Junge Menschen leisten ein Freiwilligenjahr in Eisenacher Schulen

Die Stadt Eisenach bietet in den staatlichen Schulen insgesamt fünf Stellen für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ). Für das kommende Schuljahr 2025/2026 konnten davon drei besetzt werden. Die entsprechenden Verträge sind nun laut einer Mitteilung aus dem Rathaus unterschrieben worden. Saskia Lemmer wird in der Georgenschule eingesetzt, Chiara Wolff in der Mosewaldschule und Max Jähnichen in der Jakobschule.

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„Sie werden vielfältig in das Schulleben eingebunden sein“, sagte der Beigeordnete Ingo Wachtmeister bei der Vertragsunterzeichnung. Die FSJler können zur Entlastung der Lehrerinnen und Lehrer beitragen, sich aber auch zugleich selbst aus probieren, um eine Entscheidung für den späteren Berufsweg zu treffen. FSJler unterstützen die Lehrerinnen und Lehrer in den Unterrichtsstunden.

Sie betreuen einzelne Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bedarfen und unterstützen bei der Hausaufgabenbetreuung und Freizeitgestaltung im Hort. Außerdem entwickeln sie eigene Angebote und setzen diese um. Seit Beginn des Projekts haben sich laut Stadt insgesamt sechs junge Menschen entschieden, ein Lehramtsstudium aufzunehmen oder eine Ausbildung zum Erzieher zu beginnen. Vier wählten eine andere berufliche Richtung. Informationen zu den noch freien Stellen in ganz Thüringen gibt es beim Landesjugendring.

Viva la Musica & 5er Brass in der Barockkirche Steinbach

Am Sonntag, 29. Juni um 17Uhr findet in der Evangelisch-lutherische Barockkirche in Steinbach ein besonderes Sommerkonzert statt: Das Vokalensemble Viva la musica präsentiert gemeinsam mit dem Bläserquintett 5er Brass ein abwechslungsreiches Programm. Die musikalische Reise führt das Publikum laut Ankündigung durch verschiedene Epochen und Stilrichtungen – von der geistlichen Chormusik der Renaissance über romantische Klangwelten bis hin zu modernen Pop-Arrangements.

Zu hören sind Werke von Claudio Monteverdi und Heinrich Schütz ebenso wie romantische Kompositionen von Max Reger und Felix Mendelssohn Bartholdy. Internationale Volkslieder aus Deutschland, Ungarn und Schweden bereichern das Programm genauso wie eingängige Arrangements bekannter Pop-Songs von Sting, Toto, Queen und Billy Joel. Ein besonderes Highlight des Konzerts in Steinbach sind zudem die Motetten von Thomae, Fueldner und Ungelenk, die erst kürzlich wiederentdeckt wurden und an diesem Abend erstmals öffentlich aufgeführt werden.

Die sieben Sängerinnen und Sänger überzeugen mit musikalischer Lebendigkeit und einer erfrischenden Moderation, die das Konzert zu einem rundum gelungenen Erlebnis macht. Unterstützt vom fein abgestimmten Bläsersound des Ensembles 5er Brass entfaltet sich in der besonderen Atmosphäre der Barockkirche ein großes Konzerterlebnis

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Bilder wie dieses zu malen, kann man lernen: Die Jugendkunstschule Wartburgkreis in Schweina lädt zu mehreren Sommerworkshops Erwachsene.
Bilder wie dieses zu malen, kann man lernen: Die Jugendkunstschule Wartburgkreis in Schweina lädt zu mehreren Sommerworkshops Erwachsene.© Kunstschule Wartburgkreis | Bea Berthold

Sommerprogramm der Kunstschule für Erwachsene

Malen, Zeichnen, Drucken, Fotografieren: Das sind die Themen der diesjährigen Sommerworkshops für Erwachsene in der Kunstschule in Schweina. Die Einrichtung lädt Menschen ein „sich auf die Reise zu Ihrer eigenen schöpferischen Kraft zu begeben, zu experimentieren mit sommerlicher Freude und Leichtigkeit“, heißt es in Ankündigung.

Den Auftakt macht am 9. August der Open-Air- Workshop „Landschaftsmalerei in Acryl“. Geleitet wird er vom Künstler Dmitry Nayda, klassisch ausgebildet an der Kunstakademie in St. Petersburg. Am 23. August folgt ein Workshop-Tag in der Kunstschule. Drei Angebote laufen dann parallel und bieten die Möglichkeit, andere Techniken, Künstler und Teilnehmende zu erleben und sich gegenseitig anzuregen. Die Themen: „Zeichnen mit dem Skizzenbuch“, „Ölmalerei: Sommerstimmung einfangen“ und „Gelliprint: in Farben schwelgen“.

