Es war ein überraschendes Bekenntnis. Wolfgang Grupp hatte im Juli öffentlich gemacht, dass er an einer Altersdepression leide und mit 83 Jahren versucht habe, sein Leben zu beenden. Wie die „Bild“ jetzt berichtet, habe der Trigema-Gründer mittlerweile das Krankenhaus wieder verlassen. Mehr noch: Grupp soll auch wieder in der Firma an seinem Schreibtisch gesessen und seine Mitarbeiter mit einem kurzen „Hallo“ begrüßt haben. Laut des Berichts ist Grupp schon seit drei Wochen zurück.

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In einem Schreiben Grupps, das Mitte Juli an die Öffentlichkeit ging, hatte es geheißen: „Ich bin im 84. Lebensjahr und leide an sogenannten Altersdepressionen.“ Man mache sich Gedanken darüber, ob man überhaupt noch gebraucht werde, führte der Unternehmens-Patriarch weiter aus: „Ich habe deswegen auch versucht, mein Leben zu beenden. Es kann etwas länger dauern, bis ich wieder ganz gesund bin.“

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Wolfgang Grupp soll nach Suizid-Versuch wieder am Schreibtisch sitzen

„Ich bedaure, was geschehen ist und würde es gerne ungeschehen machen“, schloss der Senior damals seinen Brief ab. In einem Zusatz bat er darum, dass sich Menschen mit Depressionen professionelle Hilfe holen und in Behandlung begeben sollen.

Aktuell nehme Grupp allerdings noch keine öffentlichen Termine wahr, wie die „Bild“ weiter schreibt. Die Zeitung will wissen, dass er sich weiterhin in ambulanter Behandlung befinde.

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Der Textilunternehmer wurde am 4. April 1942 in Burladingen (Baden-Württemberg) geboren. 1969 übernahm er die 1919 von seinem Großvater gegründete, hochverschuldete Firma. Mit eiserner Hand führte Grupp Trigema aus den roten Zahlen und machte den Betrieb zu Deutschlands größtem T-Shirt- und Tennis-Bekleidungs-Hersteller. Der Produktionsumsatz lag 2022 bei 127,2 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter bei rund 1160. Im November 2023 übergab Wolfgang Grupp die Geschäftsführung an seine beiden Kinder – Tochter Bonita Grupp und Sohn Wolfgang Grupp jun.

Anmerkung der Redaktion

Aufgrund der hohen Nachahmerquote berichten wir in der Regel nicht über (mögliche) Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie selbst unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Suizidgedanken leiden oder Sie jemanden kennen, der daran leidet, können Sie sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen.

Sie erreichen sie telefonisch unter 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.

dw/dpa