Auf den Balearen gibt es aktuell schwere Unwetter durch Ausläufer des Ex-Hurrikans Gabrielle. Während Mallorca glimpflich davonkommt, herrschen auf Ibiza und der Nachbarinsel Formentera schwere Überschwemmungen. Die Überschwemmungen machen sowohl Touristen als auch Einheimischen schwer zu schaffen. „Auf Ibiza war es der regenstärkste Tag mindestens seit 1952“, schrieb der spanische Wetterdienst Aemet in einer Bilanz des Unwetters vom Dienstag. Auf der Insel fielen bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter, wie die spanische Wetterbehörde Aemet am Dienstag mitteilte.

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Das viele Wasser stürzte die Insel ins Chaos. Auch Tausende weitere Besucher der Insel waren betroffen, weil das Wasser auf den Straßen am Dienstag nach Medienberichten zum Teil sogar brusthoch stand. Auf Videos war zu sehen, wie Touristen mit Koffern durch die überfluteten Straßen wateten. Die Zufahrtsstraße zum Flughafen war noch am Mittwoch teilweise gesperrt, wie der TV-Sender RTVE berichtete. Am Airport tropfte das Wasser in einigen Bereichen durch die Decke. Zahlreiche Flüge wurden umgeleitet oder hatten Verspätungen.
Ibiza Port 👀pic.twitter.com/G7r56ZYmgr
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Feuerwehr im Dauereinsatz – Hotelgäste evakuiert
Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste waren im Dauereinsatz. Insgesamt verzeichneten die Behörden am Dienstag knapp 200 wetterbedingte Zwischenfälle, darunter Überschwemmungen, Erdrutsche, umgestürzte Bäume sowie beschädigte Wasser- und Stromleitungen. Die Einsatzkräfte mussten Menschen befreien, die in Autos und Wohnungen eingeschlossen waren. Obwohl der Regen längst vorüber ist, gebe es auf der Insel weiterhin Probleme, da noch einige Straßen, Häuser und Garagen überflutet seien, hieß es bei RTVE.
Spanische Medien berichten von fünf Verletzten. Laut der Nachrichtenseite „Cadena SER“ stürzten eine 60-jährige Frau und ein 35-jähriger Mann aufgrund des starken Regens auf der Straße. Drei weitere Personen wurden am Nachmittag bei einem Steinschlag, der zwei Hotels traf, verletzt – eine von ihnen musste im Krankenhaus behandelt werden. Die übrigen 212 Hotelgäste wurden evakuiert und in andere Unterkünfte gebracht.
🚨 Flooding on the Spanish Island of Ibiza now! pic.twitter.com/cXVvNSgZSn
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Überschwemmungen auf Ibiza: Feuerwehr musste zahlreiche Menschen befreien
Der Regen habe erhebliche Schäden verursacht, berichtete die Zeitung „Diario de Ibiza“. Wegen verschiedener Notfälle musste die Feuerwehr allein am Vormittag mehr als zwanzig Einsätze fahren. Sie rettete unter anderem Menschen, die in Autos und Wohnungen eingeschlossen waren, wie die Zeitung „El País“ und weitere Medien berichteten. Mehrere Straßen wurden gesperrt, darunter die Zufahrt zum Flughafen sowie der erste Ring um Ibiza-Stadt. Etwa Tausend Menschen haben ihre Flüge verpasst, wie „El País“ berichtet.
In der Nähe des Flughafens fielen nach Angaben von Aemet binnen Stunden 74 Liter pro Quadratmeter. Stromausfälle und umgestürzte Bäume verschärften die Lage. In vielen Bezirken fiel der Unterricht aus. Auch auf Mallorca kam es zu Überschwemmungen. Betroffen war nach Medienberichten vor allem der nördliche Teil des Tramuntana-Gebirges im Norden der Insel.
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Leichte Entwarnung in Valencia
Die Warnstufe für die ostspanische Region Valencia wurde unterdessen gesenkt. Dort waren am Montag wegen heftiger Regenfälle zahlreiche Schulen vorsichtshalber geschlossen geblieben, mehr als eine halbe Million Schüler blieben zuhause.
Vor allem in der Stadt Cullera südlich der Regionalhauptstadt Valencia traten Bäche über die Ufer. Bürgermeister Jordi Mayor äußerte sich gegenüber einem Fernsehsender überzeugt, dass dank der rechtzeitigen Unwetterwarnungen „zahlreiche Tragödien vermieden“ worden seien. „Wären alte oder behinderte Menschen oder auch Kinder auf den Straßen gewesen, hätten die Folgen schlimm sein können“, sagte Mayor.
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Ähnliche Katastrophe wie vor einem Jahr befürchtet
In Spanien sind immer noch die Erinnerungen an die Flutkatastrophe vor einem Jahr präsent: Damals hatten starke Regenfälle im Osten und Süden Spaniens schwere Überschwemmungen ausgelöst – die Provinz Valencia war besonders stark betroffen. Insgesamt 236 Menschen kamen damals ums Leben.
pau/jst/dpa, AFP






