Ein wenig ging es zurück zu den Wurzeln, als am Sonntag im Deutschen Nationaltheater Weimar die Märchenoper „Hänsel und Gretel“ aufgeführt wurde. Im Jahr 2013 stand das Märchenspiel an der Wiege einer Benefizaktion der Kunststoff-Technik Weimar GmbH. Die Firma lud damals 300 Grundschüler zum Theaterbesuch bei „Hänsel und Gretel“ ein. Sie hatte damit solchen Erfolg, dass Firmenchef Klaus Deininger mehr daraus machen wollte.

Täglich

Der Newsletter für Weimar

Alle wichtigen Informationen aus der Klassikerstadt Weimar, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

So entstand eine mit Günter von Dreyfuß produzierte Weihnachts-CD und das zugehörige Benefizkonzert vor dem DNT. Dem schloss sich 2014 das erste gemeinsame Benefizkonzert mit DNT und Staatskapelle unter dem Titel „Ein Lied für Weimar“ an. Stets kam der Erlös Kindern und Jugendlichen in Weimar zugute.

Weihnachtsspenden seit 2013

„Hänsel und Gretel“ und Spenden für den guten Zweck

In diesem Jahr waren es nun erneut „Hänsel und Gretel“, durch die sich das DNT und die KTW für den gemeinnützigen Zweck verbündeten. Vor der Märchenoper lüftete KTW-Seniorchef Klaus Deininger an der Seite von Co-Intendant Valentin Schwarz das Geheimnis um den großen Scheck.

Weihnachtsspende für Tasifan
KTW-Seniorchef Klaus Deininger (rechts) und DNT-Co-Intendant Valentin Schwarz (links) lüften das Geheimnis um den Spendenscheck für den Kinderzirkus Tasifan.© Funke Thüringen | Michael Baar

10.000 Euro hatten die Firma und ihre langjährigen Partner für den Kinderzirkus Tasifan zusammengetragen. Dank und Applaus galten deshalb auch der VR Bank Weimar, der Weimarer Wohnstätte, den Stadtwerken Weimar und OB Peter Kleine.

Mit Zirkusdirektor Dirk Wendelmuth nahmen Gerda, Maja, Charlott und Christiane die Weihnachtsspende entgegen. Für die Verwendung der Mittel hat der Kinderzirkus eine lange Liste: Schließlich gehören pro Jahr um die 300 Akteure zu seinem Ensemble. Für die Gruppen wollen Probencamps, Fahrten, Fortbildungen oder auch Treffen mit anderen Zirkusgruppen organisiert und bezahlt werden.

Märchenoper Hänsel und Gretel im DNT Weimar
Jetzt wird es gefährlich: Die Knusperhexe schnappt sich Hänsel und Gretel.© Funke Thüringen | Michael Baar

Brückenschlag zu einer langjährigen Benefizaktion

In der Märchenoper anno 2025 stehen die schola cantorum weimar und Uwe Schenker-Primus für den Brückenschlag zwischen 2012 und 2025. Der Weimarer Kinder- und Jugendchor und der Bariton waren bereits in der Hänsel-und-Gretel-Inszenierung von Karsten Wiegand zu erleben. In der Wiederaufnahme von Hasko Webers Version stehen sie erneut auf der Bühne.

Das Publikum honorierte die Aufführung am dritten Advent mit tosendem Applaus über zwei Vorhänge hinweg. Aber auch der Auftritt der Tasifani und ihre Vorführungen davor und in der Pause hatten die Gäste überzeugt. Sie steuerten über eine Spendenbox im Foyer 684,96 Euro zum Benefizerlös bei.

Weihnachtsspende für Tasifan
Ein Hauch von Zirkus: vor der Opernaufführung und in der Pause.© Funke Thüringen | Michael Baar

Wer genau zuhörte, der erfuhr zudem etwas über die Entstehung des Zirkus-Namens: Über ihn wurde nämlich 1997 von den ersten Akteuren abgestimmt. Weil sich das Zirkuscamp auf dem alten Schlachthofgelände befand, hieß der alternative Name „Zirkus Wurscht“. – Gut, dass damals „Tasifan“ das Rennen machte. mb