Open Air: Yiddish Summer Weimar startet
Mit einem Konzert unter freiem Himmel auf dem Herderplatz startet am Samstag, 12. Juli, der Yiddish Summer Weimar. Zu hören ist ab 20 Uhr das „YAM Ensemble“ bestehend aus 30 Musikerinnen und Musikern aus der Türkei, Griechenland und Deutschland. „YAM“ bedeutet auf Jiddisch und Hebräisch ‚Meer‘ und ist eine Hommage an die miteinander verflochtenen griechisch-türkischen, sephardischen und jiddischen kulturellen und musikalischen Traditionen der Region rund im Mittelmeer und Schwarzes Meer. Unter der Leitung von Ilya Shneyveys und Sarah Myerson kreiert und spielt das Ensemble Suiten, die sich nahtlos zwischen komplizierten Arrangements und spielerischer Improvisation bewegen. Sollte es regnen, wird das Konzert im Reithaus stattfinden. red
Museum erkunden mit Archäologe Archie
Zwei spannende Führungen erwarten die Besucherinnen und Besucher des Museums für Ur- und Frühgeschichte Thüringens am Sonntag, 13. Juli. Um 11 Uhr lädt der kleinste Archäologe Thüringens, das Museumsmaskottchen Archie, Kinder ab fünf Jahren zu einer aufregenden Entdeckungstour in die Steinzeit ein. Am Nachmittag schleichen sich zwei Diebe ins Museum, die es auf die Schätze der Ausstellung abgesehen haben. Gäste ab zehn Jahren können bei einer Erlebnisführung um 15 Uhr dabei helfen, die Kostbarkeiten zu beschützen.
Spielen mit Murmeln, Knöpfen und Kreiseln
Andreas vom Rothenbarth ist am Sonntagnachmittag, 13. Juli, von 14 bis 16.30 Uhr im Freilichtmuseum Hohenfelden zu Gast. Im Gepäck hat er alte Spiele für die ganze Familie, mit Murmeln, Knöpfen und Kreiseln. Sie sind ein Stück Geschichte Thüringens: In vielen Orten Thüringens war Heimarbeit in der Textilindustrie verbreitet, während der die Kinder unter der Nähmaschine mit Garn und Knöpfen spielten. In Glashütten wurden abends aus den Abfällen bunte Glasmurmeln gemacht, die in jeder Kinder-Hosentasche zu finden waren. Großväter drechselten aus Holzresten Kreisel für die Enkel. Andreas von Rothenbarth will diese einst weit verbreiteten Spiele vor dem Vergessen bewahren.
Predigtreihe geht weiter mit Paul Schneider
Im Gemeindezentrum Paul Schneider in Weimar wird im Juli zu einer Predigtreihe unter dem Motto „Leute, die was bewegt haben“ eingeladen. Am 13. Juli, 9.30 Uhr, beschäftigt sich Prädikantin Deborah Poppowitsch mit Paul Schneider, „Pfarrer in schwerster Zeit, fern seiner Gemeinde, nah den Gequälten“. Er engagierte sich für die Bekennende Kirche, wurde mehrfach von den Nationalsozialisten inhaftiert und starb schließlich 1939, schwer misshandelt, im damals neu errichteten Konzentrationslager Buchenwald. Paul Schneider ist eine von vier Persönlichkeiten der Predigtreihe, die in Weimar Spuren hinterlassen haben und jeweils ein Beispiel christlicher Verantwortung vorgelebt haben. red
Renaissancemusik im Klinikfoyer
Das nächste Montagskonzert im Foyer des Sophien- und Hufeland-Klinikums in Weimar geben am 14. Juli „a midsummer night's consort“. In der Gruppe haben sich Liebhaber der Alten Musik zusammengefunden, die Consort-Musik aus dem 16. Jahrhundert aus Spanien, Italien, England und Deutschland spielen. Dabei erklingen drei Viola da Gamba und der Gesang von Candela Cuevas Djamgossian. Los geht es um 16.30 Uhr. red
Klangreisen bei Kerzenschein in Denstedt
Im Konzertzyklus an der Liszt-Orgel in Denstedt steht am Mittwoch, 16. Juli, ab 19.30 Uhr, der 100. Todestag des Komponisten Erik Satie im Mittelpunkt. Michael von Hintzenstern bringt die Wege zum Klingen, die von seinem Schaffen zum Werk des Amerikaners John Cage führten. Am Freitag, 18. Juli, startet um 22 Uhr in Denstedt die neue Reihe „Ausser der Reihe: Improvisationen zur Nacht“. Nach Sonnenuntergang wird bei Kerzenschein zu einer Klang-Reise eingeladen, die neue Hör-Horizonte eröffnen soll. Die Ausführenden sind: Mihail Cunechi (Akkordeon), Matthias von Hintzenstern (Violoncello und Obertongesang) und Michael von Hintzenstern (Orgel mit Winddrossel). Der Eintritt ist frei. red
Bauhaus-Rotarier haben einen neuen Präsident
Michael Zapfe ist neuer Präsident des Rotary Club Weimar-Bauhaus. Vorgängerin Cordula Boden übergab ihm das Amt bei einem feierlichen Treffen des Clubs in der Kreuzkirche. Michael Zapfe ist Marketingberater und Designer und hatte ein Jahr lang das Amt des President elect inne. Das Amt des Clubsekretärs und Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit sowie Internet übernahm Bernhard Leisner von Wolf Bertram Becker.