Die Workshops sind eintägig und dauern jeweils von 10-15 Uhr. Alles Material wird gestellt. Am 30. und 31. August vermittelt schließlich ein zweitägiger Workshop die Grundlagen der Portraitfotografie. Anmeldung und weitere Informationen unter Telefon 036961 / 730508. Per Mail an info@kunstschule-wak.de und auf www.kunstschule-wak.de. red

Luther-Gymnasiastinnen holen mit Seminarfacharbeit einen Preis

Mit einem Sonderpreis ausgezeichnet wurden Aliyah Brückner, Clara Jennerjahn und Lisa-Marie Ritter vom Eisenacher Martin-Luther-Gymnasium beim 22. Geschichtswettbewerb der Stiftung Ettersberg. Erfolg hatten sei mit ihrer Arbeit „Leistungssport in der DDR – Medaillen für den Staat“. Insgesamt wurden 23 Seminarfacharbeiten von 86 Schülerinnen und Schüler aus ganz Thüringen zu dem Wettbewerb eingereicht, den es seit 2004 gibt. Der Sonderpreis ist mit 250 Euro dotiert.

Die Seminarfacharbeit „Leistungssport in der DDR – Medaillen für den Staat“ der drei Schülerinnen liefere „eine umfassende Analyse des Leistungssportsystems in der Deutschen Demokratischen Republik von 1970 bis 1989 und widmet sich dabei den sportlichen Leistungen, aber auch den Biografien mehrerer DDR-Leistungssportler, heißt es in der Würdigung.

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Die Arbeit zeige etwa, wie die DDR-Staatsführung über sportliche Erfolge im internationalen Vergleich, Anerkennung erlangen und die Überlegenheit des eigenen politischen Systems demonstrieren wollte. Sport diente der Erziehung und Förderung der Jugend in körperlicher, aber auch politischer Hinsicht. Die Verfasserinnen belegen, dass die mediale Inszenierung sportlicher Ereignisse den politischen Vorgaben der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) folgte. Ebenso geht es um Auswahl und Förderung von Sportlern, aber auch systematisches Doping. Das abschließende Kapitel widmet sich den gesundheitlichen Folgen der DDR-Sportpolitik auf körperlicher, psychischer und sozialer Ebene.

Die drei Autorinnen haben für ihre „klar strukturierte, gut organisierte und dadurch nachvollziehbar gestaltete Arbeit“ – so die Laudatio - eine Vielzahl von Quellen ausgewertet, darunter Literatur, Interviews und Dokumente. Zudem haben sie Interviews mit Leistungssportlern der DDR geführt, unter anderem mit Dieter Dunkel, Marco Anderscheck (Boxen) und dem Marathonläufer Waldemar Cierpinski. „Der Fleiß und die gute Einarbeitung in das Thema stellen den großen Mehrwert der vorliegenden Arbeit dar“, so die Würdigung.

Allerdings hätte die analytische Stärke der umfänglichen Betrachtung „eine stärkere Distanzierung vom rein sportlichen Aspekt der Betrachtung verdient und den Ergebnissen eine größere Aussagekraft, jenseits des rein Sportlichen, verliehen“, merkt die Laudatio kritisch an. Gleiches gilt für einen stärkeren Regionalbezug der Studie. Dennoch beeindrucken Recherche und Engagement sowie der Anspruch, einen frischen Blick auf die Rolle des Sports in der DDR zu werfen. Das werde mit dem Sonderpreis honoriert. red

Die Sommergewinnszunft lässt eine historische Akte zu ihrer eigenen Geschichte übersetzen (von links): Zunftvorstandsmitglied Heike Apel-Spengler, Lea Banse und Amon Baczinski von der Stiegker Jugend, Zunftmeister Torsten Daut.
Die Sommergewinnszunft lässt eine historische Akte zu ihrer eigenen Geschichte übersetzen (von links): Zunftvorstandsmitglied Heike Apel-Spengler, Lea Banse und Amon Baczinski von der Stiegker Jugend, Zunftmeister Torsten Daut.© Sparkassenstiftung | Jpachim Press

Sommergewinnszunft lässt eine historische Akte übersetzen

Die Übersetzung einer historischen Akte des Weststädtischen Bezirksvereins, eines Vorgängervereins der Eisenacher Sommergewinnszunft wird von der Sparkassenstiftung der Wartburgregion und der Regionale Aktionsgruppe Leader (RAG) gefördert. Wie die Zunft mitteilt, erhielt sie dafür einen Zuschuss von 1000 Euro.

Die Akte ist handschriftlich in altdeutscher Schreibschrift geschrieben und somit für die meisten Menschen kaum noch lesbar. Das über 240 Seiten umfassende Werk lagert im Archiv der Sommergewinnszunft. Es enthält Aufzeichnungen von 1894 bis 1914. Darin beschrieben sein könnte, so erhofft man sich laut einer Mitteilung, wie es zum ersten Festumzug in der Geschichte des Festes am 25. April 1897 kam.

Der Nachwuchs der Zunft, die „Stiegker Jugend“, wird die Akte zunächst digitalisieren. Anschließend wird sie als Datei dem Sütterlinclub im Eichsfeld übersendet, der sich bereit erklärt hat, die Übersetzung gegen eine Aufwandsentschädigung zu übernehmen. Der Kontakt zwischen Zunft und den Eichsfeldern kam über das Immaterielle Kulturerbe in Thüringen zustande, zu dem beide Vereine angehören.

Nach erfolgter Übersetzung soll die Akte in historischer und übersetzter Form nachgedruckt und im Archiv der Sommergewinnszunft aufbewahrt werden. Um das Original der historischen Akte zukünftig konservatorisch besser aufzubewahren, gibt es Überlegungen, sie als Dauerleihgabe ans Stadtarchiv Eisenach zu übergeben. red