirsing sitzt im Landtag. Lemm ist bei der Linken schon länger in Stadt, Kreis und Land aktiv. Nur Heike Strecker kann als Newcomerin bezeichnet werden.
Pikant ist, dass der bisherige Inhaber des Direktmandats, Klaus Stöber, gegen seine Partei, die AfD antritt, die ihn gerade rauswerfen will. Stattdessen schicken die Rechtsextremen den in der Region wenig bekannten Landtagsabgeordneten Stefan Möller ins Rennen, der zusammen mit Björn Höcke auch AfD-Landeschef ist.
Briefwahl-Unterlagen können schon beantragt werden
Weil die Wahl vorgezogen wurde, sind auch die Fristen für die Briefwahl kürzer. Wer vor dem 23. Februar wählen will, hat trotzdem mehrere Möglichkeiten. Der Versand der Wahlbenachrichtigungen läuft bereits und muss bis spätestens 2. Februar abgeschlossen sein. Mit den darin enthalten Angaben kann man sofort Briefwahl beantragen. Das geht per Post, aber auch elektronisch beim Landeswahlleiter und auf vielen kommunalen Webseiten.
Die Stimmzettel stehen voraussichtlich ab etwa 7. Februar zur Verfügung und werden dann an Briefwähler verschickt. Sind sie da, am besten sofort ausfüllen und an die Gemeinde zurückschicken. Wer sich nicht auf Briefwahl per Post verlassen möchte, kann mit Wahlbenachrichtigung und Ausweis ab etwa 10. Februar ins örtliche Rathaus gehen. Dort kann man die Unterlagen abholen oder sogar im Briefwahlbüro direkt wählen. Für alle anderen sind die Wahllokale am 23. Februar von 8 bis 18 Uhr geöffnet.
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