Täglich
Der Newsletter für Weimar
Alle wichtigen Informationen aus der Klassikerstadt Weimar, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Die Veranstaltung in der Kreuzkirche wurde zu einem Treffen vieler Rotarier aus Weimar, von Mitgliedern des Inner Wheel Club über Rotaract Weimar und den Rotariern im Weimarer Land. Auch die Projektpartner vom Kinder- und Jugendclub Kramixxo-Waggong waren dabei. Für musikalische Begleitung an der Orgel sorgte Georg-Friedrich Wesarg von der Hochschule für Musik Franz Liszt.
Als neuer Präsident plant Michael Zapfe ein neues Serviceprojekt gemeinsam mit der Weimarer Tafel Plus und der Kreisstelle der Diakonie. Die entstehende „Rotary WissensWerkstatt – Leben, Lernen, wachsen“ soll Kindern aus schwierigen sozialen Verhältnissen helfen, schulische Probleme zu überwinden und die Herausforderungen einer ganzheitlichen persönlichen Entwicklung der Kinder in den Fokus nehmen. Basis ist das bereits existierende Lerncafé im Gemeindezentrum „Paul Schneider“ in Weimar-West. Hier wollen die Rotarier konkret die Nachhilfe personell unterstützen und weitere Bildungsangebote machen. Begleitend werden mithilfe von Spendengeldern weitere ehrenamtliche Unterstützer finanziert, ein Therapeutisches Bogenschießen aufgebaut und erlebnisreiche Freizeiten organisiert. Geld dafür soll unter anderem bei einem Benefiz-Bogenschießen und mit einem Buchprojekt zum 165. Geburtstag des bekannten Weimarer Architekten Rudolf Zapfe gesammelt werden.
Michael Zapfe stellte an dem Abend den ersten Teil der „WissensWerkstatt“ vor. Eine geplante, zweitägige Freizeit im Herbst richtet sich an 15 Kinder im Alter von neun bis 13 Jahren. Unter dem Motto „Into the Wild: Ab in die Wildnis“ wird für die Kinder ein geschützter, erlebnisreicher Raum geschaffen – mit Feuer, Wald, Wasser und vor allem: Zeit. Damit soll Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit gestärkt, soziale Kompetenzen und Gruppenzusammenhalt gefördert und die Natur als heilender und befreiender Erfahrungsraum erlebt werden. In der Kreuzkirche kamen an diesem Abend bereits 1760 Euro an Spenden dafür zusammen. red
Maria Pawlownas Pfade in Polen erkundet

Die Maria-Pawlowna-Gesellschaft ist von ihrer Reise entlang der Erlebnisroute zurückgekehrt. Im dritten Jahr der Tour bereisten die Mitglieder die Abschnitte drei und vier von zehn Etappen auf der Strecke, die Großherzog Carl Friedrich und Maria Pawlowna nach ihrer Hochzeit von Sankt Petersburg nach Weimar zurücklegten.
