Eisenach hat eine – Mihla möchte eine. Dieser Tage rollte eine neue Drehleiter für 980.000 Euro in den Fuhrpark der Eisenacher Berufsfeuerwehr. Rainer Lämmerhirt, Bürgermeister der Stadt Amt Creuzburg (Wartburgkreis), geht bislang von Gesamtkosten bis zu 900.000 Euro für eine nagelneue Drehleiter aus. Bereits im Vorjahr war die Anschaffung einer neuen Feuerwehr-Drehleiter für die Stützpunktfeuerwehr Mihla verbrieft worden.

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An der alten Drehleiter, die 2018 gebraucht gekauft wurde, häuften sich Mängel und jährliche Wartungskosten inzwischen immens. „Der Korb der Drehleiter ist nicht mehr einsatzfähig“, begründete der Bürgermeister in der Ratssitzung am Donnerstagabend im Mihlaer Feuerwehrgerätehaus die Notwendigkeit zur Neuanschaffung. Wehrführer Marcus Mayer präzisiert zu Fehlern im pneumatischen System. Zudem sei es dem Fahrzeughersteller nicht mehr möglich, das defekte Zündschloss an der weit mehr als 30 Jahre alten Drehleiter zu erneuern.

Satter Nachlass einer Viertelmillionen möglich

Im Finanzplan, der zur Sitzung mit zwei Enthaltungen aus den Reihen der SPD den Rat passierte, ist die Investitionssumme von 850.000 Euro verankert. Rainer Lämmerhirt hofft dennoch auf eine Einsparung von 200.000 bis 250.000 Euro. Dazu muss sich das Amt Creuzburg an der gemeinsamen Drehleiter-Sammelbestellung der Länder Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern beteiligen.

„So günstig bekommen wir in den nächsten Jahren keine Drehleiter“, sagte der Bürgermeister über das Angebot, dass erst vor zweieinhalb Wochen das Landesverwaltungsamt der Stadt unterbreitete. Thüringen versüße die Beteiligung an der länderübergreifenden Sammelbestellung mit einer leicht erhöhten Fördersumme. Bis zum Juni müsse Creuzburg den Förderantrag stellen.

Zu Beginn der Ratssitzung inspizierten die Anwesenden die neue Atemschutzwerkstatt für die Wehren im Amt. In Mihlas Gerätehaus verwandelten sich in den zurückliegenden Wochen zwei Räume, darunter ein Lager, für die speziellen Anforderungen zur sicheren Wartung der Atemschutztechnik. Jeweils vier Masken können nach Zerlegen der Bestandteile parallel und vollautomatisch bei 55 Grad gewaschen, desinfiziert und getrocknet werden. Im Nachbarraum erfolgt die vollautomatische Prüfung der Masken mit Ausdruck sämtlicher Parameter.

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Zur Sicherheit der Feuerwehrkameraden bestehe halbjährliche Pflicht zur Prüfung der 80 Atemschutzmasken, die in Creuzburgs Wehren existieren. 80.000 Euro flossen in das Projekt, dass jährlich 13.000 Euro Wartungskosten einspart. Die Hälfte der Investitionssumme stammt aus der Pauschalförderung des Landes für Kameraden. Nun geht es an den Garagen-Anbau für Mihlas Gerätehaus.