Wildkätzchen im Wartburgkreis: Bitte nicht anfassen!

Europäische Wildkatzen werden häufig mit Hauskatzen verwechselt. Deshalb weisen der BUND und die Wildtierland Hainich gGmbH – Trägerin des Wildkatzendorfs Hütscheroda – auf Verhaltensregeln hin, die beim Spaziergang im Wald beachtet werden sollten. Denn europäische Wildkatzen, einst eine seltene Art breiten sich zunehmend aus.

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Gleichzeitig wächst eine neue Gefahr, heißt es in einer Mitteilung: Immer wieder werden Wildkatzenjungtiere von Spaziergängern mit vermeintlich ausgesetzten Hauskätzchen verwechselt und aus dem Wald mitgenommen. Das kann jedoch tödliche Folgen für die jungen Wildkatzen haben. Der BUND appelliert daher, graugetigerte Kätzchen im Wald nicht anzufassen oder mitzunehmen. Rat und Auskunft gibt es im Zweifelsfall beim Wildkatzen-Infotelefon in Hütscheroda, täglich von 10 bis 18 Uhr unter 036254 / 86 51 80.

Thomas Mölich, Projektleiter des „Rettungsnetz Wildkatze“ beim BUND Thüringen weiß, dass Wildkatzen inzwischen nicht nur im Hainich leben, sondern auch im Thüringer Wald und der Rhön. Doch sehen sie Haustieren ähnlich. Zudem lässt das alleinerziehende Muttertier seine Jungen während der Mäusejagd zurück. Die Jungtiere wirken so, als seien sie hilflos. Doch werden sie aus Mitleid mitgenommen – was verboten ist –, sinken ihre Überlebenschancen drastisch. Im Zweifelsfall sollte man sich entfernen und das Infotelefon anrufen, so der Expertenrat. red

Weitere Themen aus der Wartburgregion

Konzert in der Mälzerei: Ein Meister der Gitarre

Der Gitarrist Uwe Kropiinski ist zu Gast in der Alten Mälzerei in Eisenach am Freitag, 17. April um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 22 Euro, für Gäste bis 25 Jahre nur 5 Euro. Kropinski begann als Rockgitarrist, sang Beatles-Songs, studierte Jazz und klassische Gitarre und spielte in Gruppen improvisierter Musik. Er wurde schon als „Jahrhundertgitarrist” bezeichnet oder als „Glenn Gould der Gitarre”. Sogar “Jimi Hendrix of the acoustic guitar” nannte ihn das US-Guitar Player Magazine. red

60 Jahre „Nackt unter Wölfen“: Ausstellung in der Wartburg-Sparkasse

Zwischen Mythos, internationaler Filmgeschichte und regionaler Erinnerungskultur: Der DEFA-Klassiker „Nackt unter Wölfen“ und seine Gegenwart sind in einer Ausstellung in der Foyergalerie der Wartburg-Sparkasse in der Eisenacher Karlstraße 2/4 zu sehen. Seit 2023 tourt die von Studentinnen und Studenten der Universität Erfurt produzierte Ausstellung durch Deutschland. Seit kurzem ist sie in der Sparkasse zu sehen.

Anlass der Ausstellung war das 60. Jubiläum der Premiere des weltbekannten und zum großen Teil im KZ Buchenwald gedrehten Films „Nackt unter Wölfen“ - das war im April 1963 und Armin Müller-Stahl spielte die Hauptrolle. Themen der 15 Stationen umfassenden Exposition sind der Erfolg der gleichnamigen Romanvorlage, deren Autor Bruno Apitz und seine autobiografischen Erlebnisse im KZ Buchenwald.

Aber auch mit den bislang drei Verfilmungen für Film und Fernsehen, dem Mythos „Buchenwaldkind“ und der Frage der Funktion der Konzentrationslager haben sich die Studentinnen und Studenten kritisch auseinandergesetzt. Die Exposition wird von vertiefenden Materialien begleitet, etwa einem QR-Code und einem Katalog. Zu sehen ist sie bis 22. Mai von Montag bis Freitag zu den Öffnungszeiten der Sparkasse. Der Eintritt ist frei. red