In den ersten drei Monaten des Jahres 2025 erlebte der US-Bundesstaat New Mexico 50 Staubstürme – der 18. März war der staubigste Tag seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Auswirkungen dieses Sturms machten sich sogar in benachbarten Bundesstaaten bemerkbar, wie der Nachrichtensender „BBC“ berichtet.

Schmutziger Regen gefährdet Gesundheit – Klimawandel verstärkt das Phänomen

Sogenannter „schmutziger Regen“ fällt während solcher Staubstürme. Er besteht aus Staub, Pollen, Ruß und Schadstoffen wie Schwefeldioxid und Stickstoffen. Laut dem Bericht von „BBC“ treten solche Staub- und Sandstürme immer häufiger auf und werden durch den Klimawandel verstärkt. Die Beeinträchtigungen würden sich in Form von gesundheitlichen Konsequenzen wie dem Erleiden der Meningitis-Erkrankung bemerkbar machen.

Auch Wasserkreisläufe würden durch den Staub beeinflusst werden: Die Schneeschmelze werde beschleunigt, wenn sich Staub auf Schnee absetzt und somit ein schnelleres Auftauen verursacht wird. Bis zu einem gewissen Grad wären die Staubstürme sogar nützlich: als Dünger für marine Ökosysteme. „Das gesamte Universum besteht aus Staub, und dieser ist ständig in Bewegung, von Stern zu Stern, vom Himmel zur Erde, von Afrika zum Amazonas“, sagt Daniel Tong von der George Mason University in den USA.

Auch interessant

Sahara und Co.: Wüstenstaub hat sich weltweit seit 20. Jahrhundert verdoppelt

Viele Menschen würden annehmen, dass Staub ein Teil der Umwelt und eines natürlichen Prozesses sei. Dazu ergänzt Tong: „Er hat größere Auswirkungen auf die Wirtschaft und die öffentliche Gesundheit als einige bekanntere Wetter- und Klimakatastrophen.“

Jeden 2. Sonntag

Ein FUNKE Liebe

Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Die Menge an Wüstenstaub weltweit habe sich seit dem 20. Jahrhundert bis heute verdoppelt. Die Wüstengebiete wie in der Sahara würden sich aufgrund von zunehmender Dürre immer weiter ausbilden. Schätzungsweise hat sich die Sahara um bis zu 18 Prozent vergrößert. 

Wüstenstaub in der Luft hat heftige Folgen für Menschen

Zwischen November und April würden warme und trockene Winde den Wüstenstaub nicht nur nach Europa befördern, sondern auch bis in die Karibik und tief hinein in Lateinamerika auf der anderen Atlantikseite.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind täglich 330 Millionen Menschen Partikeln ausgesetzt, die durch den Wind transportiert werden. Atemwegserkrankungen wie Asthma oder Lungenentzündungen können durch deren Einatmen ausgelöst werden. Erreichen die Partikel den Blutkreislauf, können sie schwere Herz- und Hirnerkrankungen verursachen.