Eisenacher Lutherhaus feiert Museums-Jubiläum

Seit 70 Jahren ist das Eisenacher Lutherhaus Museum und kirchlicher Ausstellungs- und Erinnerungsort. Aus diesem Anlass gab es am Sonntag ein Museumsfest und eine Feierstunde, zu der Museumsdirektor Jochen Birkenmeier viele Gäste begrüßen dürfte, darunter EKM-Landesbischof Friedrich Kramer und Landrat Michael Brodführer. Bei freiem Eintritt gab es am Internationalen Museumstag Mitmach-Angebote und auch eine Geburtstagstorte

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Das Lutherhaus steht seit über 750 Jahren oberhalb des Marktes in Eisenach. Ein Museum ist es aber erst seit 70 Jahren. 1956 wurde es eröffnet. Die international bekannte und preisgekrönte Lutherstätte ist einer der letzten noch in kirchlicher Trägerschaft befindlichen Erinnerungsorte der Reformation. Sie vermittelt Kulturgeschichte und spart auch für die selbstkritische Aufarbeitung der dunklen Kapitel der Kirchengeschichte nicht aus.

Zum Schutz vor der zunehmenden ideologischen Kontrolle des SED-Staats über Luther-Stätten förderte Landesbischof Moritz Mitzenheim von der Evangelisch-Lutherische Kirche in Thüringen den Ankauf des Hauses. Das war bereits von 1898 bis 1954 ein reformationszeitliches Themenrestaurant („Lutherkeller“) und privater Luther-Gedenkort. Das Lutherhaus stellte mit seinen Ausstellungen fast über die gesamte Dauer der DDR einen Ort des kirchlichen Eigensinns und der christlichen Selbstbehauptung im atheistischen SED-Staat dar.

Seit 1. Januar 2013 ist die „Stiftung Lutherhaus Eisenach“ Träger. Heute beherbergt das Lutherhaus neben den berühmten Lutherstuben von 1356 auch die Dauerausstellung „Luther und die Bibel“. Weitere Teile der Ausstellung beschäftigen sich mit dem kirchlichen „Entjudungsinstitut“ während der NS-Zeit sowie mit dem Verhältnis zwischen Kirche und Staat in der frühen DDR. Im Innenhof steht die Skulptur „man in a cube“ des chinesischen Künstlers Ai Weiwei. Die Impulsausstellung „Jugend, Gott und FDJ. Der Kampf der Kirchen in der frühen DDR“ wurde bis Ende 2026 verlängert. red

Weitere Themen aus der Wartburgregion

Vollsperrung der Trasse  zwischen Oberellen und Gerstungen

Wegen Verkehrssicherungsmaßnahmen und Fräsarbeiten des Thüringer Landesamtes für Bau und Verkehr wird die Landesstraße L 1020 zwischen Oberellen und Gerstungen am Donnerstag, 21. Mai, voll gesperrt. Die Vollsperrung der sogenannten Trasse gilt von 9 bis voraussichtlich 16 Uhr. Das teilte das Landratsamt mit. Die Sperrung erfolgt im Bereich der derzeitigen Baustellenampel auf etwa 500 Metern Länge. Die Umleitung über Unterellen, Lauchröden, Sallmannshausen , Neustädt sowie in umgekehrter Richtung ist ausgeschildert. red

Kindergarten-Fusion und Rechenzentrum: Debatte vertagt

Oberbürgermeister Christoph Ihling wird zwei umstrittene Themen von der Tagesordnung der bevorstehenden Sitzung des Eisenacher Stadtrates am 20. Mai nehmen: Die Zusammenlegung zweier Kindertagesstätten in der Oststadt sowie das „Blue Future – Technologiegebiet und geplantes Rechenzentrum“ in Stockhausen. Das teilte die Stadtverwaltung mit.

Beide Themen werden mit den dazu vorliegenden Einwohneranträgen am 1.  Juli auf die Tagesordnung des Stadtrates gesetzt. Sie sollen bis dahin  in den Ausschüssen mit Blick auf die Einwohneranträge diskutiert werden, so OB Christoph Ihling. Beim Thema Blue Future werde er nochmals auf die Initiatoren des Einwohnerantrages zugehen und eine gemeinsame Beratung vereinbaren. red