Der Tag der Druckkunst gehört seit einigen Jahren auch in den Weimarer Veranstaltungskalender. Bundesweit werden an diesem dritten Samstag im März die vielfältigen Möglichkeiten der Druckkunst der Öffentlichkeit gezeigt. Neben der Pavillon-Presse, die eine neue Sonderausstellung eröffnete und zur Teilnahme an einer Druckaktion in der Setzerei einlud, war in diesem Jahr auch das Bilderhaus am Poseckschen Garten dabei.

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Schon die ganze Woche über hatten sich Schülerinnen und Schüler dort an den Mini-Druckerpressen ausprobiert, die mit einem 3D-Drucker von einem Kölner Start-up hergestellt werden. Der „Open Press Exchange“ soll das Drucken auch mit wenigen Mitteln ermöglichen und das eigentlich uralte Handwerk in eine neue Generation überführen. Den Mini-Pressen gaben sie zudem 100 Druckgrafiken zu, die von Nutzern aus der ganzen Welt eingeschickt worden.

Druckwerkstatt Bilderhaus Weimar
Künstler Julian Herstatt zeigt im Bilderhaus, wie man mir Druckerpressen aus dem 3D-Drucker Miniaturkunst macht. Zu sehen sind dort auch 100 Grafiken des Projekts "Print Exchange" mit Einreichungen aus aller Welt.© Funkemedien Thüringen | Victoria Augener

Am Wochenende gab es nochmal für alle Interessierten die Möglichkeit, eigene kleine Kaltnadelradierungen anzufertigen und sie per Tiefdruckverfahren aufs Blatt zu bringen. Anleitung gab es von Künstler Julian Herstatt. Auch auf Nachhaltigkeit wurde wert gelegt, denn für die Schablonen wurden Tetrapaks genutzt.

va

Asfa-Wossen Asserate schließt „Weimarer Reden“ ab

Weimarer Reden mit Asfa-Wossen Asserate
Asfa-Wossen Asserate signiert nach seiner Weimarer Rede Bücher im Foyer des DNT.© Maik Schuck

Mit dem Auftritt von Asfa-Wossen Asserate ist eine weitere Saison der „Weimarer Reden“ zu Ende gegangen. Am Sonntagvormittag teilte der aus Äthiopien stammende Jurist, Autor und Gründer einer Menschenrechtsorganisation seine Ansichten zum Thema „Kostbare Zuversicht“. Nicht nur bei der anschließenden Diskussionsrunde kam er mit interessierten Zuhörern in Gespräch. Auch bei der Signierstunde im Theaterfoyer des DNT nutzten einige Besucher die Gelegenheit.

va

105 Jahre Kapp-Putsch: Kranzniederlegung am „Blitz“

Märzgefallenen des Kapp-Putsches
Gedenkveranstaltung zu Ehren der Märzgefallenen des Kapp-Putsches von 1920 auf dem Hauptfriedhof am "Blitz"-Denkmal von Walter Gropius.© Maik Schuck

1922 wurde auf dem historischen Friedhof in Weimar ein Denkmal für eine Arbeiterin und acht Arbeiter errichtet, die beim Kapp-Putsch zwei Jahre zuvor ums Leben gekommen waren. Sie waren getroffen worden von den Kugeln putschender Soldaten, die einen Generalstreik im Volkshaus aufzulösen versuchten. An ihre Geschichten erinnerte Sandro Witt vom Deutschen Gewerkschaftsbund bei einer Krankniederlegung am Denkmal, dem „Blitz“. Gemeinsam wurde am Sonntagvormittag auch am Volkshaus der Opfer gedacht.

va

Von Lachverboten und Heiterkeitspflicht

Die Vortragsreihe „Forum am Vormittag“ geht am Mittwoch, 19. März, um 10 Uhr weiter mit einem Vortrag von Sprechwissenschaftler und Schriftsteller Gottfried Meinhold. Im Herdersaal spricht er zum Thema „Über Lachverbot, Heiterkeitspflicht und andere Dreistigkeiten. Absurde Parabeln und satirische Aphorismen als Überlebenshilfe in bedrohlichen Zeiten“. Dazu liest er aus seinen eigenen Texten. Der Eintritt ist frei, um einen Unkostenbeitrag von 3 Euro wird gebeten.

Mehr zum Programm unter kirchenkreis-weimar.de

red

Klavierkonzert abgesagt

Das im Forum Seebach angekündigte Klavierkonzert von Jan Coretti Kuret findet nicht statt. Der Termin am 24. März wurde abgesagt. Besucherinnen und Besucher des Forums erwarten stattdessen die jungen Talente von Klavierlehrer Lia Vasileli. Bei einem Konzert am Sonntag, 23. März, 10.30 Uhr, bereiten sie sich auf ihre Teilnahme im Wettbewerb „Jugend musiziert“ vor.

red

Galerie Unartig betritt Neuland

Die Galerie Unartig will mit einer neuen Ausstellung ab 21. März Neuland betreten: Am Freitag um 19 Uhr eröffnet Sandra Mahn ihre Schau „Manga Ma(H)nia“. Die aus Freital stammende Künstlerin seit ihrer Jugend ein großer Fan dieses Zeichenstils und kann mit Stift und Papier Illusionen entstehen lassen. Sie hat diese Begeisterung für Mangas vor zwei Jahren zu ihrem Beruf gemacht und bildet auch in dieser Zeichentechnik aus. In ihrer Ausstellung in Weimar wird Sandra Mahn besondere Charakterbilder aus ihren Manga-Bänden. Ihre neuste Veröffentlichung „Keys of Zodan, Recurring“ handelt von außerirdischen Drachen und Zombie-Helden, die die Welt vor dem Bösen beschützen.

red

Weitere aktuelle Beiträge aus Weimar und Umgebung

Thema Chorgesang in kleinen Kunstwerken

Unter dem Motto „Chor der Bilder“ fertigten in der Weimarer Mal- und Zeichenschule ein Semester lang Kursteilnehmende in unterschiedlichen Mal- und Drucktechniken vielfältige Werke anlässlich des 100. Geburtstages des Verbandes Deutscher Konzertchöre. Am Samstag, 22. März, wird um 11 Uhr zur Vernissage in die Stadtbücherei Weimar eingeladen. Der zweite Ausstellungsteil wird im Weimar Atrium am 30. April mit einer Vernissage um 18 Uhr eröffnet. Beide Ausstellungsteile sind bis zum 10. Mai zu besichtigen.

Manche Werke haben figurale Elemente, die Interaktionen im Chor zeigen, andere Werke konzentrieren sich eher auf die Schwingungen und Klangfarben, die beim Chorsingen entstehen. „Es ist uns immer wieder eine Freude, Musik im Kontext mit anderen Kunstgattungen zu erleben“, sagt Ralf Schöne, Generalsekretär des Verbands deutscher Konzertchöre, und weiter: „Wir sind dankbar für die tiefgreifende Beschäftigung aller Beteiligten und laden herzlich ein zu einer Auseinandersetzung mit den entstandenen Kunstwerken.“

red