Die Herzogin von Kent, Katherine, ist tot. Sie starb am Donnerstag im Alter von 92 Jahren im Kreis ihrer Familie im Londoner Kensington Palace, wie das britische Königshaus am Freitag mitteilte. König Charles III., Neffe zweiten Grades von Katherines Ehemann Prince Edward, würdigte ihr zivilgesellschaftliches Engagement, ihre Passion für Musik und ihre Empathie für junge Menschen.
It is with deep sorrow that Buckingham Palace announces the death of Her Royal Highness The Duchess of Kent.
— The Royal Family (@RoyalFamily) 5. September 2025
Her Royal Highness passed away peacefully last night at Kensington Palace, surrounded by her family.
The King and Queen and all Members of The Royal Family join The Duke… pic.twitter.com/OsCeb3pQ7d
Sie habe sich unermüdlich für andere und den guten Zweck eingesetzt, schrieben Thronfolger Prinz William und Prinzessin Kate in einer Stellungnahme. Die Flaggen am Buckingham-Palast hingen am Freitag auf halbmast. König Charles III. ordnete eine Trauerzeit bis einschließlich zum Tag der Beisetzung an, die der Nachrichtenagentur PA zufolge in einer Woche stattfinden soll. Katharine werde sehr vermisst, schrieben William und Kate.
Premierminister Keir Starmer überbrachte seine Anteilnahme. „Sie brachte Mitgefühl, Würde und Menschlichkeit in alles, was sie tat“, sagte der Premier einer Stellungnahme zufolge. Katharine galt als sehr bescheidene Royal, jahrelang unterrichtete sie als „Mrs. Kent“ an einer Grundschule in Hull Musik.
Katherine war der tennisinteressierten Öffentlichkeit dadurch vertraut, dass sie von den 1970er-Jahren bis 2001 den weiblichen Gewinnern des Wimbledon-Turniers die Trophäe überreichte. Dabei fiel sie durch warmherzige Gesten auch für die Unterlegenen auf.
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Katharine konvertierte zum Katholizismus – „private Entscheidung“
Aufmerksamkeit erregte die am 22. Februar 1933 geborene Katharine, als sie im Januar 1994 als erstes höheres Mitglied der Königsfamilie von der anglikanischen Staatskirche zum Katholizismus übertrat. Die private Zeremonie fand in der Kapelle des damaligen Vorsitzenden der katholischen Bischofskonferenz von England und Wales, Kardinal Basil Hume, statt.

Ihr Sprecher hatte zuvor mitgeteilt, es handele sich bei dem Schritt um „eine private Entscheidung“ der Herzogin, einer Cousine von Königin Elizabeth II. (1926-2022). Der Entschluss stehe nicht in Zusammenhang mit der Zulassung von Frauen zum Priestertum in der anglikanischen Kirche von England. Auch Hume hatte den „persönlichen Charakter“ der Konversion unterstrichen.

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Der damalige Anglikaner-Primas und Erzbischof von Canterbury, George Carey, würdigte die Entscheidung der Herzogin als „Entschluss einer tiefgläubigen Christin“. Die Herzogin werde auch in Zukunft „einen Platz in unseren Herzen und in unseren Gebeten haben“, erklärte Carey. Papst Johannes Paul II. (1978-2005) empfing Katherine im November desselben Jahres in Privataudienz. Über Inhalte der Unterredung im Apostolischen Palast gab das vatikanische Presseamt nichts bekannt.
daw, kna







