Bargeldloses Bezahlen in Bussen: Unternehmen bietet Übungsstunden an
Ab dem 1 Januar können Fahrscheine in den Bussen in Eisenach und im Wartburgkreis (Verkehrsgemeinschaft Wartburgregion) nicht mehr bar bezahlt werden. Die Zahlung in den Bussen ist dann nur noch mit allen gängigen Geld- und Kreditkarten möglich, ebenso mit entsprechend eingerichteten Smartphones. Diese Nachricht sorgt für einige Aufregung, vor allem bei älteren Menschen. Deshalb bietet Wartburgmobil-Vorstand Sina Fleischmann nun in mehreren Orten Übungsstunden direkt im Bus an.

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„Das bargeldlose Bezahlen kann in dieser Zeit in entspannter Atmosphäre, ohne Zeitdruck und mit Anleitung ausgiebig getestet werden“, heißt es in einer Mitteilung. Das Angebot gilt für folgende Orte: ZOB Eisenach (Bussteig 1B) am 3. November von 14 bis 15 Uhr; Mihla (Haltestelle Markt) am 5. November von 10 bis 11 Uhr; Treffurt (Uferstraße) am 5. November von 14.30 bis 15.30 Uhr; Ruhla (Haltestelle Rathaus) am 6. November von 10 bis 11 Uhr; Busbahnhof Bad Liebenstein (Bussteig 3) am 17. November 10.30 bis 11.30 Uhr; ZOB Bad Salzungen (Bussteig 5) am 18. November von 15 bis 16 Uhr.
Wer Fahrkarten schon vor der Fahrt kaufen will, auch auf Vorrat, kann dies in den Servicezentren an den zentralen Busbahnhöhen in Eisenach und Bad Salzungen tun. red
„Funny Money!“ im Landestheater: Service für Seh- und Hörbehinderte
Das Schauspiel des Landestheaters Eisenach eröffnete am 27. September erfolgreich die neue Spielzeit 2025/26 mit der Komödie „Funny Money!“ von Ray Cooney. Das Stück erzählt rasant von einer Kofferverwechslung, Notlügen und einem kaum noch zu beherrschenden Verwirrspiel. Eine Besonderheit wird nun bei den Aufführungen des Stücks am 2. November und am 21. Dezember, jeweils um 15 Uhr, zu erleben sein. Dann wird eine Audiodeskription angeboten. Über Kopfhörer können blinde und sehbehinderte Menschen live Beschreibungen zu den Szenen hören. Das teilt der Theater-Förderverein mit.
Das Inklusionsprojekt wird von der Initiative „HörMal Audiodeskription“ aus Leipzig umgesetzt. Die Proben dazu beginnen bereits im Oktober. Zu beiden Terminen werden bis zu 40 sehbehinderte oder blinde Gäste aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen erwartet. Die Finanzierung erfolgt durch den Verein der Freunde und Förderer des Landestheaters Eisenach. Sie wurde dank der Unterstützung durch die „Aktion Mensch“ in Höhe von 5000 Euro sowie Spenden der Peter-Mädler-Stiftung und des Lions-Club Eisenach ermöglicht. red
Vermieterbefragung im Wartburgkreis – Kreisverwaltung bittet um Unterstützung
Wie hoch sind die Wohnungsmieten im Wartburgkreis und welche Kosten gelten als angemessen bei der Bewilligung von Sozialleistungen? Diese Fragen sollen mit Hilfe eines Konzepts beantwortet werden, das von Gerichten gefordert wird, wenn es um sozialrechtlichen Streitigkeiten über die angemessenen Unterkunftskosten geht, etwa bei Bürgergeld-Empfängern.
Mit der Erstellung dieses Konzepts hat der Wartburgkreis als Träger der Sozialhilfe laut einer Pressermitteilung nun die Firma DOMUS Consult aus Hamburg beauftragt. Um das Mietpreisniveau im Kreisgebiet zuverlässig und repräsentativ ermitteln zu können, wird eine möglichst breite Datengrundlage benötigt. In den vergangenen Wochen wurden Wohnungsunternehmen im Kreisgebiet befragt. Nun soll eine ergänzende Befragung zufällig ausgewählter Vermieter und Mieter folgen. Hierzu wurden und werden insgesamt rund 4500 Schreiben des Landrates und Fragebögen zur Mietwerterhebung versandt.
Wie das Landratsamt schreibt, sei die Teilnahmebereitschaft und Unterstützung der angeschriebenen Vermieter und Mieter gefragt. Je höher der Rücklauf der Fragebögen ist, desto verlässlicher könne das aktuelle Mietpreisniveau im Kreisgebiet ermittelt werden. Damit könnten im Wartburgkreis die Leistungen für die Unterkunft angemessen angepasst werden. Die Datenerhebung liege im Interesse der Leistungsberechtigten und auch in jenem der Vermieter und der Steuerzahler. Die Daten würden anonymisiert erhoben. Am Ende gebe es keine Rückschlüsse auf einzelne Mieter oder Vermieter. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos. red
Selbsthilfegruppe „Lebensfreude“ Eisenach lädt zu Teilnahme
Die Selbsthilfegruppe „Lebensfreude“ Eisenach sucht weitere Mitstreiter. Zielgruppe sind Betroffene mit psychischen Erkrankungen. Die 2023 gegründete Gruppe bietet ihnen Austausch, gegenseitige Hilfe und Aufklärung. Sie trifft sich im Gruppenraum, der Georgen-Apotheke, Bahnhofstraße 21, in Eisenach. Fragen und Anmeldungen können gerichtet werden an Matthias Krieg, Telefon 0170 / 8858523 oder per E-Mail an Lebensfreude-ESA@t-online.de. Die Selbsthilfekontaktstelle des Wartburgkreises steht zudem zur Verfügung: Maike Schmidt, Telefon 03695 / 617419 oder E-Mail maike.schmidt@wartburgkreis.de. red

Begegnungstag „Nebenan angekommen“ in Neukirchen
Im Eisenacher Ortsteil Neukirchen fand kürzlich der Begegnungstag des Förderprogramms „Nebenan angekommen“ der Thüringer Ehrenamtsstiftung statt. Ziel war es laut einer Mitteilung der Stadt, das vielfältige zivilgesellschaftliche Engagement im Land sichtbar zu machen und Raum für Begegnung, Teilhabe und kulturelles Miteinander zu schaffen. Die Veranstaltung mit rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde vom ukrainischen Chor „Rasom“ aus Eisenach eröffnet. Alexandra Sauer von der Ehrenamtsstiftung und OB Christoph Ihling begrüßten die Gäste.
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Bertram Triebel und Jessika Fichtel vom Gründungsteam der Genossenschaft Kulturhaus Neukirchen berichteten über das Thema ,,Zusammenleben im Quartier“ und betonten die Bedeutung gemeinschaftlich gestalteter Räume für Integration und Zusammenhalt in der Nachbarschaft. Verschiedene Initiativen aus der Region präsentierten dazu ihre Projekte. Das Förderprogramm „Nebenan angekommen“ der Thüringer Ehrenamtsstiftung existiert seit 2016 und unterstützt Projekte, die Integration fördern, Willkommensstrukturen stärken und Teilhabe ermöglichen. Mittlerweile gibt es zehn Standorte in Thüringen und über 1000 geförderte Projekte.
Das Kulturhaus Neukirchen ist selbst ein gutes Beispiel: Es sollte im Jahr 2022 abgerissen werden, doch eine engagierte Gruppe im Dorf schuf mit viel Initiative einen Ort der Begegnung. Inzwischen trägt eine von Bürgern gegründete Genossenschaft das Projekt. red




