- Die Schultheatertage feiern ihre 30. Ausgabe in Weimar: Vom 27. bis 29. April bespielen Schüler das Stellwerk und die Redoute.
- Elf Gruppen zeigen Spannbreite von neu gedachten Klassikern bis Uraufführungen; manches ist bereits ausverkauft, doch es gibt noch freie Plätze bei kostenlosem Eintritt.
- Erfahrene Theaterprofis coachen die Ensembles, und erstmals übernimmt eine Schülergruppe die Moderation.
Viele Generationen von Kindern und Jugendlichen standen bereits auf der Bühne des Weimarer Stellwerks. Auch im Deutschen Nationaltheater haben sie sich einem Publikum gegenüber bewiesen – und im Schauspielen eine Leidenschaft entdeckt. Die Schultheatertage, bei denen junge Menschen oft die erste Gelegenheit bekommen, in eine fremde Rolle zu schlüpfen, stehen vor einem runden Geburtstag: Zum 30. Mal finden sie in Weimar statt.
Experten begleiten die Projektgruppen der Schüler
Drei Tage lang, vom 27. bis 29. April, werden die von Schülerinnen und Schülern eingeübten Theaterstücke im jungen Theater Stellwerk und in der Redoute gezeigt. Dabei werden ihnen Beraterinnen und Berater mit viel Schauspielerfahrung zur Seite gestellt, wie Schauspieler Martin Esser, DNT-Theaterpädagogin Angelika Andrzejewski, Stellwerk-Theaterpädagogin Louisa Grote, Caroline Frisch vom Tanzverein „WE Dance“ und der freischaffende Dramaturg Carsten Weber.

Nicht nur die Beteiligten fiebern auf die Vorstellungen hin. Für interessierte Zuschauer ist der Eintritt frei. Wer schnell ist, kann noch in mehreren Vorstellungen einen Platz reservieren. Elf Theatergruppen zeigen teils bekannte Stücke, wie Jugendliche vom Weimarer Humboldt-Gymnasium, die Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“ inszenieren (27. April im Stellwerk). Teils sind die Theaterklassiker nur die Grundlage für moderne Interpretationen, wie „Romeo und Julia, aber mit WLAN“ vom Marie-Curie-Gymnasium Bad Berka (29. April, Redoute). Bei anderen stammen Idee und Umsetzung allein von den Projektgruppen, wie „Error 404 – Mensch nicht gefunden“ vom Goethe-Gymnasium Weimar (28. April, Stellwerk).
Märchen und eine Jagd durch die Metropole
Ausverkauft sind bereits die Vorstellung vom „Kleinen Prinz“ mit dem Humboldt-Gymnasium Weimar, „Der Broschraub“ von der Freien Talschule Tonndorf und „Der perfekte Pfannkuchen“ von der Montessorischule Nohra. Mehr Glück auf einen Platz haben Zuschauer in „Aller Anfang schwer? Eine Geschichte vom Aufbruch“ (27. April, Redoute), in dem sich Elftklässler des Weimarer Goethe-Gymnasiums mit dem persischen Epos „Die Konferenz der Vögel“ auseinandersetzen. In „Monster – eine Szenencollage“ (29. April, Redoute) begegnen Neuntklässler der Goethe-Schule ihren Ängsten. In „Berlin mit einem Hauch von Curry“ (27. April, Redoute) zeigen Jugendliche des Curie-Gymnasiums Bad Berka eine Verfolgungsjagd durch unterschiedliche Viertel der Bundeshauptstadt.
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In „Es war einmal … und ist jetzt“ (28. April, Redoute) stellen Schüler der Evangelischen Gemeinschaftsschule Weimar Rollenbilder in Märchen auf die Probe, und in „Fast wie beim Froschkönig – frei nach den Gebrüdern Grimm“ (29. April, Stellwerk) vom Förderzentrum Blankenhain fällt statt der goldenen Kugel das Handy in den Brunnen. In „Grünkäppchen und die krass böse Dumpfbacke“ (29. April) von der Parkschule Weimar wird eine Märchenfigur den Verlockungen eines modernen Teenagerlebens ausgesetzt.
Neu in diesem Jahr: Erstmals übernehmen Jugendliche der Jenaplanschule in einer Projektgruppe die Moderation der Schultheatertage.
Reservierungen sind für alle Vorstellungen erforderlich unter Tel.: 03643/490800 oder per E-Mail an karten@stellwerk-weimar.de



