Aus seiner Feder stammt auch der Text des Buchenwald-Liedes: „Oh Buchenwald, (…) wir wollen trotzdem ja zum Leben sagen, denn einmal kommt der Tag: dann sind wir frei!“ Musiker Andreas Kuch lässt am 5. Mai die Liedtexte von Fritz Löhner-Beda, einem berühmten Schlagertexter der 1920er-Jahre, wieder aufleben. Löhner-Beda wurde wegen seines jüdischen Glaubens in den Konzentrationslagern Dachau, Buchenwald und Auschwitz zu Tode gequält.

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Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung wird zum Gedenken und zur Feier gelebter Inklusion von 13 bis 17 Uhr in das „Café Paul“ auf dem Gelände der Gedenkstätte Buchenwald eingeladen. Mit Musik, Geschichten und Miteinander und unter dem bundesweiten Motto „Wir sind 10 Millionen – Menschenrechte sind nicht verhandelbar“ finden vielfältige Aktionen statt, die die Aktion Mensch unterstützt.
Café Paul: Inklusionsunternehmen in der Gedenkstätte Buchenwald
Seit fünf Jahren arbeiten im Café Paul Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam im Café und im Beherbergungsbetrieb in der Internationalen Bildungsstätte. Dafür hat das Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda im Jahr 2020 die Inklusionsfirma Dienstleistungs-Werk Weimar/Apolda gegründet.
Heute ist es ein Beispiel gelebter Inklusion an einem historisch bedeutenden Ort. Auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald wurden über 277.000 Menschen interniert, darunter viele aufgrund ihrer Herkunft, Überzeugung oder Behinderung. 56.000 von ihnen überlebten die Haft nicht.
Rola Zimmer, Vorstandsvorsitzende des Lebenshilfe-Werks Weimar/Apolda ist stolz auf das Erreichte und freut sich auf viele Gäste am 5. Mai. Ein inklusives Unternehmen an dem Ort, an dem das Leben so vieler zerstört wurde, die nicht in das Menschenbild der Nationalsozialisten passte, ist für sie ein starkes Zeichen der Hoffnung. Da die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung noch ein weiter Weg sei, brauche es den Protesttag, an dem auch Erreichtes gefeiert werde.




