Was einst als temporäre Ausstellung geplant war, gehört längst zum Weimarer Stadtbild: die Ausstellung „Die Zeugen“ mit Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald, fotografiert von Thomas Müller. Nachdem 2022 einige Tafeln abgebaut worden waren, ist nun ein Porträt zurückgekehrt. Das Bild von Andrei Iwanowitsch Moiseenko steht nun am Rathenauplatz, hinter dem Museum Neues Weimar, wo bereits die Porträts von Raymond Renaud und Günter Pappenheim ausgestellt werden.

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Andrei Moiseenko ist einer der letzten noch lebenden „Zeugen“ aus der Serie. Er feierte am 1. Mai dieses Jahres seinen 100. Geburtstag im Deutschen Nationaltheater in Weimar – auf ausdrücklichen Wunsch mit einem Punk-Konzert von Feine-Sahne-Fischfilet-Sänger Monchi und Thees Uhlmann. Zur Wiederaufstellung des Bildes am Mittwochnachmittag war auch Erika Rosenberg-Band nach Weimar gekommen. Die in Argentinien geborene Tochter geflohener deutscher Juden ist Biografin und Nachlassverwalterin von Oskar und Emilie Schindler, die gemeinsam mehr als 1000 Jüdinnen und Juden vor der Ermordung in Vernichtungslagern bewahrten.
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Erika Rosenberg-Band hat sich neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit der Erinnerungsarbeit verschrieben. Die Botschaft „Vergesst niemals, Mensch zu sein“ richtet sie an alle Weimarerinnen und Weimarer. Auch die Ausstellung, die 2019 von den Achava-Festspielen, der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora initiiert wurde, soll langfristig in Weimar erhalten bleiben. „Bleiben wir Zeugen dieser Zeugen“, sagte Bürgermeister Ralf Kirsten am Mittwoch. Er lädt Weimarer ein, sich als Paten für die Erhaltung der „Zeugen“ zu engagieren. Für das Moiseenko-Porträt gebe es noch keinen Paten.





