Die Stadt hat weitere Einbahnstraßen in beide Richtungen für den Radverkehr freigegeben, so die Friedrich-Naumann- oder die Bertuchstraße, teilte die Stadtratsfraktion der Bündnis-Grünen mit. Beide Straßen sind damit für Radfahrer ganz legal durchgängig in beide Richtungen befahrbar.
Leps: Maßnahme war längst überfällig
Die Freigabe habe die Fraktion erfreut zur Kenntnis genommen, betonte der Vorsitzende Andreas Leps und fügte hinzu: „Das war überfällig.“ Die Maßnahme verbessere für Radfahrende den Alltag deutlich und sei eigentlich schnell und kostengünstig umzusetzen. „Allerdings wurden von 2018 bis 2023 gerade einmal fünf Einbahnstraßen für den Radverkehr geöffnet“, kritisierte Leps. Das sei eine „Bilanz der Untätigkeit.“ Die Freigabe sei eine langjährige Forderung seiner Partei, vom ADFC getragen, im Radverkehrskonzept festgeschrieben und beim Radentscheid essenziell.
Zudem forderte er flankierende Maßnahme. Es brauche Öffentlichkeitsarbeit der Stadt zur Bekanntmachung der Freigaben. Ferner müsse die neue Situation daraufhin beobachtet werden, ob dadurch „Gefahrenpunkte für den Fuß- und Radverkehr“ entstehen. Ferner müsse die Sicherheit erhöht werden, indem die Fünf-Meter-Parkregelung an Kreuzungen konsequent durchgesetzt werde.
red


