Grablichter, Kuscheltiere und Blumen am Autoscooter: Am Samstag ist ein 35 Jahre alter Mann beim Besuch des Jahrmarktes in Wyk auf der Nordseeinsel Föhr (Schleswig-Holstein) verstorben. Nach der rechtsmedizinischen Untersuchung ist die genaue Todesursache des Mannes weiterhin ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft habe daher Folgeuntersuchungen beauftragt, heißt es.

Jeden 2. Sonntag

Ein FUNKE Liebe

Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Wahrscheinlich ist, dass der Tod des Mannes jedoch mit einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit Sicherheitsleuten in Zusammenhang steht. Die Mordkommission ermittelt gegen drei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes im Alter von 22, 27 und 52 Jahren. „Es besteht der Anfangsverdacht einer Körperverletzung mit Todesfolge“, sagte Bernd Winterfeldt, Sprecher der Staatsanwaltschaft Flensburg, dem „Hamburger Abendblatt“. Die Zeitung gehört wie diese Redaktion zur FUNKE Mediengruppe.

Streit eskaliert? 35-Jähriger stirbt nach Rangelei auf Jahrmarkt auf Föhr

Kurz nach 20 Uhr ist es nach Angaben der örtlichen Polizei und zuständigen Staatsanwaltschaft am Samstag zur Auseinandersetzung zwischen dem Mann und den Sicherheitsleuten gekommen. Im Bereich des Autoscooters kam es demnach zu Streit und körperlichen Rangeleien. Daraufhin starb der Mann. Rettungskräfte hatten vor Ort noch versucht, ihn wiederzubeleben – vergeblich. Laut den örtlichen Behörden handelt es sich bei dem Toten um einen Inselbewohner.

Doch die Ermittlungen in dem Todesfall stehen noch ganz am Anfang. Staatsanwaltschaft und Polizei hatten Zeugen gebeten, ihnen Beobachtungen zu schildern sowie – falls vorhanden – Video- und Fotoaufnahmen des Tatgeschehens zur Verfügung zu stellen.

Lesen Sie auch

Als „Störer“ aufgefallen: Mann stirbt nach Auseinandersetzung mit Sicherheitskräften auf Föhr

„Der bedauerlicherweise später verstorbene Mann ist zuvor als Störer auf dem Jahrmarkt aufgefallen“, sagte Oberstaatsanwalt Winterfeldt dem „Abendblatt“ weiter. Es sei daher nötig gewesen, dass der Sicherheitsdienst einschreitet. Wie die Sicherheitskräfte vorgegangen seien, werde allerdings noch einmal überprüft. Offen sei darüber hinaus, ob der Mann Alkohol oder Drogen konsumiert hatte oder Vorerkrankungen vorlagen.

Der Veranstalter des Jahrmarktes, die Föhr Tourismus GmbH (FTG), sprach den Angehörigen des Toten ihr Mitgefühl aus. „Der Vorfall ereignete sich auf einer Freifläche des Geländes und steht in keinem Zusammenhang mit einem Fahrgeschäft“, stellte das Unternehmen klar. Nach Bekanntwerden des Todesfalls wurde der Jahrmarkt zunächst unterbrochen, fand ab Sonntag allerdings wieder statt.

Die Sicherheitsfirma wurde von ihren Aufgaben entbunden und durch Mitarbeiter des Ordnungsamtes ausgetauscht. Am Montag ging das Volksfest regulär zu Ende.