Nach einer Familientragödie in Weimars ukrainischer Partnerstadt bittet der Verein Weimar – Schowkwa um Spenden für eine junge Witwe. Ihr Mann Taras Kharachko aus Schowkwa hatte Ende September den Dienst in der ukrainischen Armee beendet. „Er war gerade eben zum dritten Mal Vater geworden, was diesen Schritt dann möglich machte“, berichtete der Vereinsvorsitzende Wolfram Wiese gegenüber unserer Zeitung.

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Taras Kharachko wollte seine Frau Marta zu Hause in Schowkwa unterstützen, Zeit für die Familie haben und in seinen Zivilberuf zurückkehren. Und dann das Unfassbare: Der 38‑Jährige ist völlig überraschend im Schlaf an Herzversagen gestorben.

Familie steht vor dem finanziellen Nichts

„Eine Tragödie für die Familie, die die Witwe mit dem Neugeborenen und den beiden anderen Kindern schockiert und fassungslos gemacht hat“, schreibt der Vereinsvorsitzende Wolfram Wiese. Zu diesem Leid komme jetzt auch noch eine finanzielle Katastrophe hinzu. „Wäre Taras während seines Militärdienstes gestorben, so wäre seine Familie versorgt gewesen. Weil er jedoch gerade eben erst wieder Zivilist geworden ist, stehen seine Hinterbliebenen vor dem finanziellen Nichts.“

Nach Angaben der Stadt Schowkwa hatte sich Taras Kharachko seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Jahr 2022 als Teil des Staats-Sondertransportdienstes der Ukraine für die Verteidigung seines Heimatlandes eingesetzt. Er kämpfte in Richtung Saporischschja, berichtete die Stadt in einem Facebook-Post. Für seinen Mut und seine Tapferkeit sei ihm vom Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine das „Goldene Kreuz“ verliehen worden.

Weimarer Verein bittet Weimarer um Spenden

„Natürlich versuchen die Stadt Schowkwa und die Mitbürger zu helfen, im fünften Jahr des Krieges sei das jedoch kein leichtes Unterfangen“, betonte der Weimarer Verein. Mit den Worten „Wir wollen helfen! Und wir bitten Sie herzlich um Ihre Unterstützung für Marta und ihre Kinder!“, wirbt jener um Spenden für die junge Witwe und die drei Kinder.

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Spenden, die von der Steuer abgesetzt werden können, werden mit dem Verwendungszweck „Marta“ auf das Vereinskonto erbeten. Bankverbindung: Förderverein zur Unterstützung der Stadt Schowkwa und der diesbezüglichen Städtepartnerschaft der Stadt Weimar e.V., IBAN DE10 8205 1000 0163 1704 44. Bereits im Vorfeld sprach der Verein allen Unterstützern einen herzlichen Dank der Hinterbliebenen aus.