Neue Musik in Weimars Musikschule
Mit einem spannenden Doppelschlag startet am Donnerstag, 5. Juni, das Festival „Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik“ in der Musikschule „Johann Nepomuk Hummel“. Zwei Konzerte eröffnen die 26. Festivalausgabe, die erneut ein vielfältiges Programm rund um aktuelle Musik, neue Formate und internationale Gäste verspricht.

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Im Eröffnungskonzert spielen junge Musikerinnen und Musiker der Musikschulen Weimar, Erfurt, Jena sowie des Musikgymnasiums Belvedere um 18 Uhr Neue Musik für andere junge Menschen. Die ausgewählten Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert 2025“ präsentieren zeitgenössische Werke von Anna Kitanov, Marta K. Kowalczuk, Johannes K. Hildebrandt und Romeo Wecks.
Im Anschluss gastiert um 19.30 Uhr das international renommierte Ensemble Black Pencil aus den Niederlanden mit einem Programm, das durch seine ungewöhnliche Besetzung (Blockflöten, Panflöte, Perkussion, Viola und Akkordeon) besticht. Auf dem Programm stehen Werke von Ruud Roelofsen, Hugo Morales, B.C. Manjunath sowie mehrere Uraufführungen – darunter eine neue Komposition von Johannes K. Hildebrandt. red
Musical-Klassiker für 12 Euro
Zur letzten Vorstellung in dieser Spielzeit von „My Fair Lady“ am Donnerstag, 5. Juni, um 19.30 Uhr im Großen Haus macht das DNT Weimar seinem Publikum ein besonderes Angebot: Karten für den Musical-Klassiker kosten dank des Theatertags auf allen Plätzen nur 12 Euro. In dem Broadway-Hit von Alan Jay Lerner und Frederick Loewe nimmt der Sprachforscher Professor Henry Higgins das arme Blumenmädchen Eliza Doolittle unter seine Fittiche, um in Rekordzeit eine feine Dame aus ihr zu machen. Anthony Pilavachis Inszenierung der weltbekannten Geschichte läuft im DNT bereits seit der Spielzeit 2015/16. Für den Theatertag am Donnerstag sind noch Restkarten erhältlich. red
Sommernachts-Fantastereien in Belvedere
Traditionell erarbeiten Schülerinnen und Schüler des Musikgymnasiums Schloss Belvedere im Rahmen der alle zwei Jahre veranstalteten Liszt-Biennale Thüringen ein Theater-Stück mit Musik. Dem 2025er Biennale-Motto „Landschaften der Seele“ folgend, tauchen die Jugendlichen in diesem Jahr tief in die magische Welt William Shakespeares ein. Am Mittwoch, 4. Juni, bringen sie um 18.30 Uhr im Großen Saal des Musikgymnasiums ihr musikalisches Schauspiel „Sommernachts-Fantastereien“ auf die Bühne.
Unter Leitung des Schauspielers und Regisseurs Markus Fennert erleben die jungen Künstlerinnen und Künstler die Kraft von Sprache, Poesie und Bühnenpräsenz hautnah. Figuren, wie der schelmische Puck und die kauzigen Handwerker aus der berühmten Szene des „Sommernachtstraums“, erwachen dabei zu neuem Leben. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Das Konzert ist eine Benefizveranstaltung zugunsten des Vereins SOS Kinderdorf im Rahmen der Unesco-Projektschultätigkeit des Musikgymnasiums. red
Über eine Liebe aus dem „Zauberberg“
Die Literarische Gesellschaft Thüringen und das Institut français Thüringen öffnen an diesem Donnerstag, 5. Juni, um 19 Uhr die Literatur-Etage in der Marktstraße für den Salon français. Zu Gast sind diesmal die Weimarer Literaturwissenschaftlerin und Autorin Annette Seemann sowie Eduardo Costadura, Professor für französische und Italienische Literaturwissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Thomas Manns Roman „Der Zauberberg“ von 1924 spiegelt Erlebnisse in einem Schweizer Lungensanatorium vor dem Ersten Weltkrieg. Die Atmosphäre unter den Kranken aus vielen Ländern ist aufgeheizt, sie sind, meist unheilbar krank, auch zu Flirts und anderen Verrücktheiten bereit. So geht es auch dem Helden Hans Castorp mit Clawdia Chauchat, der Russin, in die er sich verliebt. Lange unausgesprochen, kommen sich die beiden nach der Faschingsfeier im Sanatorium näher. Der berühmte in einer deutsch-französischen Mischsprache geführte Fassnachtsdialog zwischen Clawdia und Hans wird von Annette Seemann und Edoardo Costadura gelesen, übersetzt und im Kontext des Romans eingeordnet. Der Abend klingt mit einem vin d´honneur aus. Tickets gibt es für 8 Euro (ermäßigt 5) an der Abendkasse. red
