Was am vergangenen Sonntag mit der Übergabe einer Richard-Wagner-Büste an die Stadt sowie einem Mittelaltermarkt an der Kirche begonnen hatte, geht nun in ein kunterbuntes Volksfest über: Magdala feiert mit einer Festwoche sein 1150-jähriges Bestehen, und die Verantwortlichen konnten sich bisher über mangelnde Resonanz nicht beklagen: Zur Nachtwächter-Führung am Dienstagabend strömten rund 250 Neugierige mit René Treunert durch die Straßen und Gassen der Kleinstadt, zum historischen Abend am Mittwoch war die Mehrzweckhalle ebenfalls gut gefüllt. Jetzt hoffen Bürgermeister Mario Haßkarl (parteilos) und seine Mitstreiter auf schönes Wetter zum Endspurt.
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Am Freitag, 18. September, klingt um 15 Uhr das Künstler-Symposium auf dem Freigelände des Awo-Pflegehotels am südlichen Stadtrand aus. Zur gleichen Zeit beginnt auf dem Gelände des ehemaligen Naturbades am Ottstedter Teich ein Familien-Picknick, dessen Teilnehmer ihre Speisen und Getränke selbst mitbringen. Ein Angebot mit Burger-Stand, Kaffeehäuschen, Weinstand sowie Musik und Spielen ist darüber hinaus vorbereitet. Zum Ausklang wird die Musik immer lauter, bevor das Programm fließend in „House am See“, eine Party für die Jugend aus Magdala und Region, übergeht – mit freiem Eintritt.
Feuerwerk und Musik auf dem Schulhof
Am Samstag, 19. September, liegt der Schwerpunkt auf dem Sportplatz-Gelände: Dort finden sich zur Blaulichtmeile zahllose Fahrzeuge und technische Utensilien von Polizei, Feuerwehr, THW und Rettungsdienst. Im Rahmenprogramm tobt ein Volksfest mit Kettenkarussell, Hüpfburgen, allerlei Angeboten für das leibliche Wohl sowie einer Benefiz-Aktion zu Gunsten der Beachvolleyball-Anlage. In Kooperation mit dem MDR wird ein Drohnenfoto mit 1150-Formation geschossen, ab 14 Uhr tritt das Landes-Polizei-Orchester Thüringen auf. Auf dem nahen Schulhof bittet das ortsansässige Ensemble Stielbruch ab 19.30 Uhr zur „Nacht der Lieder“, gefolgt von „Hausmusik Koppe“. Dazwischen soll um 21.45 Uhr ein spektakuläres Höhenfeuerwerk den Nachthimmel über dem Sportplatz illuminieren. Ab 22 Uhr lässt die „2-Takt-Band“ bei freiem Eintritt die Mehrzweckhalle beben.
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Am Sonntag schließlich folgt das mit viel Vorfreude erwartete Spektakel: In der Blankenhainer Straße formiert sich der große Festumzug mit mehr als 30 historischen wie auch zeitgenössischen Bildern und startet um 13 Uhr zu seiner Runde. Die führt zunächst am Rathaus vorbei, wo die als Faschingsredner erprobten Vincenz Grahl und Henning Kirscht vom Magdalaer Carneval-Club (MCC) das Geschehen über Mikrofon und Lautsprecherboxen kommentieren. „Wegen der großen Fahrzeuge verzichten wir auf Nebenstraßen“, so Bürgermeister Mario Haßkarl. Über die Richard-Wagner-Straße und Ottstedter Straße führt die Runde zurück zum Rathaus. Danach verlagert sich das Geschehen wieder zum Sportplatz, wo ein Kinder- und Sportfest zum Weltkindertag wartet. Die Magdalaer Vereine präsentieren sich dort. Außerdem hat nach dem Festumzug das Heimatmuseum im ehemaligen Jugendheim geöffnet.
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Die weiteste Anreise zum Fest dürften die Gäste aus der französischen Partnerstadt Nesles haben: Sie treffen am Freitagnachmittag ein und stehen zum Abschluss am Sonntagabend bei einem deutsch-französischen Abend im Rathaus im Mittelpunkt, bevor sie am Montagvormittag wieder die Heimreise antreten und in Magdala das große Aufräumen losgeht.





