Nun ist die Entscheidung gefallen: Am Dienstagvormittag wurde die Jenaplanschule in Weimar als eine der sechs besten Schulen in ganz Deutschland ausgezeichnet. Mehr als einhundert Schulen hatten sich für den Deutschen Schulpreis 2025 beworben. Ende Juni hat die Jury 15 Schulen nominiert. Die Preisverleihung mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fand in Berlin statt.
Jenaplanschule hat jüngst Schulneubau in Weimar eröffnet
„Die Jenaplanschule in Weimar versteht sich als eine Schule für alle. Das sehr gut ausgearbeitet Konzept sieht vor, dass Schülerinnen und Schüler jahrgangsübergreifend, aber auch in ihrer Jahrgangsstufe arbeiten“, so das Jury-Mitglied Michaela Geweke zu der Entscheidung. „Außerdem haben wir sehr qualitätsvollen Unterricht in allen Schulstufen erlebt, und wir konnten sehen, wie Schülerinnen und Schüler auch selbständig ihren Unterricht mitgestalten konnten.“ Entgegengenommen wurde der Preis von Schülern der Jenaplanschule und der Schulleiterin Ilka Drewke. Laudator war Bernhard Straub, Geschäftsführer der Robert-Bosch-Stiftung.
Die Eröffnung der neuen Jenaplan-Schule in Weimar in Bildern
Erst Anfang September hatte die Jenaplanschule feierlich ihren Schulneubau Am Hartwege in Oberweimar eröffnet. Elf Jahre hat das größte Bauprojekt der jüngsten Vergangenheit in der Kulturstadt schlussendlich in Anspruch genommen. Der Neubau für die rund 400 Schülerinnen und Schüler schlug mit 31 Millionen Euro zu Buche – und wird nun zum bundesweiten Aushängeschild.
Frank-Walter Steinmeier kritisiert Social-Media-Nutzung
Ein mehrstufiges Auswahlverfahren ging der Preisverleihung voraus, teilen die Veranstalter weiter mit. Es umfasste neben einer schriftlichen Bewerbung Interviews mit allen Bewerberschulen und je zweitägige Hospitationen an zwanzig Schulen. Der nun vergebene Hauptpreis war mit 100.000 Euro dotiert und ging an die Maria-Leo-Grundschule in Berlin, die fünf weiteren Preisträger, darunter die Jenaplanschule, erhielten je 30.000 Euro.
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hob in seinem Grußwort auf Herausforderungen der Bildungspolitik und der Schulen ab. Soziale Herkunft entscheide immer noch über den Bildungserfolg, sagt er. Auch die Folgen der Pandemie würde dabei eine Rolle spielen. Hierfür bedarf es ausreichend Pädagogen und Sozialarbeiter. Auch die wachsende Nutzung von Social Media sieht der Bundespräsident kritisch. Die Debatte über Verantwortung und schärfere Regeln müsse dringend geführt werden. Überdies sieht Frank-Walter Steinmeier Schulen auch als wichtige Akteure im Kampf gegen Feinde der Demokratie. Wer die Demokratie stärken wolle, müsse Lehrerinnen und Lehrer unterstützen.














