- „The Line“ sollte ein neues Zuhause für Millionen Menschen werden – mitten in der Wüste
- Die ambitionierten Baupläne der spektakulären Wüstenstadt sind jedoch gescheitert
- Jetzt wird an neuen Plänen gearbeitet, die auf eine veränderte Strategie setzen
Die Saudis haben sich verzockt: Vor Kurzem wurde bekannt, dass Kronprinz Mohammed bin Salman die Arbeiten an der gigantischen Wüstenstadt „The Line“ stoppen lies. Zu wenig Fortschritt, explodierende Kosten und keine wirtschaftliche Entwicklung in Sicht: Das Projekt scheiterte krachend. Doch der zuständige Minister zeigt sich dennoch optimistisch und erklärte nun gegenüber der „Wirtschaftswoche“, wie es in der Wüste weitergehen soll.

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Mit „The Line“ war ursprünglich eine 170 Kilometer lange, 500 Meter hohe, gläserne Hightech-Stadt geplant. Sie sollte das Herzstück des Wüstenprojekts „Neom“ werden. Millionen Menschen sollten dort leben und arbeiten. Daraus wurde nichts. Stattdessen sollen tausende Arbeiter bei den Bauarbeiten ums Leben gekommen sein. Die saudische Regierung weist diese Vorwürfe zurück.
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Zwar habe man bei dem Wüstenprojekt Fehler gemacht und sei zu ambitioniert gewesen, ganz aufgeben will man aber nicht, gestand nun der saudische Industrieminister Bandar Al Khorayef. Der Ansatz zunächst Menschen anzusiedeln und darauf zu hoffen, dass die Wirtschaft folgt, habe nicht funktioniert. Künftig wolle man es andersherum machen. Hoffnung setzt Al Khorayef deshalb in eine gigantische Wasserstofffabrik 75 Kilometer südlich von „The Line“. Diese soll Ende 2026 in Betrieb gehen.
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Nahe der Wasserstofffabrik soll zudem die zum Teil schwimmende, achteckige Industriestadt Oxagon entstehen. Laut dem Minister wolle man nun versuchen, zuerst die Industrie anzusiedeln, dann sollen die Menschen folgen. Die Investitionen sind für den Wüstenstaat Teil einer größeren Strategie. Denn Saudi-Arabien will seine Abhängigkeit von Öl und Gas mittelfristig verringern.
lro