Liszts „Via crucis“ in Herz-Jesu-Kirche
Als „Landschaften der Seele“ bezeichnet die Liszt-Biennale Thüringen 2025 ihren landesweiten Konzertreigen, an dem sich auch die Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar beteiligt. Im Rahmen des Festivals singt der Kammerchor der Hochschule unter der Leitung von Jürgen Puschbeck am Donnerstag, 5. Juni, um 19.30 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche Weimar geistliche Werke Franz Liszts. An der Franz-Liszt-Gedächtnisorgel improvisiert Martin Sturm. Der Eintritt ist frei.
Im Zentrum des Konzerts steht Franz Liszts „Via crucis – Die 14 Stationen des Kreuzwegs für Solisten, Chor und Orgel“. Es gilt als eines der herausragenden kirchenmusikalischen Werke Liszts aus seiner kompositorischen Spätzeit um 1878. „Via crucis“ erlebte zuletzt im Jahr 2012 im Rahmen von Nike Wagners Kunstfest „pèlerinages“ eine erinnerungswürdige Aufführung in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Robert Wilson. Das Publikum könne sich „auf Kontemplation und stille Einkehr“ einstellen und freuen, sagt einer der Initiatoren der Liszt Biennale Thüringen, Wolfram Huschke.
Weitere Programmpunkte des Konzerts in der katholischen Herz-Jesu-Kirche sind Franz Liszts 1842 komponiertes „Ave Maria“ in B-Dur sowie Improvisationen des Weimarer Orgelprofessors Martin Sturm über Themen Liszts. Als Solisten singen Julia Schneider und Elisabeth Apel (Sopran), Nolwenn Tilly (Alt) sowie Maximilian Thom (Bariton). red
Thüringen und der Klimawandel
Die fünfte Veranstaltung der Reihe „Beyond now – Zukunftsfragen der Gesellschaft“ an Weimars Bauhaus-Uni rückt am Donnerstag, 5. Juni, das globale Überleben in den Mittelpunkt: Kein Transformationsprozess hat existenziellere Folgen als der anthropogene Klimawandel. Die Vielfalt des Lebens auf unserem Planeten nimmt rapide ab, Dürren und Überschwemmungen zeigen die dramatischen Folgen der Erderwärmung. Angesichts des tiefgreifenden Wandels stellt sich die Frage: Hat die Erde – und mit ihr Thüringen – eine Zukunft im Anthropozän, dem Zeitalter des Menschen? Darüber reden von 17 bis 18.30 Uhr im Oberlichtsaal des Uni-Hauptgebäudes, Geschwister-Scholl-Straße 8, Ingolf Profft, Referatsleiter für Klimafolgen, Forschung und Versuchswesen beim ThüringenForst Gotha, und Alexandra Toland, Professorin für Arts und Research an der Bauhaus-Universität Weimar. red
Liedtage an Weimars Musikhochschule
Im Frühsommer werden die nächsten „Liedtage XVII“ an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar gestaltet. In der 17. Ausgabe dieser Konzertreihe vom 4. bis zum 29. Juni geht es erneut um Vielfalt und Einheit, mit Liedern aus der Goethezeit über Franz Liszt und sein Umfeld bis hin zu Benjamin Britten. Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei. Der klangvolle Auftakt am Mittwoch, 4. Juni, um 19.30 Uhr im Saal Am Palais trägt das Motto „Großes Opus – Kleiner Zyklus“. Im Fokus stehen Liedgruppen von Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Richard Strauss, Claude Debussy und Alban Berg. red
Schiller-Nationalausgabe in Weimar präsentiert
Eines der ambitioniertesten Editionsprojekte deutscher Literaturgeschichte ist vollendet: Die historisch-kritische Schiller-Nationalausgabe der Werke, Briefe und Lebenszeugnisse Friedrich Schillers wird mit dem 43. Band nach 85 Jahren abgeschlossen. Die Klassik-Stiftung Weimar lädt aus diesem Anlass am Donnerstag, 5. Juni, zu einer Festveranstaltung ins Goethe- und Schiller-Archiv ein. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr, der Eintritt ist frei.
