Erfurt. Seit April dürfen Erwachsene in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen Cannabis besitzen. Die Fachhochschule Erfurt beschäftigt sich nun wissenschaftlich mit Hanfpflanzen.

Die Fachhochschule Erfurt will Gartenbau-Studierende künftig in der Züchtung und Produktion von Cannabis ausbilden. Dazu sollen erstmals im kommenden Wintersemester entsprechende Kurse in den Studiengang Gärtnerischer Pflanzenbau eingebaut werden, wie die Hochschule am Dienstag informierte. Darunter sei auch ein Wahlpflichtfach Cannabis, den Angaben zufolge das erste deutschlandweit. Die Fachhochschule reagiert damit auf die Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland. Damit nehme die Nachfrage nach Hanfprodukten zu.

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Bereits seit einigen Jahren sei zudem bei Gartenbau-Studierenden ein steigendes Interesse an der Pflanze zu beobachten, was vor allem für deren medizinische Nutzung gelte. «Jedoch gibt es bislang fast keine professionelle Produktion in Deutschland, keinerlei wissenschaftliche Ausbildung und Forschung», begründete Wim Schwerdtner, Studiengangsleiter der Fachrichtung Gartenbau, die Aufnahme ins Ausbildungsprogramm.

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In der Hochschule will man für Ausbildungs- und Forschungszwecke ausschließlich THC-freien Hanf anbauen. Die Substanz THC (Tetrahydrocannabinol) führt die berauschende Wirkung von Cannabis herbei. Die Forschung an Cannabis ist in Deutschland genehmigungspflichtig. 

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