In Witnica, gleich hinter der deutsch-polnischen Grenze, traft sich die Weimarer Gruppe mit dem deutsch-polnischen Verein „Educatio Pro Europa Viadrina“ zum Thema „Post- und Reisewesen entlang der Erlebnisroute Maria Pawlowna“. Zusammen feierten sie in Witnica ein Fest. In Kwidzyn, ehemals Marienwerder, wurde die Pawlowna-Gesellschaft vom Kwidzyner Kulturverein empfangen, wo abermals ein interkulturelles Fest veranstaltet wurde. Historikerin Justyna Liguz erhielt die Maria-Pawlowna-Ehrenmedaille als Anerkennung für die besonderen Verdienste im Dialog und der Völkerverständigung in Europa.
Zum Abschluss besichtigte die Weimarer Gruppe noch Schloss Ostromecko, in dem Maria Pawlowna 1804 auf ihrer Reise übernachtet hatte. Heute ist im Schlosskomplex das Kulturzentrum von Bydgogoszcz angesiedelt. Im Konzertsaal des Schlosses gab die Mitreisende Silvia Dohl auf einem Blüthner-Flügel ein Konzert, bei dem neben Kompositionen von Bach auch ein Werk von Maria Pawlowna erklang.
Die Pawlowna-Gesellschaft hat die Vereine aus Witnica und Kwidzyn nach Weimar eingeladen und „Educatio Pro Europa Viadrina“, die jährlich ein Klezmer-Wochenende organisieren, den Kontakt zum Yiddish Summer in Weimar vermittelt. Vereinspräsidentin Irina Tschistowskaja resümiert: „In Polen gibt es Vorbehalte im Verhältnis zu Deutschland und eine Abneigung zu Russland. Durch unsere Aktivitäten könnten wir aber erleben, dass eine Verständigung doch möglich ist, wenn man offen aufeinander zugeht und miteinander spricht. Dann öffnen sich die Herzen.“ 2026 will die Gesellschaft auf der Erlebnisroute nach Litauen reisen. red
Weimars Schiedsstellen müssen neu besetzt werden
Die Stadt Weimar sucht neue Schiedspersonen. Unter dem Motto „Schlichten statt Richten“ nehmen die Schiedspersonen ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten wahr und versuchen die einzelnen Parteien dazu zu bewegen, bei strittigen Auseinandersetzungen aufeinander zuzugehen und sich gütlich zu einigen. So soll der Gang zum Gericht vermieden werden. Das Betätigungsfeld umfasst dabei zivilrechtliche Auseinandersetzungen, beispielsweise wenn der herüber hängende Zweig aus Nachbars Garten stört, sowie strafrechtliche Streitigkeiten.
Sämtliche Schiedsstellen der Stadt Weimar sind in diesem Jahr neu zu besetzen. Die Schiedsperson soll nicht jünger als 25 Jahre und nicht älter als 70 Jahre sein. Sie muss zwingend in Weimar wohnen. Die Wahl durch den Stadtrat erfolgt für fünf Jahre. Einführungs- und Fortbildungslehrgänge vermitteln die Grundlagen. red
Interessierte wenden sich per Post an die Abteilung für Rechtsangelegenheiten der Stadtverwaltung Weimar, Schwanseestraße 17 in 99423 Weimar
Weitere aktuelle Beiträge aus Weimar und Umgebung
- Zwiebelmarkt Weimar 2026: alle Fotos, Videos und Geschichten auf einen Blick
- Nach Schock-Tat in Weimar: Prozess gestartet, zwei Täter weiterhin auf der Flucht
- Zwiebelmarkt Weimar: Sperrungen für Sicherheit, Stadtlauf und Busparkplätze
- Brand in ehemaliger Ziegelei in Weimar: Polizei schließt Brandstiftung nicht aus
Biologin greift zum Pinsel
Noch bis 21. September im Foyer der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen zu sehen sind die Bilder von Heidrun Paezelt. Von Beruf her Biologin, beschäftigt sich die Malerin nicht nur mit der sichtbaren Natur, sondern entfaltet eine faszinierende Welt der Doppelbödigkeit der menschlichen Existenz: dem Unterbewussten, dem Mythologischen bis zur Welt des Märchenhaften. Heidrun Paetzelt ihrer Ausstellung den Titel „Zwischen Traum und Wirklichkeit“ gegeben. Die Ausstellung ist werktags in der Zeit von 8 bis 17 Uhr zugänglich. red




