Auf tragische Weise geriet ein Lkw-Fahrer am Samstag auf Abwege: Er büßte seine schnelle Reaktion, die einen möglicherweise katastrophalen Unfall verhinderte, mit einer „Bruchlandung“ auf dem Acker. Passiert war das Unheil am Vormittag gegen 10.20 Uhr. Der Sattelzug mit polnischem Kennzeichen fuhr auf der Bundesstraße 7 zwischen Umpferstedt und Frankendorf, als im Gegenverkehr plötzlich ein Pkw ausscherte, um einen anderen zu überholen. Der Lkw-Fahrer riss das Lenkrad herum, steuerte den Truck geistesgegenwärtig in eine Feldweg-Zufahrt und verhinderte so die frontale Kollision mit dem Pkw auf seiner Spur.

Sattelzug kam aus eigener Kraft nicht zurück auf die Straße

Als der Fahrer dann aber versuchte, seinen Sattelzug vom Feldweg zurück auf die Straße zu manövrieren, geriet er in Not: Das schwere Gefährt rutschte in den Straßengraben ab und drohte umzukippen. Der Notruf blieb als einziger Ausweg. Ein Abschleppdienst mit schwerer Bergetechnik und Kran musste anrücken, um den Sattelzug zurück auf den Asphalt zu hieven. Die Polizei musste während dieser Bergung die Bundesstraße für rund anderthalb Stunden komplett sperren.

Weitere aktuelle Beiträge aus Weimar und Umgebung

Die Beamten versuchen nun, dem Unfallverursacher auf die Spur zu kommen, und bitten mögliche Zeugen, sich zu melden, denn genauere Angaben zu den beiden Pkw, von denen einer unverschuldet Teil des Geschehens wurde, fehlen bislang.

red