• Rehkitz-Rettung steht im Weimarer Land bevor
  • Kick-Off-Veranstaltung auf dem Gelände des Jugendwaldheims
  • 103 Rehkitze im vergangenen Jahr gerettet

Kurz vor Beginn der Grasmahd-Saison auf den landwirtschaftlich genutzten Wiesen im Weimarer Land ließen die Rehkitz-Retter des Kreisjagdverbandes (KJV) Weimar ihre Drohnen zum Testflug aufsteigen. Sie trafen sich am späten Mittwochnachmittag zu einer Kick-Off-Veranstaltung auf dem Gelände des Jugendwaldheims in Bergern. Der Kreis der Mitwirkenden ist weiter gewachsen: Insgesamt 28 KJV-Mitglieder gehören zum Team, das in kleinen Trupps ausrücken wird, um mit Drohnen, ausgerüstet mit Wärmebildkameras, die Flächen abzufliegen, die zum Mähen anstehen – und zwar sehr früh am Morgen, wenn die Wärme der Rehkitze sich besonders deutlich gegen die noch kühle Umgebung abzeichnet.

Saison-Auftakt der Kitzretter im Kreisjagdverband Weimar
Auf dem Hof des Jugendwaldheims in Bergern flogen die Wärmebildkamera-Drohnen die ersten Proberunden des Jahres.© Kreisjagdverband Weimar | Silvio Anders

Der KJV-Vorsitzende Olaf Heinkel gab noch einmal einen kurzen Rückblick auf die vergangene Saison: Zwischen dem 26. April und dem 25. Juni 2024 hatten die drei Drohnen-Teams bei 40 Einsätzen auf rund 900 Hektar Grünflächen insgesamt 103 Rehkitze vor dem sicheren Tod durch die Mähwerke gerettet. 68 Tiere sprangen nach der Entdeckung in sichere Gefilde ab, 35 brachten die Jäger am Rande der Gefahrenzone in Transportkisten in Sicherheit und ließen sie nach dem Mähen an gleicher Stelle wieder frei.

Enge Zusammenarbeit mit Agrarbetrieben im Weimarer Land

Unverzichtbar, so Heinkel, sei dabei die enge Zusammenarbeit mit den Agrarbetrieben wie auch mit den für die jeweiligen Reviere zuständigen Jagdpächtern: „Sonst kommt man schnell in rechtliche Schwierigkeiten.“ Er zitierte den Vorsitzenden des Landesjagdverbandes, den Liebstedter Ludwig Gunstheimer: „Rehkitzrettung ist für den Landwirt Verpflichtung und für die Jäger Ehrensache!“

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Bei den Testflügen steuerten sowohl die „alten Hasen“ (manche gehen 2025 in ihre vierte Retter-Saison) als auch die „Frischlinge“, die erstmals dazugehören, die Fluggeräte zuverlässig durch die Lüfte. Dankbares Publikum war eine Schulklasse, die gerade einige Tage im Jugendwaldheim verbrachte und mit großen Augen die Vorführung verfolgte.

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