Die im Jahr 1940 begonnene Schiller-Nationalausgabe zählt zu den bedeutendsten literaturwissenschaftlichen Langzeitvorhaben des 20. und 21. Jahrhunderts: Trotz des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Teilung gelang es, die Arbeit an der Edition kontinuierlich fortzuführen. Der abschließende 43. Band, herausgegeben im Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger und J. B. Metzler, enthält neben umfangreichen Registern und Korrekturen auch bislang unerschlossene Texte – darunter Schillers „Fieberschrift“ und die „Avanturen des Neuen Telemachs“.
Von Beginn an war das Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar eng in das Projekt eingebunden. Gemeinsam mit dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach bildete es über Jahrzehnte hinweg die wissenschaftliche und organisatorische Klammer des Unterfangens. Bedeutende Persönlichkeiten prägten die Edition mit großem Engagement – darunter die langjährige Leiterin des Verlags Hermann Böhlaus Nachfolger, Leiva Petersen, die Redaktorin und spätere Herausgeberin Lieselotte Blumenthal sowie Benno von Wiese und Norbert Oellers, der das Projekt ab 1978 wissenschaftlich begleitete und in den Jahren nach der Wiedervereinigung nun zu seinem Abschluss führte.
Im Mittelpunkt der Festveranstaltung steht ein Vortrag von Professor Norbert Oellers (Bonn), der die bewegte Geschichte der Schiller-Nationalausgabe nachzeichnet – von den ersten Planungen im nationalsozialistischen Deutschland über die kulturpolitisch geprägte Fortführung in der DDR und BRD bis hin zur Vollendung im wiedervereinigten Deutschland. Begleitend spricht Professorin Alice Stašková (Jena) über die anhaltende Bedeutung von Schillers Werk für die Gegenwart.
Die Veranstaltung findet im Vortragssaal des Goethe- und Schiller-Archivs statt. Im Anschluss lädt die Klassik Stiftung Weimar zu einem Empfang im Foyer und auf der Terrasse des Hauses ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. red
Verdi und Gershwin im Konzert
Zum Fakultätskonzert an der Weimarer Musikhochschule öffnet sich am Donnerstag, 5. Juni, um 19.30 Uhr der Festsaal des Fürstenhauses. Es musizieren und singen Studierende der Fakultät I (Orchesterinstrumente und Gesang). Es erklingen unter anderem Werke für Horn von Jiri Pauer und Joseph Rheinberger sowie drei Stücke aus der Gershwins „Porgy und Bess“ für Violine und Klavier. Außerdem sind Arien aus Verdis „La Traviata“, ein Song aus dem Musical „Dracula“ von Frank Wildhorn sowie Lieder von Conrad Ansorge und Franz Liszt zu erleben. Der Eintritt ist frei. red
Sternenklang-Festival in Kranichfeld
Das Sternenklang-Festival erlebt ab Donnerstag, 5. Juni, bis zum Sonntag, 8. Juni, auf der Freilichtbühne der Kranichfelder Niederburg eine Neuauflage. Zum Line-Up des Mittelalter-Festivals gehören diesmal unter anderem „Schandmaul“, „Dartagnan“, „Mr. Hurley & die Pulveraffen“ und „Manntra“. Neben jeder Menge Livemusik erleben die Besucher Feuershows, mittelalterliche Schaukämpfe, witzige Quizz-Abende und Lesungen. Kurzentschlossene haben allerdings wenig Glück. Denn wie im Vorjahr ist das Festival auch 2025 ausverkauft. red





