Freunde von Himmelsphänomen kamen am Samstagabend auf ihre Kosten. Am klaren Firmament über Thüringen waren Polarlichter zu sehen.
Das Zeitfenster der Sichtungen erstreckte sich von etwa 20 bis 22 Uhr. Anfangs waren die Lichter in dunkler Umgebung sogar mit dem bloßen Auge auszumachen. So beispielsweise auf der Ortsverbindungsstraße von Jena nach Rödigen (Saale-Holzland-Kreis) Später ließen sich die Polarlichter noch bei Langzeitbelichtungen mit Fotoapparaten oder Smartphone-Kameras nachweisen.
An der Ostsee besonders gute Sicht
In ganz Deutschland erfreuten sich Menschen an dem Himmelsereignis. Besonders hell waren die Polarlichter, die auch Nordlichter genannt werden, an der Ostseeküste zu sehen.

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Polarlichter treten durch die Wechselwirkung der Sonnenwindpartikel mit der Magnetosphäre und der Atmosphäre der Erde auf. Während starker geomagnetischer Stürme, die durch intensive Sonnenaktivität verursacht werden, können Polarlichter auch in niedrigeren Breitengraden beobachtet werden.

Der Komet C/2025 A6 (Lemmon) wurde am 3. Januar 2025 vom Mount Lemmon Survey in Arizona entdeckt und bewegt sich auf einer stark elliptischen Bahn durch das Sonnensystem. Am 21. Oktober 2025 kommt er der Erde bis auf etwa 90 Millionen Kilometer nahe, bevor er am 8. November sein Perihel erreicht. Der Komet rast mit rund 216.000 Kilometern pro Stunde durch das innere Sonnensystem. Mit einer geschätzten Helligkeit von +3 bis +5 Magnituden könnte er unter dunklem Nachthimmel sogar mit bloßem Auge sichtbar werden.
So entstehen Polarlichter
Die Sonne sendet einen stetigen Strom geladener Teilchen aus, der als Sonnenwind bekannt ist. Dieser besteht hauptsächlich aus Elektronen und Protonen. Manchmal bricht die Sonne in Ereignissen aus, die als Sonneneruptionen oder koronale Massenauswürfe bekannt sind, was zu einer erhöhten Freisetzung geladener Partikel führt.
Wenn diese Teilchen auf das Magnetfeld der Erde treffen, werden sie entlang der Magnetfeldlinien geleitet und können in die obere Atmosphäre der Erde in den Polarregionen eintreten.
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Beim Eindringen in die Atmosphäre kollidieren die geladenen Teilchen des Sonnenwinds mit Gasteilchen in der Erdatmosphäre, wie Sauerstoff und Stickstoff. Diese Kollision regt die Atome und Moleküle der Gase an, indem sie Energie auf die elektronischen Schalen der Gase übertragen und Elektronen auf höhere Energieniveaus anheben. Wenn sich die angeregten Elektronen der atmosphärischen Gase zurück in ihren Grundzustand bewegen, geben sie die aufgenommene Energie in Form von Lichtphotonen ab. Dies ist das Licht, das wir als Polarlicht sehen.





