Der in Weimar lebende Rudolf Dadder, unter dem Künstlernamen Florian Russi als Schriftsteller aktiv, veröffentlichte bereits zahlreiche Bücher verschiedener Genres. Zudem ist er Begründer und Herausgeber der Reihe „Philosophie für unterwegs“ im Mitteldeutschen Verlag. Kürzlich ergänzte er die Reihe nun mit seinem Buch „Oswald von Nell-Breuning“ um einen weiteren Band.

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Florian Russi stellt den Denker Oswald von Nell-Breuning (1890-1991) und seine philosophischen Grundgedanken vor. Nell-Breuning studierte einige Semester lang die Naturwissenschaften, wandte sich dann aber der Philosophie und Theologie zu. Nach einem Rede- und Schreibverbot während des Nationalsozialismus wurde er später zu einem einflussreichen und gefragten Berater in den Bereichen Wirtschaft, Jugend und Familie. Beruhend auf den fünf Pfeilern Personalität, Solidarität, Subsidiarität sowie Glaube und Naturrecht befasste er sich umfassend mit sozialen Fragestellungen. Sogar die „konkrete Utopie“ der Ein-Tages-Arbeitswoche hatte er ins Auge gefasst.
Hilfe zur Selbsthilfe erdacht

Der 1890 geborene Denker ist außerdem der Erfinder des Subsidiaritätsprinzips – der Hilfe zur Selbsthilfe. Der Grundgedanke des Prinzips ist es, dass Menschen aufeinander angewiesen sind. Dementsprechend ist Subsidarität, welche durch gegenseitige Ergänzung und Unterstützung entsteht, nötig. Dieses Grundverhalten prägt unser Zusammenleben auf lokaler und globaler Ebene. Im Laufe seines 101 Jahre langen Lebens baute er das Subsidiaritätsprinzip aus und entwickelte es weiter.
Russis Buch „Oswald von Nell-Breuning“ (ISBN 978-3-96311-936-1) erscheint im Mitteldeutschen Verlag.
red




