Mit Freude hat die SPD-Fraktion im Stadtrat nach eigenen Angaben auf die Information der Bau-Beigeordneten Claudia Kolb (SPD) reagiert, dass die Abbrucharbeiten am EOW-Gelände Ende Januar starten. Es sei „nach langem und hartnäckigem Einsatz unserer Fraktion“ gelungen, mit dem Abriss der alten Industrieruine zu beginnen und damit „einen entscheidenden Schritt in Richtung eines effektiven Hochwasserschutzes für die Bürgerinnen und Bürger von Oberweimar-Ehringsdorf sowie entlang der Ilm im Stadtgebiet zu gehen“, betonte der Fraktionsvorsitzende Dirk Slawinsky. Der Abbruch des EOW-Geländes markiere einen bedeutenden Meilenstein, der die Stadt Weimar über die letzten drei Jahrzehnte begleitet habe.

SPD: Keine Alternative zum Komplettabriss

Der Abbruch sei nur der erste Schritt in einem umfassenden Plan. Der Steinbrückenweg „wirkt derzeit wie ein Damm, und lediglich an der Engstelle an der Brücke kann das Wasser flussabwärts abfließen“, so Dirk Slawinsky weiter. Durch den vollständigen Abriss entstehe eine Flut- und Sickerfläche, durch die „eine klare Senkung des Pegelstandes bei Hochwasserereignissen erreicht“ werde. Nur mit dem Komplettabriss des Geländes entstehe ein bestmöglicher Hochwasserschutz vor Ort, betonte er vor dem Hintergrund der einstigen Pläne, das Hauptgebäude erhalten zu wollen. „Oft sind es diese wenigen Zentimeter, die den Unterschied zwischen ,knapp entgangen‘ oder den Verlust von Hab und Gut durch Hochwasser ausmachen.“

Neuer Lebensraum für mehr Lebensqualität

Durch den Abriss und die Herstellung eines Flutmuldensystems entstehe ein neuer Naturraum. „Wir sind überzeugt, dass diese Maßnahmen nicht nur zur Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger beitragen werden, sondern auch die Lebensqualität in Weimar nachhaltig verbessern“, so Dirk Slawinsky abschließend.

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red