Pendler in Thüringen müssen sich anders als in Schleswig-Holstein nicht auf eine Ausdünnung des regionalen Zugangebots einstellen. Es drohe keine Abbestellung einzelner Verbindungen, teilte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums mit. Mittel- und langfristig seien die Mittel, die der Bund den Ländern zur Verfügung stelle, aber nicht auskömmlich, um den Personenverkehr auf der Schiene in gewohntem Ausmaß fortzuführen.

Jeden 2. Sonntag
Ein FUNKE Liebe
Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Schleswig-Holstein hatte zuletzt angekündigt, ab 2025 einzelne Verkehrsleistungen abbestellen zu wollen. Das Land hatte das ebenfalls mit aus seiner Sicht nicht ausreichenden Geldern vom Bund – den sogenannten Regionalisierungsmitteln – begründet. Es soll dabei hauptsächlich um Züge gehen, die selten benutzt werden.
Drei Prozent könnten kostenfrei abbestellt werden
In Thüringen sei generell eine Abbestellung von drei Prozent der vom Land bestellten Verkehrsleistungen möglich, hieß es aus dem Verkehrsministerium. Auch Änderungen darüber hinaus seien möglich, verursachten aber Extrakosten.
Probleme bereite auch die geplante Erhöhung der Trassenpreise, so die Sprecherin. Für den Regionalverkehr ist eine Erhöhung der Schienenmaut von 23,5 Prozent im Gespräch. In Thüringen drohen dadurch ab 2026 jährliche Mehrkosten von über 30 Millionen Euro. Verkehrsministerin Susanna Karawanskij (Linke) forderte zuletzt in einem Brief an die Bundesregierung die Erhöhung der Regionalisierungsmittel und ein anderes Trassenpreissystem.
Das könnte Sie auch interessieren:
- Deutschlandticket: Drei Szenarien – und was sie für Kunden bedeuten
- Baldige Preiserhöhung beim Deutschlandticket befürchtet
dpa




